18. Siwan 5785
Das iranische Aussenministerium hat die Atomverhandlungen mit den USA für ‘bedeutungslos’ erklärt, nachdem Israel die Angriffe gestartet hat. Esmail Baghaei gab allerdings noch nicht bekannt, ob die Gespräche am Sonntag fortgesetzt oder ob sie abgebrochen werden. «Israel hat alle roten Linien überschritten, indem es den kriminellen Akt des Angriffs ausgeübt hat.» Die USA hoffen noch auf eine Weiterführung der Gespräche.

Das iranische Militär gab die Namen der Nuklearwissenschaftler bekannt, die bisher den israelischen Angriffen zum Opfer fielen. Fereydoon Abbasi, Experte in nuklearer Technik; Mohammad Mehdi Tehranchi, Physiker; Akbar Motalebi Zadeh, Chemiker; Saeed Barji, Materialwissenschaftler; Amir Hassan Fakhahi, Physiker; Abd al-Hamid Minoushehr, Experte in Reaktor-Physik; Mansour Asgari, Physiker; Ahmad Reza Zolfaghari Daryani, Ingenieur und Ali Bakhouei Katirimi, Mechaniker. Die IDF betonte: «Alle Wissenschaftler und Experten, die eliminiert wurden, waren wichtige Wissensquellen für das iranische Atomprogramm. Sie waren Nachfolger von Mohsen Fakhrizadeh, dem «Vater des iranischen Atomprogramms, der angeblich 2020 von Israel ermordet wurde.»

Die IDF erklärt, dass sie weiter Nuklearanlagen, Forschungslabors und militärische Einrichtungen im Iran angreifen wird. Bisher wurden mehr als 150 Ziele getroffen. Der nächste Schritt wird es sein, Ziele in Teheran ins Visier zu nehmen. «Sollte der Iran zivile Ziele in Israel angreifen, wird Teheran brennen», verkündete VM Israel Katz.
Soeben gegen 11 Uhr vormittags hat der Iran erklärt, dass alle zivilen Flüge abgesagt wurden und der Luftraum bis auf Weiteres geschlossen bleibt. Der Libanon hingegen, der seinen Luftraum gestern geschlossen hatte, hat ihn gegen Mittag wieder geöffnet. Auch Jordanien hat seinen Luftraum wieder geöffnet und die zivilen Flüge wieder aufgenommen.
Etwa 200 Raketen wurden vom Iran im Laufe der Nacht in mehreren Wellen auf Israel abgeschossen. Etwa 25 % stürzten entsprechend dem Protokoll auf offenem Gelände ab, ohne Schaden anzurichten. Eine nicht näher bezifferte Zahl konnte nicht abgefangen werden und stürzte auf Gebäude in Ramat Gan, Tel Aviv und Rishon le Zion. Die IDF gab später an, dass das Frühwarnsystem der Heimatfront aufgrund einer Fehlfunktion nicht aktiviert wurde. Der Fehler wurde mittlerweile behoben.

Bei den Volltreffern wurden drei Israelis getötet und etwa 150 verwundet. Ein drei Monate altes Kind konnte aus den Trümmern eines Hauses geborgen werden.



Drohnenbilder zeigen das Ausmass der Zerstörung in Rishon le Zion und Ramat Gan.



Sieben Soldaten wurden beim Einschlag einer Rakete in Zentral-Israel verwundet und wurden zu Behandlung in ein Krankenhaus evakuiert.




Gegen 13 Uhr Ortszeit wurde die Anweisung, sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten, aufgehoben.
Gegen Mittag wurden zwei aus dem Iran heranfliegende Drohnen über dem Norden Israels abgefangen. Sie hatten zuvor den Alarm in Kiryat Shmona und den umliegenden Orten ausgelöst. Drei aus dem Jemen von Houthi-Terroristen abgeschossene Dohnen konnten vor Erreichen des israelischen Luftraums abgefangen werden, ohne dass der Alarm ausgelöst werden musste.
Der Iran meldete den erfolgreichen Abschuss von, wie er es nennt, zwei Aufklärungs- und Spionagedrohnen, die aus Israel kommend, iranisches Gebiet erreichten.
Zwei weitere hochrangige iranische Offiziere, Gholamreza Mehrabi, stv. Chef des militärischen Sicherheitsdienstes und Mehdi Rabbani, stv. Leiter des bewaffneten Arms der Revolutionsgarde, wurden bei israelischen Luftangriffen getötet.
Erneut behaupten gazanische Stellen, dass mindestens 15 Zivilisten von der IDF in der Nähe von Verteiler-Zentren erschossen wurden. Laut unbestätigten Zahlen wurden seit Beginn der Lebensmittel-Verteilung durch die GFH mindestens 274 Menschen erschossen und mehr als 2.000 verletzt. Die IDF hat zu Beginn des Monats Warnungen ausgegeben, sich nur zwischen 06:00 morgens und 18:00 abends den Zentren auf bewilligten Wegen zu nähern. Es gab tatsächlich einige Zwischenfälle, in denen Warnschüssen abgegeben wurden. Jedoch wurden keine Toten oder Verletzten gemeldet.
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