30. Shevat 5785
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Bei der Verabschiedungszeremonie im ‘Bloomfield Stadium’ in Tel Aviv klagt Noam, die Schwester des während der Geiselhaft ermordeten Tzachi Idan, s’’l: «Unsere Regierung hat sehr schwierige Entscheidungen mit unerträglichen Konsequenzen getroffen. Es tut mir leid, auch im Namen aller anderen, dass du in einem Sarg zurückgekommen bist und nicht auf eigenen Beinen, wie du gegangen bist.» Tzachi habe während der langen Monate der Geiselhaft Situationen durchleiden müssen, die ‘der Teufel nicht hätte erfinden können’. Nach der Zeremonie wurden Tzachis sterbliche Überreste in den Kibbutz Einat überführt, wo er neben seiner ebenfalls von den Hamas-Schlächtern grausam ermordeten Tochter Ma’ayan, 18, s’’l, zur letzten Ruhe gelegt wurde. Die Beisetzung fand im engsten Kreis statt.

Der palästinensische Friedens-Aktivist, Samer Sanjjilawi, besuchte die Familienangehörigen von Oded Lifshitz, Shiri, Ariel und Kfir Bibas, s’ll. «Yarden erzählte mir, wie viel es ihm bedeutete, dass ein Palästinenser ihn besucht hat.» Sinjilawi fügt hinzu: «Ich denke, es ist unsere Pflicht als Palästinenser, den Schmerz und die Trauer dieser Familien zu teilen, laut und deutlich zu sagen, dass wir diese Morde verurteile, und uns zu entschuldigen und um Vergebung zu bitten. Ich denke, sowohl Yarden als auch Sharon [Lifshitz] mussten diese Worte von mir hören. Ich kann nur hoffen, dass ich etwas und sei es noch so klein und flüchtig getan habe, um ihren Schmerz zu lindern.»
Gestern neutralisierte die IDF mit einem gezielten Drohnen-Angriff Mohammed Mahdi Al- Shaheen. Al-Shaheen koordinierte seit Beginn des Waffenstillstandsabkommens den Waffenschmuggel zwischen Syrien und dem Libanon. Er war ranghohes Mitglied des regionalen Zweigs der Hisbollah im Beqaa Tal und zuständig für die gesamte Koordination von Waffenlieferungen. Bereits am Mittwoch hatte die IDF Mahran Ali Nasser al-Din, ebenfalls zuständig für den Waffenschmuggel, mit einem Drohnenangriff neutralisiert.
Trump behauptete, dass die Verhandlungen bezüglich Gaza ‘am Tag danach’ gute Fortschritte machen. Das verkündet er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem britischen PM Keir Starmer. Im Gegensatz zu Trump, der eine Rückkehr der Palästinenser nach Gaza strikt ausschliesst, forderte Starmer, dass sie nach Gaza zurückkehren dürfen und dort ihr Leben wieder aufnehmen sollen. Starmer betonte auch, dass nur eine Zwei-Staaten-Lösung die Garantie für einen dauerhaften Frieden in der Region begründen kann.

Die Untersuchungsergebnisse der IDF zu den Verfehlungen vor, am und nach dem 7. Oktober 2023 liegen nun vor. Der Titel im ToI ist insofern irreführend, dass es heisst: «dass die Hamas Israel täuschte, indem sie vorgab, keine grosse Bedrohung darzustellen.» Diese Überschrift impliziert, dass es keine hinreichenden Warnungen und Anzeichen gab, dass das Menetekel nicht schon lange deutlich an der Wand stand. Tatsache ist, dass z.B. die Beobachtungen der Soldatinnen der Aufklärungseinheit ‘Nahal Oz’ vorsätzlich und sträflich missachtet wurden. Zu sicher war sich Israel in seiner, man muss es leider sagen, überheblichen Art, dass der hochgelobte Grenzzaun allen Angriffen standhalten würde. Was sich kathastrophaler Irrtum erwies. Man glaubte auch in den vergangenen Jahren, die Tunnelsysteme unter dem Gazastreifen, die teilweise grenzüberschreitend waren, wenn schon nicht vollumfänglich, aber doch deutlich reduziert zu haben. Auch das erwies sich als tödlicher Irrtum. Die Tunnelsysteme erwiesen sich als hochtechnisch ausgestattete unterirdische Verkehrswege, die ganz Gaza wie ein Spinnennetz unterzogen. Die Anlagen wurden zum tödlichen Verliess für unsere Geiseln. Netanyahu erwies sich als unfähigster PM, den Israel jemals hatte. Er glaubte, mit Geld die palästinensische Terror-Organisation Hamas ruhig stellen zu können.
Die Untersuchungen gehen bis ins Jahr 2014 zurück, als die Operation ’Protective Edge’ vom 8. Juli bis zum 26. August auf israelischer Seite 73 Tote, darunter 66 Soldaten und auf palästinensischer Seite 2.201 Tote, davon nach israelischen Angaben 1.065 Terroristen und etwa 900 Zivilisten forderte. Die UN sprach von 1.460 Zivilisten, davon 493 Kinder und 253 Frauen.
Am 26. August 2014 trat eine unbefristete Waffenruhe in Kraft.

Im Frühsommer 2021 löste unter anderem eine aggressive Aktion des rechtsextremen Ben-Gvir in Ost-Jerusalem und auf dem Tempelberg Spannungen zwischen Israel und der Hamas aus, die vom 10. bis 21. Mai zur Operation ‘Guardian of the walls’ führte. Die Hamas setzte einseitig ein Ultimatum und begann nur wenige Minuten nach dessen Ablauf mit dem Beschuss Israels.
Am 21. Mai trat die Waffenruhe in Kraft.
Diese hielt bis zum 7. Oktober 2023, als die Hamas um 06:29 mit heftigem Beschuss aus Gaza das Massaker eröffnete.
Den vollständigen Untersuchungsbericht findet ihr hier.

Der Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 verlief in drei Wellen. Ab 06:29 griffen etwa 1.000 ‘Hamas-Elite-Gruppen’ aus der Luft, zu Land und zu Wasser Israel an. Unterstützt wurden sie dabei durch intensiven Raketenbeschuss. Die zweite Welle umfasste etwa 2.000 weitere Terroristen, in der dritten und letzten Welle kamen einige Hundert Terroristen sowie mehrere Tausend Zivilisten. Insgesamt befanden sich mehr als 5.000 Angreifer im Gebiet. Ausser schlecht bewaffneten Schutzmannschaften in den Kibbuzim war niemand da, der Widerstand leistete. Teilweise dauerte es bis zum Nachmittag, bis die IDF eintraf.
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