18. KIslev 5785

Der bisher unfähigste VM Israels, Israel Katz, liess den Generalstabschef, Herzi Halevi, wissen, dass er keine neuen Ernennungen zum General genehmigen werde. Darum muss Halevi bis Ende Januar die genauen Ergebnisse der Untersuchungen vorlegen. Diese analysieren und bewerten die Verfehlungen rund um den 7. Oktober 2023. «Es ist die Pflicht der IDF, die Untersuchungen so schnell wie möglich abzuschliessen, um sie den Familien und der Öffentlichkeit in Israel vorzulegen und Lehren und die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen.» Halevi hatte bereits vor einigen Wochen erklärt, dass er nach dem Abschluss der Untersuchungen zurücktreten werde. Da hat Netanyahu einen eleganten Trick gefunden, wie er seinen ungeliebten, weil kritischen Generalstabschef los wird. Katz wird alles sagen, was Netanyahu ihm einflüstert. Er hat keine eigene Meinung und auch kein Rückgrat.
Jetzt hat sich auch UN-General-Sekretär Antonio Guterres wieder einmal gegen Israel gewandt. «Syriens Souveränität, territoriale Einheit und Integrität müssen vollständig wiederhergestellt werden und alle Aggressionen müssen sofort eingestellt werden.» Israel hat nach dem Sturz von Assad in grossangelegten Angriffen auch ausserhalb der Pufferzone Chemiewaffenlager, Raketen, Luftverteidigungssysteme sowie Stellungen der Luftwaffe und Marine zerstört. Der durchaus verständliche Grund, Israel muss verhindern, dass diese den ‘Rebellen’ in die Hände fallen und gegen uns eingesetzt werden. Israel betont seither, dass die Anwesenheit in der Pufferzone und die Angriffe ‘nur ein temporärer Verteidigungsschritt sind’. Guterres fährt fort: «Ich möchte eines klarstellen: Ausser den UN-Friedenstruppen darf es keine militärischen Kräfte im Gebiet der Trennung geben – Punkt. Israel und Syrien müssen die Bedingungen des Abkommens über den Truppenabzug von 1974 einhalten, das weiterhin uneingeschränkt in Kraft bleibt.» Ich möchte auch etwas klarstellen: die UNO hat noch nie Angriffe auf Israel verhindert.

Die IDF empfiehlt den Bewohnern der nördlichen Gebiete Israels, frühestens in drei Monaten, also im März, nach Hause zurückzukehren. Der temporäre Waffenstillstand begann Ende November und dauert insgesamt 60 Tage. Bis dann muss sich Israel aus dem Süden des Libanons zurückziehen und die Hisbollah muss sich bis hinter den Litani-Fluss zurückziehen. In der Pufferzone dürfen sich nur noch das reguläre libanesische Militär und die UNIFIL-Truppen aufhalten. Israel hat jedoch das Recht, sofort wieder einzugreifen, wenn es erneut zu Angriffen auf sein Gebiet kommen sollte. In den Gemeinden haben die Aufräum- und Wiederaufbau-Arbeiten begonnen.



Lange genug haben wir gewartet. Nun hat die IDF im Jemen zurückgeschlagen. In den frühen Morgenstunden führte die IAF eine Reihe von intensiven Luftangriffen durch. Betroffen war die von den Houthi-Terroristen besetzte Hauptstadt, Sana’a, sowie die Region Hodeida. Wie bereits bei den beiden ersten Angriffen der IAF auf Hodeida, waren wiederum vierzehn Kampf- sowie Tankflugzeuge und Spionage-Flugzeuge an der Operation beteiligt. Beide Orte liegen etwa 2.000 km von Israel entfernt. Der Angriff wurde während der letzten Wochen geplant. Das Ziel war es, die drei an der Küste des Landes gelegenen Häfen ausser Gefecht zu setzen. Acht Schleppschiffe, die die Frachtschiffe in die Häfen ziehen, sowie ein Kraftwerk und Lastenkräne und ein Oel-Tank wurden zerstört. Damit wird es bis auf Weiteres keine im Zusammenhang mit den Häfen stehende Aktivität der Houthis mehr geben. Bei den Angriffen sollen, so ein Kommunikationsmedium der Houthis, neun Menschen getötet worden sein. Der Sprecher der israelischen Streitkräfte, Daniel Hagari, bestätigte, dass zu den Zielen, die bei den ‘Präzisionsschlägen’ getroffen wurden, ‘Häfen und Energieinfrastruktur’ gehörten, die die Houthis seiner Meinung nach für ‘ihre militärischen Aktionen’ nutzen. Der Iran verurteilt den Angriff Israels als grobe Verletzung des ‘Internationalen Rechts’. Seltsam, sind die Terror-Angriffe vom Iran ein internationales Recht der Ajatollahs?


