Was geschah am 20. Januar? (Krieg Tag 472)

20. Tevet 5785

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Erneut muss die IDF leider den Tod eines Soldaten bekannt geben. Sgt. First Class (res.) Eviatar Ben Yehuda, 1, s’’l, wurde durch die Explosion einer Bombe, die unter einer Strasse angebracht war, getötet. Er befand sich gemeinsam mit zwei weiteren Soldaten in einem leichten Panzerfahrzeug auf einer Patrouillenfahrt in Tamun, Shomron, als die Bombe explodierte. Die beiden anderen Soldaten wurden schwer verletzt.

Nach ersten eingehenden Untersuchungen gab das Sheba Krankenhaus bekannt, dass die drei ehemaligen Geiseln sich in stabilem Gesundheitszustand befinden. Emily Damari verlor während des Massakers zwei Finger durch Schussverletzungen. Alle drei meldeten sich kurz nachdem sie erstmals nach 15 Monaten ihre Familien trafen über die Social Media Accounts, wo sie ihren Freunden mitteilten, wie glücklich sie seien, wieder frei zu sein.

In einer selten gewordenen Aktion wurden in der Nacht zwei jüdische Siedler-Terroristen festgenommen, die an verschiedenen Orten randalierten und Brände legten. Die IDF wurde informiert, dass es in Turmus Ayya, Sinjil und Ein Sinya zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen sei. Dutzende israelische Siedler-Terroristen warfen Steine und Molotowcocktails gegen palästinensisches Eigentum. Sie bezeichneten ihre Angriffe als Rache wegen des Abkommens.

Die Houthi-Terroristen gaben bekannt, dass sie die Angriffe auf Schiffe im Golf von Aden weitgehend einstellen. Die Ausnahme von Schiffe die in einem Zusammenhang mit Israel stehen. Für diese Schiffe kommt das Ende der Angriffe erst, wenn das Waffenstillstandsabkommen vollständig in allen drei Phasen umgesetzt ist.

Wehende Fahnen von Hamas und Hisbollah auf dem Dach der zivilen Fahrzeuge, die die Geiseln zum Übergabeort an das Rote Kreuz brachten, Fahnen auf den Fahrzeugen des Roten Kreuz. Fahnen auch auf den Bussen des Roten Kreuz, die die Gefangenen aus dem Ofer-Gefängnis an ihre Zielorte brachten. Maskiert, schwer bewaffnet, so sieht die Dokumentation von Macht aus.

Und, Höhepunkt der Perfidie: Man sieht einen Mitarbeiter des IRK, der drei ‘Dokumente’ unterzeichnet. Diese sind Teil des ‘Erinnerungspakets’, das jede der Geiseln erhält. Der Inhalt: Bilder aus der Zeit der Geiselhaft und eben dieses ‘Entlassungspapier’. Die Hamas veröffentlichte auch ein Video, das die Übergabe der drei jungen Frauen an das IRK zeigt.

Am Sonntag fuhren mehr als 630 Lkws, beladen mit humanitären Hilfsgütern, Lebensmitteln, medizinischer Ausrüstung und Treibstoff über die neu eröffnete Grenze Rafah in den Gazastreifen. 300 der Lkws brachten die unbedingt notwendigen Lieferungen in den Norden des Landes.     

An der Beisetzung der sterblichen Überreste von Staff Sgt. Oron Shaul nahm auch der israelische Präsident Isaac Herzog teil. Im Namen von ganz Israel bat er die Familie um Verzeihung, so lange für die Pflicht, ihren 2014 gefallenen Sohn nach Hause zu holen, gebraucht zu haben. «Ein Jahrzehnt ist vergangen, und wir sind immer noch gezwungen, unsere besten Söhne und Töchter in den Kampf gegen diese abscheulichen Feinde zu schicken», bedauerte er. «Wir müssen alle zurückholen. Alle bis auf den letzten, einschliesslich Avera Mengistu und Hisham al-Sayed, israelische Staatsbürger, die seit Jahren in Gaza festgehalten werden, und die Leiche des IDF-Soldaten Hadar Goldin, der ebenfalls 2014 getötet wurde. Wir können nicht zulassen, dass auch nur ein Haus in Israel in diesem Zustand des Wartens verbleibt.»

Oppositionsführer Yair Lapid betonte, dass es keine Einladung zu einer Form der Zusammenarbeit an die Mitglieder von Otzmah Yehudit geben wird. Sollte es jedoch einen Antrag der neuen Oppositionspartei zur Auflösung der Knesset geben, so würde er den natürlich unterstützen.

