Krieg in Israel – Tag 449

27. Kislev 5785

Nach Beendigung der militärischen Aktionen im ‘Kamal Adwan Hospital’ gab die IDF bekannt, etwa 240 verdächtige Personen festgenommen zu haben. Unter den Verdächtigen befanden sich auch der medizinische Leiter des Spitals sowie 15 Terroristen, die an den Massakern vom 7. Oktober beteiligt waren. Innerhalb des Krankenhauses wurden Waffenlager mit Granaten, Handfeuerwaffen und Munition gefunden und zerstört. Einige der Terroristen hatten sich als Patienten ausgegeben, andere versuchten, mit Ambulanzen zu fliehen. Während der laufenden Operation wurde das Feuer auf die IDF eröffnet. Die Angreifer, die Panzer-Abwehr-Raketen einsetzten, wurden eliminiert. Während der Operation wurden 95 Patienten und deren Betreuer in das benachbarte ‘Indonesische Krankenhaus’ evakuiert. Zur Unterstützung erhielt das Spital 5.000 Liter Treibstoff, zwei Generatoren und medizinisch-technische Ausrüstung.

Das gazanische ‘Gesundheitsministerium’ hatte früher am Tag behauptet, die IDF habe den Direktor des ‘Kamal Adwan Hospital’ gemeinsam mit einigen Dutzend Mitarbeitern des Spitals festgenommen. Am Mittag wurde ein Instagram veröffentlicht, in dem festgehalten wurde, dass er frei und gesund sei und die Nachricht von seiner Festnahme eine Fehlinformation gewesen sei. Die Nachricht wurde offensichtlich nicht von ihm selbst geschrieben.

Vor dem Haus der Netanyahus in der Azza Strasse in Jerusalem, versammelten sich heute am frühen Morgen etwa 20 Menschen, um auf das Leiden der Geiseln in Gaza aufmerksam zu machen. «Während sie krank und gefoltert sind und frieren, leiden sie in den Tunnel der Hamas, verschanzt du dich in deinem sicheren Haus.» Sie skandierten auch gegen Sara, gegen die wahrscheinlich ein Strafverfahren eingeleitet wird und Yair, der sich im sonnigen, warmen Florida aufhält, statt Reservedienst zu leisten. Ihre Proteste wurden von Trommeln und Trompeten begleitet. Als sie sich zerstreuten, wurden fünf Personen wegen Ruhestörung festgenommen.

Der Netzarim Korridor, heute als Be’eri Korridor bekannt, wird mehr und mehr ausgebaut. Schon seit längerer Zeit ist er nicht mehr das, was man als ‘temporäre Einrichtung’ bezeichnet. Zwei Brigaden sind dort stationiert, die für den südlichen und den nördlichen Teil des Gazastreifens verantwortlich sind. Eigentlich sollte der nördliche Teil menschenleer sein. Aber nicht alle Menschen haben sich auf den Weg in den Süden gemacht. Die Gründe sind vielfältig. Entweder sie sind aktive Mitglieder der Hamas, wurden von der Hamas an der Evakuierung gehindert, kamen unter Beschuss der IDF oder zogen es vor, sich nicht den unsicheren Verhältnissen in den sogenannten ‘humanitären Sicherheitszonen’ auszusetzen. Die IDF hat die Hauptstrassen des Korridors asphaltiert. Manchmal kann sie für Lieferungen in den Norden genutzt werden. 13 % der Gesamtfläche von Gaza werden jetzt dem ehemals schmalen Korridor zugeordnet. Alles, was im Weg stand, wurde zerstört, um der Hamas möglichst wenig Raum zu lassen, sich zu verstecken und Angriffe zu starten. Um in den Korridor zu gelangen, muss man durch drei Kontrollen: eine in unmittelbarer Nähe von Be’eri, eine zweite nahe der Grenze und dann die dritte: Sie hiess ursprünglich ‘Tor 96’ wurde dann zu ‘Kontroll-Punkt 3’ und heisst jetzt ‘Terminal 3’. Obwohl alles hier ohne Verankerung am Boden aufgebaut wurde, vermittelt es den Eindruck, für die Ewigkeit gebaut zu sein.

Drei palästinensische Bauern, die auf ihrem eigenen Grund arbeiteten, wurden heute von maskierten jüdischen Siedler-Terroristen angegriffen und verletzt. Auch einige Fahrzeuge wurden beschädigt. Die Siedler-Terroristen kamen aus einem neuen, illegalen Aussenposten.

In den Nachtstunden drang die IDF erneut in den nördlichen Gazastreifen ein. Bevor die Bodentruppen eintrafen, flog die IAF gezielte Angriffe auf terroristische Infrastrukturen. Die erneute Bodenoffensive in der Region um Beit Hanoun wurde notwendig, nachdem der Shin Bet eine vermehrte Anwesenheit von Terroristen beobachtet hatte. Die Zivilbevölkerung wurde angehalten, vor den Angriffen der IDF das Gebiet zu verlassen. Jordanien, die VAE und Saudi-Arabien verurteilen die Operation der IDF in Gaza. «Die Angriffe, inklusive der erzwungenen Evakuierung von Patienten und Mitarbeitern aus dem Spital, stellen eine namhafte Verletzung des internationalen Rechts und der internationalen Menschenrechtsgesetze dar.»

