Krieg in Israel – Tag 391

29. Tishri 5785

UN-Generalsekretär Antonio Guterres ist der Überzeugung, dass die ‘ethnische Säuberung’ in Gaza nur deshalb verhindert wird, weil sich die Palästinenser einerseits weigern, den Gazastreifen zu verlassen und sich die arabischen Staaten weigern, Flüchtlinge aufzunehmen. Es sei nun an der Weltgemeinschaft, zu handeln.

Seine Worte muss man mehrfach auf sich wirken lassen, um Botschaft hinter der Nachricht zu verstehen!

«Die Absicht könnte sein, dass die Palästinenser Gaza verlassen, damit andere es besetzen können. Aber es gab – und ich zolle dem Mut und der Widerstandsfähigkeit des palästinensischen Volkes und der Entschlossenheit der arabischen Welt Anerkennung – ihre Anstrengung, um zu verhindern, dass die ethnische Säuberung Realität wird. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um ihnen zu helfen, dort zu bleiben und um ethnische Säuberungen zu verhindern, die eintreten könnten, wenn die internationale Gemeinschaft nicht fest entschlossen handelt.»

Für mich bedeuten diese Worte nichts anderes, als ob wir den uns von der palästinensischen Terror-Organisation Hamas aufgezwungenen Krieg freudig nutzen, um endlich das Gebiet, das wir 2005 verlassen haben, erneut zu besetzen. Und dabei alles tun, um auf jede nur erdenkliche Art die Zivilbevölkerung zu vertreiben. Nachdem klar ist, dass es keine Fluchtmöglichkeiten gibt, die Zivilisten zu ermorden. Also Genozid und ethnische Säuberung in einem ‘Aufwasch’ (Sarkasmus Ende).

Würden wir uns so verhalten, dann wären die Vorwürfe berechtigt. Wir verhalten uns aber nicht so. Natürlich schaut es für die Weltöffentlichkeit furchtbar aus, wenn wir Zivilisten immer wieder zwingen, von einem sicheren Platz zum nächsten zu fliehen. Nirgendwo zur Ruhe kommen zu dürfen. Natürlich schauen die Bilder aus Gaza furchtbar aus, wenn Kinder mit grossen Augen in den Lagern vor der provisorischen Küche einer Hilfsorganisation stehen und auf ihre Ration warten. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Guterres verurteilt, wie immer, den Falschen. Der weltweite Aufschrei gegen die Hamas bleibt natürlich aus.

Wie es nicht anders zu erwarten war. Mehr als das, Guterres verwendet die stereotypen Lügen: Apartheid, Genozid und ethnische Säuberung, um den Palästinensern zu einer medialen PR gegen Israel zu verhelfen.

Eine hochrangige US-amerikanische Delegation befindet sich derzeit zu Besuch in Israel. VM Yoav Gallant und Strategie Minister Ron Dermer trafen sich am Nachmittag mit den führenden Nah-Ost-Beratern des Weissen Hauses, Brett McGurk und Amos Hochstein. Die Themen der Beratungen waren die Sicherheitslage im Libanon und im Norden Israels sowie die Bemühungen, die Rückkehr der 101 Geiseln zu erreichen. Der US-Botschafter in Israel, Jack Lew, und der israelische Botschafter in Washington, Michael Herzog, nahmen ebenso am Treffen teil, wie leitende Mitarbeiter des VM.

Vorher traf sich Netanyahu in seinem Büro in Jerusalem ebenfalls mit Brett McGurk und Amos Hochstein. Netanyahu betonte, dass das wichtigste Element einer möglichen Vereinbarung mit dem Ziel eines Waffenstillstands zwischen der Hisbollah und Israel nicht «das Papier wert ist, auf dem es geschrieben steht, sondern Israels Entschlossenheit und Fähigkeit, die Vereinbarung durchzusetzen und jede Bedrohung seiner Sicherheit aus dem Libanon abzuwehren, und zwar so, dass alle Bewohner des Nordens sicher zurückkehren können.»

