29. Kislev 5785

Auch heute muss die IDF leider erneut den Tod eines Soldaten bekannt geben. Sgt. Uriel Peretz, 23, s’’l, verlor sein Leben bei einem Kampf im nördlichen Gazastreifen. Beim gleichen Vorfall wurden drei weitere Soldaten schwer verletzt. Die IDF gab keine zusätzlichen Informationen bekannt.

Netanyahu hat seine Prostata-Operation gut überstanden und darf sich jetzt einige Tage in den unterirdischen Schutzräumen des ‘Hadassah Spitals’ in Jerusalem erholen. Damit endet nach wenigen Stunden die erneute kurze Amtszeit seines Stellvertreters JM Yariv Levin.
Aussenminister Gideon Sa’ar kehrt wahrscheinlich wieder dahin zurück, von wo er vor einigen Jahren mit Schimpf und Häme vertrieben wurde: in den Likud von Netanyahu. Damit vollzieht er endgültig den Wechsel vom Oppositionspolitiker auf der Hinterbank zum Koalitionsrettter ohne politisches und persönliches Profil. Trotzdem belohnte ihn der PM mit dem prestigeträchtigen Aussenamt. Dort darf er nun als Netanyahus Sprachrohr auftreten.




Bei der gestern beendeten militärischen Aktion im ‘Kamal Adwan Hospital’ wurden laut Angaben der IDF 19 Terroristen eliminiert, es gebe keine Hinweise auf zivile Opfer. Im Gegensatz dazu sprach die gazanische ‘Gesundheitsbehörde’ von mehr als 50 Opfern, inklusive medizinischen Mitarbeitern. Damit sind die Operationen im Gebiet von Jabaliya nahezu beendet. Das Krankenhaus galt als die letzte Hochburg der palästinensischen Terror-Organisation Hamas. Allerdings war die IDF im Oktober 2024 davon ausgegangen, die Terroristen dort besiegt zu haben. Nach dem Rückzug der IDF formierten sich die Terror-Zellen neu. Die Terroristen versuchten, sich als Patienten auszugeben. So waren beim ersten Evakuierungs-Transport 13 der 21 ’Patienten’ in Tat und Wahrheit Terroristen. Auch der Direktor der Klinik, Hussam Abu Safiya, gilt als Mitglied der Hamas und wurde festgenommen. Insgesamt mehr als 350 Patienten, Betreuer und medizinische Mitarbeiter wurden evakuiert. Während des Evakuierungsprozesses mussten sie sich alle einer Kontrolle unterziehen, um sicherzugehen, dass alle Terroristen, die sich unter die Zivilisten geschmuggelt hatten, festgenommen werden konnten.
Die WHO fordert Israel dringend auf, sofort mit den Durchsuchungen von Krankenhäusern aufzuhören. «Die Krankenhäuser in Gaza sind erneut zu Kampfzonen geworden und gefährden das Gesundheitssystem. Wir wiederholen: Stoppt die Angriffe auf Krankenhäuser, Die Menschen von Gaza müssen Zugang zum Gesundheitssystem haben. Menschen müssen gesundheitliche Betreuung erhalten. Waffenstillstand!» WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus ‘vergass’ es wieder einmal, auch nur ein Wort über die 100 Geiseln zu verlieren, geschweige denn, dass er deren sofortige und bedingungslose Freilassung forderte.

Generalstabschef Herzi Halevi betonte, dass Israel einen klaren militärischen Sieg über die Hisbollah errungen habe. Der wahre Sieg werde aber erst dann erreicht, wenn der Norden Israel wieder von den Bewohnern neu besiedelt werden kann. Nachdem klar ist, dass ihre Rückkehr sich bis in den März hinziehen wird, hat die Regierung am Sonntag ein neues Paket beschlossen, um die Kosten der Unterbringungen und der Lebenshaltungskosten zu finanzieren.


Die IDF ist in ein Verwaltungsgebäude von Madinat al-Baath eingedrungen. Der Ort liegt innerhalb der Pufferzone zwischen Israel und Syrien. Was der Grund der intensiven Durchsuchung ist, ist bisher unklar. Die Bevölkerung wurde, laut syrischen Medien aufgefordert, sich in ihren Häusern aufzuhalten.


Die Rose des Tages: Sie geht an den gestern durch einen tragischen Unfall in Gaza getöteten Staff Sgt. Yuval Shoham, 22, s’’l. Er war, wie sein Bruder berichtete, gut mit dem immer noch in Gaza festgehaltenen Hersh Goldberg-Polin befreundet. Eines der Hauptziele, warum er sich im Krieg engagierte, war, dass alle Geiseln befreit werden müssen. In seiner geringen Freizeit während des Einsatzes, versuchte er allein, unterschiedliche Gebiete zu durchkämmen und dabei immer wieder laut «Hersh!» zu rufen, in der Hoffnung, dass er irgendeine Antwort erhielt. Yuvals Eltern waren gestern von Jerusalem in den Süden gereist, wo sie ihrem Sohn ein Chanukka-Päckchen übergeben wollten. Doch als sie an der Basis ankam, mussten sie erfahren, dass ihr Sohn gefallen war. Welch grausames Schicksal! Für die Zivilcourage mitten im Kampfgebiet allein nach einem Freund zu suchen, gebührt Yuval die Rose! Kol HaKavod Yuval! ברוך דיין האמת
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