Israel im Krieg – Tag 463

11. Tevet 5785

Netanyahu wird bis zum Abend entscheiden, ob er eine hochrangige Mediatoren-Gruppe nach Doha schicken wird oder nicht. Mitglieder der Gruppen sollen der Chef des Mossad, David Barnea, der Chef des Shin Bet, Ronen Bar und Maj. Gen. Nitzan Alon, sein Sonderbeauftragter für die Verhandlungen sein. Welche Verhandlungskompetenzen die Gruppe haben wird, wurde nicht bekannt.

Eine ungenannte Quelle der palästinensischen Terror-Organisation Hamas informierte die in Katar erscheinende Zeitung ‘al-Araby al Jadeed’, dass sie bereit sind, verschiedene strittige Punkte mit Israel auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Sofern und dass ist die Bedingung, die nächsten Schritte wie von ihnen gefordert, ohne Verzögerung und unverändert umgesetzt werden. Welche Schritte dies im Detail sind, blieb offen. Ägypten, Katar und die USA stehen, so die Quellen, hinter dieser Entscheidung der Hamas. Weiterhin habe Ägypten zugestimmt, dass Israel sich erst später aus dem Philadelphi-Korridor zurückziehen wird.

US-amerikanische und britische Kampfflugzeuge haben vorgestern einen gross angelegten Angriff auf Ziele der Houthi-Terroristen im Bezirk Harf Siufyan südlich der Hauptstadt Sanaa durchgeführt. Israel hat gestern mit mehr als 20 Kampfflugzeugen, Tank-und Spionageflugzeugen erneut die Häfen von Hodeidah und Ras Isa an der Westküste des Landes sowie das Kraftwerk Hezyaz südlich von Sanaa angegriffen. Das Kraftwerk stellte die ‘zentrale Energiequelle für die Aktivitäten des Houthi-Terror-Regimes’ dar. Netanyahu warnte, dass weitere Angriffe folgen werden, wenn die Angriffe auf Israel nicht aufhören. «Wie wir versprochen haben, zahlen die Houthis einen hohen Preis für ihre Aggression gegen uns und werden dies auch weiterhin tun. Die Houthis sind eine Verlängerung des Iran und dienen den terroristischen Zielen der iranischen Achse im Nahen Osten. Sie stellen eine Gefahr für Israel und die gesamte Region dar und schaden auch der globalen Freiheit der Schifffahrt.» VM Israel Katz betonte: «Der Hafen von Hodeidah ist lahmgelegt und der Hafen von Ras Isa steht in Flammen. Die Botschaft ist klar: Wer Israel schadet, wird noch viel mehr Schaden erleiden.»

Ein trauriges Ergebnis brachte die Untersuchung zu der IDF von den Kämpfen im Kibbutz Nahal Oz während des Massakers vom 7. Oktober 2023. Konkret ging es um die Umstände des Todes von Dikla Aravam 51 und ihrem Sohn Tomer,17, s’’l,. Die Terroristen hatten damals das Haus von Noam Elyakim, dem Freund von Dikla, gestürmt, in dem sich auch dessen Töchter Dafna, 15 und Ela, 8 aufhielten. Die Terroristen übertrugen live auf der Facebook-Seite von Dikla, wie sie Tomer mit vorgehaltener Waffe zwangen, bei den Nachbarn an die Türe zu klopfen und sie zu überreden, herauszukommen. Anschliessend wurden, so der damalige Wissensstand, Dikla, Tomer und Noam ermordet. Ihre sterblichen Überreste wurden erst Wochen nach dem Massaker ausserhalb des Kibbutz geborgen und identifiziert. Tomer konnte sich zunächst im Kibbutz verstecken. Dort gegen Terroristen vorgehende Soldaten vermuteten in ihm eine verdächtige Person und eröffneten das Feuer, bei dem er tödlich verletzt wurden. Andere Terroristen waren mit vier Opfern auf dem Weg nach Gaza. Auch hier eröffnete die IDF das Feuer auf das Fahrzeug. Während die Terroristen fliehen konnten, wurde Dikla beim Versuch, sich in Sicherheit bringen, von der IDF erschossen. Noam wurde später an anderer Stelle erschossen, auf die Umstände seines Todes ging die IDF nicht ein.

Dafna und Ela wurden nach Gaza verschleppt. Sie kam im November jedoch wieder frei.

Das libanesische Militär gab bekannt, dass sie nach Abzug der israelischen Truppen aus dem westlichen Sektor des südlichen Libanon dort Stellung bezogen haben. Damit haben sie mit der Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens begonnen. Sie haben damit begonnen, Truppenverbände in den Grenzstädten zu positionieren. Die Zivilbevölkerung wird davor gewarnt, in diese Regionen zu kommen, bevor die Orte vom Militär kontrolliert und von nicht explodierten Sprengkörpern gereinigt wurde.

Am vierten Tag in Folge griffen auch heute (am Shabbat!) wieder jüdische Siedler-Terroristen ein palästinensisches Dorf an. Betroffen war das Dorf Yatma südlich von Nablus, in Shomron. Einem jungen Palästinenser wurde bei Zusammenstössen mit Siedlern und Sicherheitskräften in den Fuss geschossen. Offenbar steht auch dieser Angriff im Zusammenhang mit dem Terroranschlag, bei dem Anfang der Woche drei Zivilisten getötet wurden. Erneut gab es keine Verhaftungen der Angreifer.



Kategorien:Israel, Politik

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