Taher al-Nunu, ein hochrangiges Mitglied der Hamas, betont: «Die Idee einer vorübergehenden Unterbrechung des Krieges, um die Aggression später wieder aufzunehmen, ist etwas, zu dem wir bereits unseren Standpunkt dargelegt haben. Die Hamas unterstützt ein dauerhaftes Ende des Krieges, kein vorübergehendes.» Das klingt, als ob damit von der Hamas, die seit einigen Tagen propagierten ‘kleinen Waffenstillstände’ von mehreren Tagen mit einem sehr limitierten Austausch von Geiseln gegen Gefangene schon wieder abgelehnt sind. Nunu sagte jedoch, dass die Gruppe bisher keinen Vorschlag erhalten habe, und fügt hinzu, dass sie reagieren werde, wenn sie einen solchen Plan erhält. In der Zwischenzeit hat die Hamas offiziell den Vorschlag abgelehnt.

CNN berichtet unter Berufung auf eine anonyme, aber gut informierte Quelle, dass der Iran möglicherweise noch vor den Wahlen in den USA einen Vergeltungsangriff auf Israel unternehmen wird. «Die Antwort der Islamischen Republik Iran auf die Aggression des zionistischen Regimes wird endgültig und schmerzhaft sein.» Genau davor hat Israel den Iran gewarnt.

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Karine Jean-Pierre, warnte den Iran davor, Israel erneut anzugreifen. Sollten sie es jedoch noch einmal tun, so wird die USA hinter Israel stehen.

Die IDF, in Zusammenarbeit mit dem Shin Bet und der Polizei, eliminierte in Tulkarem, Samaria, Hussam al-Malah, ein bekanntes Mitglied der palästinensischen Terror-Organisation-Hamas. al-Malah plante verschiedene Terror-Angriffe gegen Israelis. In arabischen Kommentaren wird er als ein ‘Anführer der al-Qassam-Brigaden’ bezeichnet.

Am zweiten Tag hintereinander wird die gesamte Bevölkerung von Baalbek und der umliegenden Orte dringend aufgefordert, sofort das Gebiet zu verlassen. Zur sicheren Evakuierung müssen die ausgewiesenen Strecken benutzt werden. «Sie befinden sich in einer Kampfzone, in der die IDF-Angriffe auf Ziele der Hisbollah ausführen wird. Wir wollen Sie dabei nicht gefährden. Auf der Karte sind unsere Zielgebiete markiert.»

Bereits zum zweiten Mal hat die IDF einen Versuch verhindert, Waffen mittels einer kleinen Drohne von Ägypten in den Gazastreifen zu schmuggeln. Bei den beschlagnahmten Waffen handelt es sich um vier Gewehre und eine Handfeuerwaffe.

Omer Weinstein mit zwei seiner Kinder und seinem Vater

Auch heute werden leider wieder Landarbeiter in der Nähe von Metula durch Raketenbeschuss aus dem Libanon verletzt. Das berichtete Kanal 12. Die Ersthelfer vom Magen David Adom bestätigten, dass sechs Personen verletzt wurden, fünf von ihnen lebensgefährlich. Ein Sechster erlitt schwere Verletzungen. Eine Stunde nach dem Vorfall musste die IDF bekannt geben, dass die fünf lebensgefährlich Verletzten leider ihren Verletzungen erlagen.

Einer von ihnen war Israeli, die vier anderen waren ausländische Arbeiter. Das israelische Opfer des Raketen-Einschlags ist Omer Weinstein, 47, s’’l. Er hinterlässt vier Kinder.

Die Hisbollah beschoss am frühen Nachmittag die Region um Haifa mit einer heftigen Raketen-Salve. Leider verloren hier zwei Landarbeiter, s’’l, ihr Leben durch Schrapnells. Eine Frau in den 60er Jahren und ein Mann in den 30er Jahren konnten von den Ersthelfern nur noch tot geborgen werden. Eine dritte Person, ein etwa 70 Jahre alter Mann, wurde nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus eingeliefert. Bei den beiden Toten soll es sich um Mutter und Sohn handeln.

Das Camp der irischen UNIFIL-Truppen wurde schon gestern von einer vom Libanon abgeschossenen Katjuscha getroffen. Es war zunächst nicht klar, ob sie abgestürzt ist, oder ob sie von der IDF abgefangen wurde. Das Gebiet, in dem sie abstürzte, ist derzeit unbenutzt. Der irische PM beschreibt den Vorfall als ‘sehr erst’ und wiederholt, dass das internationale Recht eingehalten werden und der Schutz der Friedenstruppen gesichert sein muss.



Kategorien:Israel, Politik

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