Am späten Nachmittag wurde der Raketenalarm sowohl in der Nähe des Gazastreifens, als auch im Grossraum Jerusalem ausgelöst. Zwei Langstrecken-Raketen waren aus Beit Hanoun abgeschossen worden. Die Raketen wurden abgefangen und zerstört. Als Reaktion wurde die Zivilbevölkerung von Beit Hanoun zur sofortigen Evakuierung in ein zugewiesenes Gebiet der humanitären Sicherheitszone aufgefordert. Beit Hanoun gilt ab sofort als Kriegszone.

Im südlichen Libanon hat die IDF einen kurzen Tunnel zerstört, der der Hisbollah als Lagerraum für Waffen, Überwachungsgeräte und andere militärische Ausrüstung-Gegenstände gedient hatte. Der Tunnel führte auch zu einer Kommandozentrale. Dort fanden die Soldaten Raketenwerfer und eine grosse Menge an Sprengstoff. Der Tunnel wurde zunächst untersucht und anschliessend zerstört.

Erneut schossen die Houthi-Terroristen mitten in der Nacht eine Rakete ab. Sie konnte abgefangen werden, bevor sie in den israelischen Luftraum eindrang, dennoch wurde der Alarm zwischen Jerusalem und dem Toten Meer ausgelöst. Es wurde nicht bekannt gegeben, ob ein israelisches oder das neue US-amerikanische System aktiviert wurde. Das THAAD System wurde Ende Oktober installiert und kam gestern erstmals zum Einsatz. Das Ziel war, laut Angabe der Houthi-Rebellen, die südliche Luftwaffenbasis ‘Nevatim’. Das Ziel sei, so die verbreitete Lüge, erfolgreich getroffen worden.

Die UN beschuldigen Israel, beim Angriff auf den Flughafen Sana’a eine rein zivil genutzte Infrastruktur stark beschädigt zu haben. «Der Flughafen wurde von der UNO, dem Roten Kreuz und zivilen Flügen benutzt. Konfliktparteien haben die Pflicht, keine zivilen Ziele anzugreifen. Das müssen sie sicherstellen. Es liegt nicht an uns, zu beweisen, dass wir Zivilisten sind.» Israel hingegen betont, dass der Flughafen zum Schmuggeln von Waffen und Munition diente.

Die Rose des Tages, diesmal in Form eines Fussballs, geht an den Fanclub des israelischen Fussball-National-Mannschafts-Spielers Manor Solomon. Derzeit steht er unter Vertrag bei Tottenham Hotspurs, ist aber für die Saison ausgeliehen an Leeds United. Am vergangenen Donnerstag bezog eine recht grosse Gruppe von Fans Stellung mit dem offenbar selbstkreierten Song: «Looks good, looks good, looks fine, looks fine, Manor Solomon’s on the line and he hates Palestine. Singing do wah diddy diddy dum diddy do, running past defenders scoring one or two.» Eine wohltuende Ausnahme zu den sonst allgegenwärtigen pro-palästinensischen Schlacht- und Hassrufen.

Den zerknautschten Fussball verdient hingegen die Leitung des Clubs. «Diskriminierende Sprache oder Gesänge sind nicht akzeptabel und Fans könnten gegen das Gesetz verstossen. Der Club verurteilt dieses Verhalten und verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Diskriminierung und Missbrauch jeglicher Art.» Ob sie anti-israelische Demonstrationen auch verurteilt hätten?

Der Kaktus des Tages geht an Francesca Albanese. Sie erklärte, dass nicht alle Juden für die Handlungen Israels verantwortlich gemacht werden dürfen. «Es ist wichtig, die wenigen Israelis, die gegen Besatzung, Apartheid und Völkermord sind, nicht ‘unsichtbar’ zu machen.» Auf einen anonymen Bericht, dass ein Soldat einem Kind in Gaza absichtlich einen Arm und ein Bein gebrochen habe, sagte sie: «Nicht nur die israelische Armee ist bis ins Mark verdorben, sondern auch alle Regierungsmitglieder, die zulassen, dass solche abscheulichen Verbrechen nicht bestraft werden.» Auf einen anti-israelischen Tweet deutete sie an, dass die Mehrheit der Israelis für ‘Besatzung, Apartheid und Genozid’ sind. Schon im Februar hatte sie das Massaker vom 7. Oktober als Reaktion auf Israels Unterdrückung gewertet und Gaza «das grösste und beschämende Konzentrationslager des 21. Jahrhunderts» genannt.

UN-Watch hatte Sanktionen gegen sie gefordert. Bisher allerdings schwieg die UNO…. Wie immer, wenn etwas gegen Israel ist.



Kategorien:Israel, Politik

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