Auf der gestrigen Wahlparty für den designierten US-Präsidenten Donald Trump lobte der designierte US-Nahostbeauftragte Steve Witkoff dessen Bedeutung für die Freilassung des Abschlusses des Abkommens zur Freilassung der Geiseln und den Waffenstillstand. «Wir hatten ein grossartiges Team, aber ohne Donald J. Trump wäre das nicht möglich gewesen», versicherte er. «Der Präsident war für diese Freilassung verantwortlich, und wir alle sind ihm zu Dank verpflichtet, ebenso wie alle Familien.» Nicht genug, er prophezeite quasi den Weltfrieden, den wir unter der Regierung Trump II erwarten dürfen: «Seine Führungsqualitäten reichen über unsere Grenzen hinaus und beeinflussen die Welt auf eine Weise, die unsere besten Ideale widerspiegelt», fährt Witkoff fort und verweist auf die Abraham-Abkommen, die während Trumps erster Amtszeit ausgehandelt wurden. «Die Abkommen sind ein Beweis für die Überzeugung des Präsidenten, dass Frieden erreichbar ist, wenn wir Herausforderungen mit Stärke, Klarheit und einer gemeinsamen Vision für die Zukunft begegnen.»

Einen ‘grossartigen Vorschlag’ zur Verbesserung der Welt hat Witkoff bereits: Er möchte einen Teil der gazanischen Zivilbevölkerung nach dem Ende der dritten Phase des Waffenstillstandsabkommens nach Indonesien umsiedeln. Zunächst möchte er den Gazastreifen aber besuchen, um sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. «Man muss immer auf dem Laufenden sein und bereit sein, ein Problem aus der Welt zu schaffen, falls es auftritt», sagte ein Sprecher seines Büros und fügte hinzu, dass Witkoff plant, in der Region ‚nahezu ständig präsent‘ zu sein, um bei allen potenziellen Problemen zu helfen, die im Verlauf des Gefangenenaustauschs in den kommenden Wochen auftreten könnten.

Trump tat das, was er am besten kann: sich selbst in ein brillantes Licht stellen, so brillant, wie es nur einem Narzissten gelingt und dabei gleichzeitig seine politischen Gegner so schlecht dastehen zu lassen, wie es nur rachsüchtigen Menschen gelingt. Sein Beitrag zum Abkommen war nichts als lautes Drohen, nicht nur gegen die Hamas, sondern auch gegen Netanyahu, der als ihm unterlegener Narzisst alles tut, um nicht noch schlechter dazustehen. Tatsächlich ist der Rahmen des Abkommens bereits im Mai dieses Jahres von Israel ausgearbeitet und von US-Präsident Joe Biden präsentiert worden. Abgelehnt wurde er von der Hamas. Sich dieses Abkommen also auf die neuen Trump Fahne zu heften, ist fast schon unanständig! Trotzdem traut er sich zu behaupten: «Unsere neue Verwaltung hat in drei Monaten all das im Mittleren Osten erreicht, ohne dass ich Präsident war. Wir haben mehr erreicht als sie zur Zeit ihrer (US-Präsident Joe Biden) Präsidentschaft in vier Jahren.»Die Abraham-Abkommen haben für Israel politisch nicht wirklich viel gebracht, Saudi-Arabien macht seine Teilnahme auch heute noch davon abhängig, dass zunächst ein palästinensischer Staat entstehen muss.

In diesen Minuten wurde Trump als 47. Präsident der USA angelobt. «Von diesem Tag wird der Niedergang Amerikas beendet sein. Heute beginnt das Goldene Zeitalter der USA.» Die Kugel hat ihn nur getroffen, so fabuliert er, als Zeichen von Gott dem Herren, der Amerika wieder gross werden lassen will. In seiner ganzen Rede hat er US-Präsident Joe Biden und seine Vizepräsidentin Kamala Harris fortlaufend beleidigt. Es ist keine Rede, die ein Programm vorstellt, sondern eine Rede der Selbstbeweihräucherung. Auffallend ist das maskenhafte Gesicht mit völliger Emotionslosigkeit. Armes Amerika, ich hoffe, du wirst diese Heimsuchung, ein POTUS, der psychopathische Züge zeigt,  gut überstehen!



Kategorien:Israel, Politik

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