5. Siwan 5785
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sieht in der Antwort der Hamas auf den neuesten Vorschlag zur Freilassung der Geiseln und zur Waffenruhe eine «völlig inakzeptable Haltung, die uns in den Verhandlungen nur wieder zurückwirft.» Ein nicht namentlich genannter Vertreter der Hamas nannte gegenüber der AP die von ihnen vorgeschlagenen Änderungen. Diese betreffen: «US-Garantien, den Zeitpunkt der Geiselbefreiung, die Lieferung von Hilfsgütern und den Abzug der israelischen Streitkräfte». Die Quelle erklärte, diese Änderung ziele darauf ab, Netanyahu daran zu hindern, die Gespräche über einen dauerhaften Waffenstillstand nach der Freilassung der zehn Geiseln abzubrechen oder sich ganz zu weigern, an den Gesprächen teilzunehmen, wie er es beim vorherigen Waffenstillstand im Januar getan hatte.
Ein israelischer Offizieller erklärte anonym, Jerusalem betrachte die Reaktion der Hamas auf den Vorschlag als ‘faktische Ablehnung’.
Auf die Frage, ob er glaube, dass die Hamas den Vorschlag annehmen werde, sagte Trump später am Freitag: «Ich denke, sie wollen – sie wollen aus diesem Schlamassel herauskommen.»

Nicht nur Steve Witkoff scheint vom Pech verfolgt zu sein. Auch dem israelischen Chef-Unterhändler bei den Verhandlungen, Strategieminister Ron Dermer, gelingt nichts. Ihm wird vermehrt vorgeworfen, dass er in den 100 Tagen seines Jobs nichts erreicht hat, ausser, dass in der Zeit der amerikanisch-israelischen Geisel Eitan Alexander freikam. Alexander war auf direkte Gespräche zwischen Trump und der Hamas hin freigekommen. Also offensichtlich ohne Mithilfe von Dermer. Netanyahu hat das erkannt und Dermer mitgeteilt, dass er [Dermer] die Haltung der Trump-Regierung gegenüber dem Nahen Osten falsch eingeschätzt habe. Das beinhaltete auch die veränderte Haltung der USA gegenüber dem Krieg in Gaza. «Dermer hat die Entwicklungen nicht erkannt, und am Ende haben sie ihn getäuscht. Er war sich sicher, dass die USA sich uns nicht widersetzen würden – aber genau das ist geschehen. Er hat den Wandel in den USA nicht vorhergesehen und glaubt immer noch, dass es eine Kooperation geben wird und keine Feindseligkeiten entstehen werden, obwohl die Realität anders aussieht.» Nachdem immer mehr Stimmen laut werden, dass Dermer eine Fehlbesetzung ist, ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann er aus dem Verhandlungsteam entfernt wird.


Or, damals 16, Yagil, damals 12, und Yair Yaacov, 59, s’’l, und seine Partnerin Meirav Tal, 54, wurden aus dem Kibbuz Nir Oz nach Gaza verschleppt. Yair und Meirav befanden sich während des Massakers im Schutzraum ihres Hauses, während sich die Jungen bei ihrer Mutter befanden. Yagil, der jüngere der Brüder, berichtete bei einer Veranstaltung auf dem Platz der Geiseln, er sei während der gesamten Zeit allein gewesen. Nur zwei Terroristen waren ständig bei ihm. «Ich war nervös, habe nichts gegessen. Ich habe die ganze Zeit geweint. Das muss ihnen auf die Nerven gegangen sein. Sie haben eine grosse Holzlatte genommen und mir gedroht, mich damit zu schlagen, wenn ich nicht aufhöre zu weinen», zitierte er seine Peiniger auf Arabisch. «Ich habe nicht aufgehört. Welcher 12-Jahre alte Junge kann verstehen, was da vor sich geht? Also habe ich weiter geweint, sie haben mich weiter geschlagen, bis ich vor Schmerzen schrie und rief ‘Stopp’!» Obwohl er frei ist, sagt Yagil, dass er seine Gefangenschaft immer noch spürt: „Die Fesseln an meinen Händen, die Verbrennungen, der Geruch von Rauch, die blauen Flecken am ganzen Körper.» Zwei Wochen, nachdem er mit seinem Bruder und Meirav im November 2023 freikam, erfuhr er, dass sein Vater das Massaker nicht überlebt hat und seine Leiche sich noch in Gaza befindet. «Bitte betet, kämpft, schreit», sagt er. „Wir werden nicht schweigen, bis mein Vater und alle Geiseln zurück sind.»
Al Jazeera und andere arabische Zeitungen berichten von erneuten Unruhen, die durch jüdische Siedler-Terroristen in einem Dorf in Samaria ausgebrochen sind. Ein Haus am Ortsrand von Deir Dibwan in der Nähe von Ramallah wurde angezündet und Steine wurden gegen die Einwohner des Ortes geworfen. Einige von ihnen mussten zur Behandlung der Wunden in Krankenhäuser eingeliefert werden. Wie leider üblich, gab es keine Festnahmen der Angreifer.
Die IDF konnte in der vergangenen Nacht einen 700 m langen Tunnel der Hamas zerstören. Er befand sich etwa 30 m unter der Erde und führte, wie man auf dem Video erkennen kann, durch dicht bebautes Gebiet. Die IDF hatte vor der Sprengung nochmals eine dringende Evakuierung der Region angeordnet. Eine Terror-Zelle, die dabei war, Sprengfallen zu installieren, wurde entdeckt und mit einem gezielten Drohnenangriff neutralisiert. In der Region von Khan Younis wurden in den letzten Tagen mehr als 100 terroristische Infrastrukturen zerstört.


