23. Shevat 5785
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Heute am frühen Vormittag wurde erneut klar, mit welchen sadistischen Monstern wir es zu tun haben. Zum einen wurde klar, dass die beiden Kleinkinder Kfir, 2, und Ariel, 5, s’’l, nicht an den Folgen der inhumanen Geiselhaft gestorben sind. Sie wurden, wie die forensischen Untersuchungen eindeutig bewiesen, von ihren Schlächtern grausam mit der Hand ermordet. Wir müssen fast dankbar sein, dass die Morde bereits im November 2023 stattfanden und sie die unglaublichen Qualen der Geiselhaft nicht länger erdulden mussten.

Im vierten Sarg befanden sich nicht, wie von der Hamas angekündigt, die sterblichen Überreste von der Mutter Shiri Bibas, sondern die einer unbekannten Frau. DNA-Proben ergaben auch, dass es keine Übereinstimmung mit einer anderen bekannten Geisel, lebend oder tot, gab.
Welch menschenverachtendes, zynisches und sadistisches Verhalten der palästinensischen Terror-Organisation Hamas! Für Yarden Bibas, der gerade erst aus der Geiselhaft entlassen wurde, war die Information, die ihm heute Morgen mitgeteilt wurde, unerträglich. Noch immer bleibt eine Wunde, die nicht heilen darf, offen. Er kann nun mit der Trauer über den Tod seiner Kinder beginnen, die zweite grosse Wunde in seinem Herzen wird aber schwären. Ich wünsche ihm und seiner Familie viel Kraft in diesen und den kommenden schweren Tagen.
Sowohl Präsident Isaac Herzog als auch der PM zeigten sich zutiefst schockiert über den erneuten Beweis der Grausamkeit der Terror-Organisation Hamas und sicherten zu, dass Israel alles tun werde, um alle Geiseln, die lebenden und die toten, nach Israel zurückzubringen.
Der israelische UN-Botschafter Danny Danon klagte die Hamas an, einen nicht identifizierbaren Leichnam anstelle der sterblichen Überreste von Shiri Bibas an Israel übergeben zu haben. «Dies ist ein neuer Tiefpunkt, eine Bosheit und Grausamkeit, die ihresgleichen sucht. Es gibt keine Worte, die eine solche Gräueltat beschreiben können. Die Hamas hat nicht nur Ariel und Kfir Bibas kaltblütig ermordet – einen vierjährigen Jungen und ein zehn Monate altes Baby –, sondern verletzt auch nach ihrem Tod weiterhin jeden grundlegenden moralischen Wert.» Er fordert den UN-Sicherheitsrat dringend auf, dieses abscheuliche Verbrechen zu verurteilen.
Seit Beginn des Krieges hat sich das UN-Gremium geweigert, die Hamas als Terror-Organisation anzuerkennen und zu verurteilen.
Tod und Leben liegen derzeit so dicht beieinander. Die Hamas hat soeben die Namen der sechs Geiseln bekannt gegeben, die morgen freigelassen werden. Es sind dies die letzten lebenden Geiseln der ersten Phase (s. Bericht von gestern). Im Gegenzug sollen 602 palästinensische Gefangene freigelassen werden.
Die Hamas Terror-Organisation zeigt sich ‘erstaunt’ über die Wut Israels. Man werde «diese Anschuldigungen sehr ernsthaft prüfen» und die Ergebnisse der Untersuchung bekannt geben. In der Erklärung der Hamas wird erneut behauptet, dass es bei den in den Trümmern eines israelischen Luftangriffs gefundenen Leichen, bei dem Shiri und ihre beiden kleinen Söhne Ariel und Kfir getötet worden sein sollen, zu einem ‘Fehler oder einer Verwechslung’ gekommen sein könnte. Israel wird aufgefordert, die Leiche der Palästinenserin zurückzugeben. Man sei fest entschlossen, alle Vereinbarungen genauestens einzuhalten und hätte darüber hinaus kein Interesse, Leichen von Geiseln zu behalten.


Im Zusammenhang mit dem Terror-Angriff von gestern Abend, bei dem in Busparkplätzen in Bat Yam und Holon gestern Abend drei unbenutzte Busse mit Zeitzündern in Brand gesetzt wurden, gab es erste Verhaftungen. Ein weiterer Sprengsatz wurde von der Polizei entdeckt und neutralisiert. Drei Verdächtige, darunter ein jüdischer Israeli, ein sich illegal in Israel aufhaltender Palästinenser und eine weitere Person wurden im Zusammenhang mit dem Anschlag festgenommen. Der Israeli soll mindestens einen der mutmasslichen Terroristen gefahren haben. Transport-Ministerin Miri Regev verlangte angesichts des Anschlages den gesamten öffentlichen Verkehr zu stoppen und alle Fahrzeuge auf weitere Sprengsätze zu untersuchen. VM Israel Katz wies die IDF an, sämtliche Operationen in Judäa und Shomron zu verstärken, um weitere Anschläge zu verhindern. Die Sprengsätze waren auf eine Zeit zwischen 9 und 10 Uhr morgens eingestellt, wurden aber falsch installiert. Das Sprengmaterial bestand aus Düngemittel und Harnstoff. Jeder einzelne Sprengsatz wog zwischen vier und fünf Kilogramm. Damit sollten zur morgendlichen Hauptverkehrszeit Hunderte von Fahrgästen getötet werden.
Der ehemalige Minister für Nationale Sicherheit, der rechtsextreme Ben-Gvir, verkündete: «Wenn die Regierung leichtsinnige Kapitulationsabkommen mit dem Feind unterzeichnet, anstatt ihn zu bombardieren, bekommt er Lust, seine Mordversuche an Juden zu verstärken. Das sind genau die Preise, vor denen wir gewarnt haben!»
Benny Gantz schrieb: «Der Bus-Angriff heute Abend sollte wie ein Mega-Angriff behandelt werden. Auf den Versuch, an diesem schwierigen Tag Dutzende Israelis zu ermorden, müssen wir nicht nur mit taktischen Massnahmen reagieren, sondern auch die Absender und die Geldgeber der Absender direkt abfangen und mächtige Mittel gegen die Terroristen selbst einsetzen. Wir müssen einen Preis einsetzen, den die Terroristen nicht vergessen werden.» Benny, Yishar koach!
Der rechtsextreme Smotrich forderte auf: «Unsere Antwort muss eine sofortige Rückkehr zum Kampf und zur systematischen Zerschlagung des Terrorismus sein, bis er in Gaza, Judäa und Shomron vernichtet ist. Wir werden dafür sorgen, dass dies der Fall sein wird. Wie wir befürchtet hatten, werden die Massenentlassung von Terroristen und der Waffenstillstand von unseren Feinden als Schwäche ausgelegt und geben den Terrortruppen Aufwind, die damit drohen, hier wieder Busse in Stadtzentren in die Luft zu jagen, wie sie es während der Zweiten Intifada getan haben.»
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