Während die erste Welle der Angriffsflüge sich bereits auf dem Weg Richtung Jemen befand, schossen die Houthis eine auf Zentralisrael gerichtete ballistische Rakete ab. Erste Untersuchungen ergaben, dass die massiven Schäden an einer Schule in Ramat Gan von Teilen des Raketensprengkopfes verursacht wurden. Offenbar war die Rakete nicht zur Gänze abgefangen und zerstört worden. Beim Einschlag in das gottseidank noch leerstehende Schulgebäude explodierte er und brachte das Gebäude zum Einsturz. Auch in der Nähe der Schule geparkte Fahrzeuge erlitten schwere Schäden.
Fragmente wurden in Jerusalem (65 km) und Modiin (40 km) gefunden. Sie verursachten nur geringen Schaden. Die Houthis behaupteten, zwei sensible militärische Ziele im Grossraum Tel Aviv angegriffen zu haben.
Die IDF konnte eine Drohne, die in Gaza gestartet wurde und sich bereits im israelischen Luftraum befand, erfolgreich abschiessen und zerstören. Der Alarm konnte nach 45 Minuten beendet werden, es gab weder Verletzte noch Schäden.
Der Halbbruder von einem der Anführer der Hamas, Khaled Mashaal, Mufid Abdulqader Mashaal, wurde nicht freigelassen, sondern in ein anderes Gefängnis verlegt. Er befindet sich nach Angaben der US-amerikanischen Gefängnisverwaltung in einem ‘Wieder-Eingliederungs-Zentrum’ und wird voraussichtlich am 12. Dezember 2025 entlassen. Aus Sicherheitsgründen wird nichts Genaueres veröffentlicht.
Im südlichen Libanon hat die IDF erneut auf Israel gerichtete Raketenabschussbasen entdeckt und zerstört. In der Nähe wurden auch Panzer-Abwehr-Raketen, Sprengstoffe und Artilleriegeschütze aufgefunden und ebenfalls zerstört.

Eine exklusive Rose des Tages geht heute an den ehemaligen VM Yoav Gallant und seine Frau Claudine.
Bisher hat man von Claudine Gallant nicht viel gehört und gesehen, sie ist die starke Frau hinter dem starken Mann. Heute beschreibt sie in einem Interview mit dem Armee-Radio, wie sie den Beginn des Massakers erlebt hat. Das Massaker begann am 07. Oktober 2023 um 06:29. Datum und Uhrzeit haben sich jedem von uns tief in das Gedächtnis eingegraben.
«Es war ein sonniger Samstagvormittag. Yoav war schon wach. Er hatte vor, eine Radtour zu machen. Ich erinnere mich, dass um 06:30 das Telefon klingelte – es war unsere Tochter, sie ist Einsatzoffizierin in der Shaldag-Einheit der IAF. Sie sagte: ‚Papa, sie schiessen ständig auf uns‘, erinnert sich Claudine. Und er ging, und wir haben ihn monatelang nicht gesehen.»
Kurz nach dem Massaker begannen die Demonstrationen in Israel. Auch vor dem Haus der Familie Gallant. Doch im Gegensatz zu anderen Brennpunkten der Demonstrationen versteckten sich die Gallants nicht. Wenn Yoav zu Hause war, ging er gemeinsam mit Claudine zu den Familienangehörigen, war er nicht da, ging sie allein. Wer um ein Gespräch bat, erhielt eine Antwort. Monatelang besuchte Yoav die Familienangehörigen.
Er besucht sie heute noch, nicht als MK, nicht als Politiker, sondern als Mensch. Solange er noch VM war, war er die Hoffnung der Familien, dass er sich wirklich für sie und die Geiseln einsetzt und nicht nur leere Versprechungen gibt, wie es andere tun. Ihm glaubten sie es. Ihm glaubten sie auch, als er sagte, dass er seinen Teil der Verantwortung für die Versäumnisse vor dem 7. Oktober übernehmen werde. Auch als im Kibbutz Nir Oz Reuma Kedem traf, deren Tochter Tamar gemeinsam mit ihrem Mann Jonathan und den Zwillingen Arbel und Shachar, 6, sowie dem Sohn Omer, 4, von den Hamas-Terroristen ermordet worden waren, hielt er ihre Wut aus. Er liess sie reden, ihre von Trauer gespeiste Wut richtete sich ja nicht gegen ihn, sondern gegen das System, dessen Teil er war.
Es wurde klar, dass er seinen Posten als VM verlieren würde. Yoav machte Netanyahu immer wieder klar, dass er sein nur auf sich und seine Bedürfnisse abgestimmtes Kriegsmanagement ändern müsse. Er müsse es ausschliesslich auf die Notwendigkeit der Geiselbefreiung abstimmen. Desweiteren machte er dem PM klar, dass er sich endlich seiner Verantwortung stellen muss. Das ertrug Netanyahu nicht und wählte den einfachen Weg.
Er entliess den fähigsten, loyalsten Politiker der aktuellen Regierung. Gallant ging mit Würde und Anstand und verabschiedete sich von seinem Nachfolger Israel Katz so, wie man sich es wünscht.
Claudine berichtet, dass er sich auch jetzt unerschütterlich für die Familienangehörigen einsetzt, diejenigen besucht, die ihn sehen möchten.
Und ohne offiziellen Auftrag reist er, trotz des internationalen Haftbefehls, in die USA, um sich auch dort von denen zu verabschieden, deren Amt mit dem Ende der Ära Biden auch zu Ende geht.
Yoav Gallant wird in die Geschichtsbücher eingehen als der einzige echte Staatsmann in der Regierung Netanyahu im schlimmsten Jahr, das sich in den Annalen des Staates Israel findet.
Respekt und ein grosses Dankeschön an dich, Yoav! Jishar Koach!











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