3. Ijjar 5785

Die Schweiz wird mit Wirkung vom 15. Mai die palästinensische Terror-Organisation Hamas mit ihren affiliierten Organisationen verbieten. Das Gesetz wurde im vergangenen Dezember vom Parlament verabschiedet und ermöglicht präventive polizeiliche Massnahmen wie Einreiseverbote oder Ausweisungen und erschwert es der Hamas, die Schweiz als Finanzzentrum für ihre Aktivitäten zu nutzen. In der Begründung zum neuen Gesetz heisst es: «Es gibt den Schweizer Behörden die notwendigen Instrumente, um gegen Aktivitäten der Hamas oder die Unterstützung der Organisation in der Schweiz vorzugehen.»


Bei einer Gedenkveranstaltung am ‘Habima Platz’ in Tel Aviv kam es gestern Abend kurzfristig zu einer Massenpanik. Ein Mann geriet in den Verdacht, einen Angriff auf anwesende Polizei-Beamte zu planen und wurde festgenommen. Die Polizei betonte, es habe zu keiner Zeit den Verdacht eines Terror-Anschlages bestanden. Dieser Verdacht löste jedoch bei den Teilnehmern an der Veranstaltung Panik aus, als die Menschen versuchten zu fliehen. Gerüchte über eine Schiesserei, die nicht stattfand, trugen dazu bei, die Panik zu verstärken. Zwei weitere Verdächtige wurden festgenommen und zur Befragung mitgenommen. Auch in Jerusalem kam es zu einem Zwischenfall, als ein Mann eine Israel Fahne von einem Auto riss, das während des Sirenen-Stillstands stehen geblieben war. Die Polizei nahm den Mann zur Befragung mit.






Heute am Vormittag waren erneut die Sirenen im ganzen Land zu hören und brachten das gesamte Leben für einige Minuten zum Stillstand. Auf sämtlichen Militärfriedhöfen finden Gedenkveranstaltungen statt. Die Gräber der gefallenen Soldaten sind mit Blumen und Israelfahnen mit einem Trauerflor geschmückt und Soldaten stehen an jedem Grab zur Ehrenwache. Seit dem letzten Gedenktag wurden 79 Menschen Opfer von Terroranschlägen, insgesamt kamen im Zusammenhang mit dem Krieg 934 Zivilisten ums Leben, allein 778 wurden am 7. Oktober 2023 bei den Massakern ermordet.
Am Vortag von Yom Hatzma’ut, dem Unabhängigkeitstag, der heute Abend unmittelbar nach dem Ende des Gedenktages beginnt, gab das Zentralamt für Statistik wieder die neuesten Daten bekannt. Trotz zahlreichen Auseinwanderern hat die Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr um 1.1 % zugenommen und damit die 10 Millionen Marke erreicht. 76.9 % sind jüdisch, 21.0 % sind arabisch und 2 % gehören anderen Religionen und Ethnien an. 82.700 Israelis verliessen das Land. Die Immigration nach Israel sank um 24 %. 181.000 Neugeborene kamen zur Welt, davon 76 % von jüdischen und 24 % von arabischen Müttern. 51.400 Menschen starben, das waren 1.800 mehr als im Vorjahr, wobei 1.870 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Krieg in Gaza und im Libanon standen.






Aufgrund von starken Winden und der Gefahr von weiteren Bränden wurde die ‘Fackel-Zeremonie’ bei der heutigen offiziellen Feier zum Unabhängigkeitstag abgesagt. Die Feier findet auf dem Herzl Berg statt. Ringsum sind heftige Brände ausgebrochen, die es notwendig machten, die Hauptstrasse 1 zwischen Tel Aviv und Jerusalem zu sperren. Fünf Gemeinden wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert.





Auto- und Motorradfahrer sowie die Mitfahrenden in zahlreichen Linien- und Reisebussen waren gezwungen, ihre Fahrzeuge zu verlassen und sich zu Fuss in Sicherheit zu bringen. Zwölf Personen wurden bereits wegen Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser eingeliefert. Einige Fahrzeuge fingen bereits Feuer. 119 Feuerwehrteams und zehn Flugzeuge sind vor Ort, um die Flammen einzudämmen und ein Übergreifen auf bewohnte Gebiete zu verhindern. VM Israel Katz hat Generalstabschef Eyal Zamir gebeten, IDF-Truppen zur Hilfe bei der Brandbekämpfung einzusetzen. Es handelt sich laut Katz um einen ‘Nationalen Gefahren-Notstand’. Griechenland, Kroatien, Italien und Zypern wurden ebenfalls um Hilfe gebeten. Die ausländischen Hilfsgruppen werden erst morgen mit den Rettungsflügen beginnen können, weil es in der Nacht nur eingeschränkte Flugmöglichkeiten gibt. Das Verteidigungsministerium rief die Bevölkerung dazu auf, von Besuchen auf den Friedhöfen aufgrund der unsicheren Wettersituation Abstand zu nehmen.

