Krieg in Israel – Tag 560

20. Nissan 5785

Sein derzeit grösstes Projekt: Ostereier für alle © Till Mette, Stern , 16.4.2025

Der US-amerikanische Aussenminister Marco Rubio erklärte, Trump habe weltweit zahlreiche Projekte mit höchster Priorität. Deswegen werden die USA die Verhandlungen im Krieg Russland gegen die Ukraine in den kommenden Tagen abbrechen, ausser Trump würde eine echte Bewegung erkennen. Das betonte Rubio nach einem Treffen mit europäischen und ukrainischen Führern in Paris.

Der Chef des Mossad, David Barnea und Strategieminister Ron Dermer werden noch heute im Laufe des Tages nach Paris reisen. Sie werden sich dort im Vorfeld der Iran-Gespräche mit dem US-amerikanischen Nahost-Sonderbeauftragten Steve Witkoff treffen.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte bei einer Pressekonferenz in Moskau gemeinsam mit seinem Amtskollegen Sergej Lawrow[1]: «Obwohl wir ernsthafte Zweifel an den Absichten und Motiven der amerikanischen Seite haben, werden wir auf jeden Fall an den morgigen Verhandlungen teilnehmen. Wir sind uneingeschränkt bereit, eine friedliche Lösung für das friedliche Atomprogramm des Iran anzustreben.» Der Iran behauptet immer noch, keine atomaren Waffen anzustreben. Zur Erinnerung: Der Iran hat wiederholt gedroht, Israel zu vernichten.

Heute haben mehr als 1.000 Angehörige von gefallenen Soldaten einen Brief veröffentlicht. Darin fordern sie, den Krieg gegen die Hamas nicht zu beenden. «Der Preis für eine Beendigung des Krieges zu diesem Zeitpunkt stellt eine grosse Gefahr für Israel dar», heisst es in dem Schreiben. «Der Krieg darf nicht beendet werden, bevor alle seine Ziele vollständig erreicht sind – die Rückkehr der Geiseln, die Vernichtung des Feindes und die Gewährleistung, dass Gaza künftig keine Bedrohung für den Staat Israel darstellt. Unsere Angehörigen sind in den Krieg gezogen, um den Sieg und die Sicherheit zu erringen, und sind nicht zurückgekehrt. Wir bestehen darauf, dass ihr Wille erfüllt und umgesetzt wird.»

Ein sofortiges Ende des Krieges zugunsten der Freilassung der noch in Gaza festgehaltenen Geiseln forderten gestern etwa 300 Piloten der Zivilluftfahrt, 458 ehemalige Soldaten der Golani-Brigade sowie 315 ehemalige Mitglieder von Aufklärungs- und Infanterieeinheiten.

Khalil al-Hayya, einer der im Ausland lebenden Hamas-Führer, wies den Vorschlag Israels zu einem neuen Abkommen zurück. Die Hamas, so sagte er, lehne jede Art von Waffenruhe ab, die nicht zum Ende des Krieges und damit verbunden, zum völligen Abzug der IDF aus Gaza führt. Israel hatte einen Waffenstillstand von 45 Tagen angeboten. In der Zeit müssten alle lebenden und toten Geiseln im Austausch gegen 1.231 palästinensische Gefangene freigelassen werden. Die Lieferungen in den Gazastreifen werden dann sofort wieder aufgenommen, im Gegenzug gibt die Hamas alle Waffen ab. Allein schon diese Forderung wies al-Hayya weit von sich. «Wir werden uns nicht an dieser Art der Politik, dem Angebot von Teilabkommen durch PM Netanyahu beteiligen. Israel habe das im Januar unterzeichnete Waffenstillstandsabkommen aufgekündigt und Netanyahu habe seither nur ‘unmögliche’ Bedingungen gestellt.» In Israel findet sich schon lange keine Mehrheit mehr für die untaugliche Vorgangsweise der Regierung. Einzig die rechts-extremen politischen Nobodys und Rambos Smotrich und Ben-Gvir hetzen weiterhin dazu auf, die Gewalt gegen die Hamas noch zu erhöhen

Bei einem amerikanischen Angriff auf den jemenitischen Ölhafen ‘Ras Isa’ wurden mindestens 38 Personen getötet und weitere 100 zusätzlich verletzt. Das markierte den tödlichsten Angriff der USA, seit Trump seine zweite Amtszeit begonnen hat. Er hatte betont, mit den Angriffen erst aufzuhören, wenn die Houthi-Terroristen ihrerseits die Angriffe auf Frachtschiffe in der Region beenden.

Erneut wurde eine Langstreckenrakete abgefangen und zerstört, die von den Houthis auf Israel abgeschossen worden war. Der Alarm wurde in Zentral-Israel bis Jerusalem und weiten Bereichen von Shomron ausgelöst. Es gab keine Schadensmeldungen. Erstmals kam ein Frühwarnsystem zum Einsatz, das bereits 3 bis 5 Minuten vor dem Auslösen des regulären Alarms die Menschen über den Anflug einer Langstreckenrakete aus dem Jemen, dem Iran oder Irak warnt. Das neue System soll die Menschen sicherer beim Aufsuchen eines Schutzraumes machen, für das sie oft nur etwa 90 Sekunden Zeit haben.

Durch ein Schrapnell der herabstürzenden Trümmer der Rakete aus dem Jemen wurde heute in den frühen Morgenstunden ein Brand in den Hügeln westlich von Jerusalem ausgelöst. Der Brandherd lag etwa vier Kilometer südlich von Bet Shemesh entfernt. Die Feuerwehren hatten zunächst im steilen und unwegsamen Gelände Mühe, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Spezialisten der Polizei kamen zum Einsatz, nachdem klar war, wie der Brand ausgelöst worden war. So sollte sichergestellt werden, dass Sprengsätze in den Trümmern entschärft werden könnten.


[1] Lawrow ist unter den russischen Politikern der grösste Lügner und Verdreher von Tatsachen. Aber hoch intelligent!



Kategorien:Israel, Politik

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