Palästinensische Medien haben heute am frühen Vormittag berichtet, dass die IDF bei einer der drei Lebensmittel-Versorgungs-Punkte 31 Personen getötet und mehr als 150 verletzt habe. Die IDF gibt zwar zu, Schüsse abgegeben zu haben, betont aber, dass niemand verletzt, geschweige denn getötet wurde. Trotzdem werde man den Vorfall nochmals genau untersuchen. Auch im Netzarim-Korridor sei eine Person getötet und mehr als ein Dutzend verletzt worden. Die ‘Gaza Humanitarian Foundation’ erklärte, die Hilfsgüter seien ohne Zwischenfälle verteilt worden und die Berichte über Opfer seien unwahr und erfunden. Bilder einer Überwachungskamera belegen, dass es keinen solchen Angriff gab.
Wieder mal der Kaktus des Tages für Sara N. In einem Interview in der beliebten Sendung «My view with Lara Trump», moderiert von Lara Trump, der Ehefrau von Trumps’ Sohn Eric, bei Fox News, gab Sara N. einen Blödsinn nach dem anderen von sich. Zunächst muss man feststellen, dass ihr Englisch eine Katastrophe ist und dass es durchaus eine gute Investition gewesen wäre, es aufpolieren zu lassen. Der markanteste Lapsus kam, als Lara sie fragte, wie sie ihren Beruf und ihr Leben als Ehefrau des PM unter einen Hut brächte. Ihre Antwort: «I dictated myself for many many years…..» dictated statt dedicated……
Selbstverständlich lobte sie ihren Mann und Trump über den grünen Klee, rühmte die grossen Siege der IDF und fand sogar nur Mutterliebendes für ihre zwei Söhne. Von Avner wissen wir nicht viel, aber ob auch nur eine Charaktereigenschaft auf Yair zutrifft? Liebenswürdig, charmant, zielstrebig, gütig und intelligent seien sie, und sie hätten grossartige Dinge erreicht. Na ja, jede Mutter darf stolz auf ihre Kinder sein.
Dann lamentierte sie natürlich über den ‘Deep State’, der die Familien der Regierenden in den USA und in Israel verfolge. Gegründet und finanziert von linken ausländischen Eliten. Die die Schlüsselpositionen an massgeblichen Stellen besetzt hätten und das Justizsystem missbrauchen, um die gewählte Regierung zu untergraben. Überhaupt, das Justizsystem. Jeder einzelne der, sie nennt sie die ‘absurden’ Fälle, wegen denen Netanyahu vor Gericht steht, zerfällt. Davon ist Sara N. überzeugt. Offenbar gehört Sara N. mittlerweile zu den Verschwörungstheoretikern.

Ach ja, ganz am Ende fiel es Lara ein, dass da noch ein offenes Thema war: die Geiseln. Sara gibt gerührt bekannt, dass sie tagtäglich in Kontakt mit den Familien steht, ihnen hilft und sie unterstützt. Sie habe auch zahlreiche Briefe geschrieben, gemeinsam mit fünf Müttern von Geiseln. An den Papst, die Mutter des Emirs von Qatar und die Ehefrauen von Staats- und Regierungschefs. «Ich tue all dies als Ehefrau des Premierministers, als Mutter und als Psychologin“, schloss sie. Auffallend ist aber, dass die wenigen Treffen, die bekannt wurden, häufig in Schreiduelle ausarteten.
Es ist mir nicht möglich ihr irgendwelche Empathien zuzuschreiben!
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