Mittlerweile sind auch in anderen Regionen des Landes Feuer ausgebrochen, u.a. im Unteren Galiläa und in Zentralisrael. Der Shin-Bet hat seine Ermittlungen aufgenommen, ob die Feuer eventuell teilweise durch Brandstiftung angefacht wurden. In den sozialen Medien riefen in den letzten Stunden vermehrt palästinensische Stimmen dazu auf, Brände zu legen.
Shmulik Friedman, Kommandant der Feuerwehr und Rettungsdienste im Bezirk Jerusalem, sagt: «Wir befinden uns mitten in einem sehr grossen Waldbrand, vielleicht dem grössten, den es jemals in diesem Land gegeben hat. Unsere Einsätze werden noch sehr lange andauern. Wir sind noch weit davon entfernt, die Brände unter Kontrolle zu haben.» Auf die Frage nach den Ursachen antwortet Friedman: ,

Am frühen Nachmittag gab Verkehrsministerin Miri Regev, die verantwortlich für die Organisation und Durchführung der offiziellen Veranstaltungen zum Unabhängigkeitstag ist, bekannt, dass die für heute Abend geplante Grossveranstaltung ebenfalls abgesagt ist. Diese Absage erfolgte, weil entsprechend den Sicherheitsvorschriften Grossveranstaltungen bei einer Windgeschwindigkeit von mehr als 70 km/h nicht stattfinden dürfen. Der nationale Wetterdienst warnt vor einer weiteren Verschärfung der Wettersituation. Stattdessen wird zeitgleich die Videoaufzeichnung der Generalprobe ausgestrahlt. Landesweit sind mittlerweile fast alle Veranstaltungen abgesagt worden.





In Katar wird der erste sichtbare Erfolg der ‘Abraham-Abkommen’ bald Gestalt annehmen und erste finanzielle Früchte tragen. Damit wird bewiesen, welche Interessen tatsächlich hinter diesen von Trump so hochgelobten Verträgen stehen. Die beiden namhaften katarischen Immobilien-Entwickler ‘Qatari Diar’ und ‘Dar Global’ werden heute das erste Projekt unter dem Markennamen ‘Trump’ präsentieren. ‘Simaisma’, ein Resort mit 18-Loch Golf Platz, Funpark, Villen, Yachthafen…. Das Resort wird nur wenige Kilometer entfernt von Doha liegen. Zusammen mit dem Trump Tower in Dubai haben sich die Abraham-Abkommen für den Trump-Clan gelohnt!
Strategieminister Ron Dermer sprach ebenso wie Netanyahu auf dem Jewish News Syndicate’ Kongress in Jerusalem. (s. gestern). Sein Thema war die Sicherheit und der Frieden Israels. Dermer erklärte dazu: «In zwölf Monaten wird der Krieg an sieben Fronten vorbei sein, und Israel wird gesiegt haben. Ich glaube, dass in den kommenden Jahren viele Friedensabkommen geschlossen werden, die entweder bereits ausgehandelt sind oder noch ausgehandelt werden, aber der Schlüssel dazu ist der Sieg. Im Nahen Osten ist es so: Wenn man gewinnt, wenn man stark ist, zieht das andere an.» Noch weitere zwölf Monate Krieg wären für Israel eine Katastrophe. Es gibt schon jetzt zu wenig Soldaten, die Reservisten müssen bereits zum vierten oder fünften Mal einrücken. Die haredischen Männer, die einen Teil des personellen Engpasses hätten abfedern sollen, weigern sich nach wie vor, ihren Dienst in der IDF zu beginnen und werden dabei von weiten Teilen der Regierung unterstützt. Die Wirtschaft erleidet deutlichen Schaden, die Zahl der Auswanderer ist grösser als die Zahl der Einwanderer (s. oben). Für Israel ist der Krieg eine Herausforderung, die es kaum mehr stemmen kann.

Die IDF bereitet sich offenbar auf eine deutliche Verstärkung der Bodenoffensive im Gazastreifen vor. Die Entscheidung dazu fiel, nachdem es keinerlei Fortschritte bei den Verhandlungen zur zweiten Phase der Freilassung der Geiseln und des Waffenstillstands gibt. Zahlreiche Reservisten, grossteils Mitglieder von Infanterie- und Panzerbrigaden, wurden über eine bevorstehende Einberufung informiert. Sobald diese Reservisten eingerückt sind, soll die Verteilung von Hilfsgütern wieder aufgenommen und von der IDF koordiniert werden. Allerdings werden die Lieferungen nur in von der IDF dazu vorgesehenen Gebieten durchgeführt werden.
Und zum Schluss an diesem tragischen Tag doch etwas zum Schmunzeln und Nachdenken. Tauscht doch einfach ein paar Namen aus und stellt euch vor um wen es gehen könnte. Kleiner Hinweis: auch die Ehefrau wird mehrfach erwähnt.!
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