Krieg in Israel – Tag 392

30. Tishri 5785

Leider musste auch heute die IDF wieder den Tod eines Soldaten bekannt geben. Cpt. Yarden Zakay, 21 s’’l, verlor den Kampf um sein Leben, nachdem er bereits am 17. September durch die Explosion einer Sprengfalle in einem Gebäude im südlichen Gazastreifen schwer verletzt worden war.

Yitzhak Kroizer, MK, Otzmah Yehudit, dient derzeit bei der IDF im Libanon. Heute hat er, umgeben von Soldaten seiner Brigade, ein ’parlamentarisches Büro’ in einer Villa im südlichen Libanon installiert. Er kopiert damit seinen Parteivorsitzenden, den rechts-extremen Ben-Gvir, der mit einer gleich provokanten Aktion in einem arabischen Stadtteil von Jerusalem sein ’Büro’ eröffnete und mit den dadurch entstanden Spannungen viel zum Aufflackern des Israel-Gaza Konflikts im Jahr 2021 beitrug. Was er macht, ist beschämend! Ich schäme mich, dass Israel solche Politiker hat!

Israel weist es strikt von sich, für den Schaden am UNWRA-Gebäude im Flüchtlingslager Nur Shams verantwortlich zu sein. «Palästinensische Terroristen haben Sprengkörper in der Nähe des Gebäudes gezündet. Mit der anschliessenden Explosion sollten IDF-Soldaten getroffen werden. Die Explosionen verursachten Schaden am Gebäude

UNWRA-Chef Philippe Lazzarini hingegen stellte die Behauptung auf, das Gebäude sei von Bulldozern der IDF willkürlich zerstört worden, sodass es nicht mehr benutzbar sei. Ob der Schaden am Gebäude das Resultat einer Explosion oder eines Bulldozer-Angriffs ist, sollte sich doch recht einfach nachweisen lassen. Lazzarini erhält seinen Lohn von der UNWRA, er wird also indirekt auch von terroristischen Organisationen entlohnt. Die Hand die, mich füttert, beisse ich nicht! So handelt er.

Israel befindet sich in ‘höchster Bereitschaft’. Iranische Anführer, insbesondere der oberste Führer Ali Khamenei, 85 Jahre alt, haben in den letzten Tagen wiederholt angekündigt, noch vor der Wahl in den USA einen ‘endgültigen und sehr schmerzhaften’ Vergeltungsschlag gegen Israel ausführen zu wollen. Auf einer übergrossen Plakatwand in Teheran ist ein Bild von Israel zu sehen. Darauf eingezeichnet sind imaginäre Angriffs-Ziele. Das US-amerikanische Nachrichtenportal Axios schreibt, dass der Iran möglicherweise mit Drohnen und Raketen vom Irak aus angreifen wird.

Der geschäftsführende libanesische PM Najib Mikati zeigt sich irritiert. Die fortgesetzten und sogar intensivierten Angriffe der IDF auf libanesischem Gebiet und die von Israel signalisierte Bereitschaft, eine Waffenruhe zu erreichen, sind, so Mikati, miteinander unvereinbar. «Die erneute Ausweitung der Aggression des israelischen Feindes auf libanesische Regionen, seine wiederholten Drohungen an die Bevölkerung, ganze Städte und Dörfer zu evakuieren, und seine erneute Bombardierung der südlichen Vororte von Beirut mit zerstörerischen Angriffen sind Anzeichen dafür, dass der israelische Feind alle Bemühungen um einen Waffenstillstand ablehnt.» Noch gestern hatte Netanyahu US-amerikanischen Regierungsvertretern seine Bereitschaft erklärt, eine diplomatische Lösung zu finden. Auch der neue Anführer der Hisbollah signalisierte seine Bereitschaft, einem Waffenstillstand mit Israel unter akzeptablen Bedingungen zuzustimmen, fügte jedoch hinzu, dass ein tragfähiges Abkommen noch vorgelegt werden muss.

Gestern am späten Abend näherten sich vier Drohnen, aus dem Irak kommend, dem israelischen Luftraum. Nach Angaben der ‘Iraqi Islamic Resistance’ waren sie auf Militärbasen auf dem Golan und im Süden des Landes sowie auf Akko gerichtet. Sie konnten über dem Roten und Toten Meer abgefangen werden. In der Nacht wurde eine weitere Drohne aus dem Irak über syrischem Gebiet abgeschossen.

Die Landarbeiter, die gestern durch Raketenbeschuss aus dem Libanon ihr Leben verloren, waren thailändische Arbeiter. Das thailändische Aussenministerium gab die Namen Kawisak Papanang, Akaphon Vanasay, Thanh Tig’antk and Prayat Philatram bekannt und drückte sein Bedauern über den Tod seiner Bürger aus. Auch bei den Massakern von 7. Oktober 23 waren leider auch zahlreiche thailändische Bürger ermordet oder verschleppt worden.

Am frühen Morgen griff die IAF mindestens zehn Ziele der Hisbollah in den südlichen Vororten von Beirut an. Die Zivilisten waren vorher mehrfach aufgefordert worden, das Gebiet grossräumig zu verlassen. Die ‘National News Agency’ schrieb: «Die Angriffe  hinterliessen in den Zielgebieten massive Zerstörung. Dutzende Gebäude wurden dem Erdboden gleichgemacht, zusätzlich brachen zahlreiche Brände aus.» Auch aus der Region von Baalbek werden erneute Angriffe gemeldet.



Kategorien:Israel, Politik

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