4. Tammus 5785




n den 30er-Jahren hiess es im ‘Deutschen Reich’ an fast allen öffentlichen Orten ‘Zutritt für Juden verboten’. Im Jahr 2025 findet man in Mailand vielerorts grosse Plakate «Israeli not welcome». Gleichgültig, ob nun wirklich Israelis oder vielleicht doch eher Juden gemeint sind, der Schrecken bleibt. Stadtrat Daniele Nahum aus Azione hat sie entdeckt und das Bild auf Insta veröffentlicht. «Mailand ist mit Plakaten mit der Aufschrift ‘Israelis sind nicht willkommen’ übersät. Unabhängig davon, wer die Regierungen der Staaten führt, ob sie demokratisch sind oder nicht, das Anbringen diskriminierender Plakate gegen eine beliebige Nationalität ist eine Aktion, die den Faschisten der 1930er-Jahre würdig ist. Ich werde diese Aktion bei allen zuständigen Stellen anzeigen. Wir melden dies natürlich auch der Amsa (?).» Bereits im Mai hatte ein einzelnes Schild in einem Ladengeschäft für Aufsehen gesorgt: «Israelische Zionisten sind nicht willkommen.» Der Eigentümer entfernte das Schild zwar, erklärte, nicht antisemitisch zu sein, sondern nur gegen den Krieg protestieren zu wollen.



Über Nacht randalierten Dutzende jüdische Siedler-Terroristen vor einer Militärbasis in Samaria und zerstörten dabei eine teure Sicherheitsanlage. «Der Bataillonskommandeur ist ein Verräter» war auf einem mitgeführten Schild zu lesen. Er hatte am vergangenen Freitag den Einsatz von Warnschüssen gegen randalierende jüdische Siedler-Terroristen befohlen, die zuvor eine Militärpatrouille angegriffen hatten. Die Terroristen warfen Steine, schlitzten Autoreifen auf und sprühten Pfefferspray in Richtung der Soldaten. Die zerstörte Anlage diente dazu, Terroranschläge zu verhindern und die Sicherheit der Bewohner zu gewährleisten. An der Anlage entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Grenzpolizisten setzten Blendgranaten ein, um die randalierende Menge zu zerstreuen. Es gab keine Festnahmen.
Der rechtsextrem-nationalistische Siedlerfreund Smotrich kritisierte für einmal seine jüdischen Siedler-Terroristen. «Kriminelle sind Kriminelle sind Kriminelle – an jedem Platz im Land. Gewalt gegen unsere geliebten Soldaten der IDF und die israelische Polizei sowie die Zerstörung von Eigentum sind verboten und überschreiten eine rote Linie. Die Polizei muss die Vorfälle untersuchen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.» Ganz anders reagiert er, wenn jüdischen Siedler-Terroristen auf Palästinenser losgehen, die werden in Ruhe gelassen…..
VM Israel Katz wird heute eine dringliche Sitzung mit Sicherheitsoffizieren einberufen, um die feigen Angriffe gegen Soldaten durch jüdische Siedler-Terroristen zu evaluieren. «Diese Attentate müssen sofort beendet werden. Wir werden alle notwendigen Massnahmen ergreifen und diese Gewalt vollständig ausmerzen. Niemand wird es wagen, die Hand gegen Soldaten der IDF und Angehörige der Sicherheitskräfte zu erheben», erklärt Katz in einer Stellungnahme.
Der libanesische Nachrichtensender LBCI berichtet, dass Syrien in den laufenden Verhandlungen mit Israel über einen Friedensvertrag nicht auf der Rückgabe der 1967 eroberten Teile des Golan besteht. Hingegen fordert Syrien, dass Israel das neue Regime unter Führung vom temporären Präsidenten Ahmad al-Sharaa anerkennt und sich aus jenen Teilen des Grenzgebirges zurückzieht, die es im Januar unter seine Kontrolle gebracht hat. Die Rückgabe des 1967 annektierten Golan war bisher immer das Hindernis bei den Friedensverhandlungen. Aussenminister Gideon Sa’ar hatte zuvor bei einer Pressekonferenz mit seiner österreichischen Kollegin Beate Meinl-Reisingner betont, dass der Golan in den Gesprächen mit Syrien nicht zur Diskussion stünde. Israel sei durchaus daran interessiert, die Abraham-Abkommen um weitere Staaten zu erweitern und nannte dabei Syrien und den Libanon.

Benny Gantz, Vorsitzender der Partei ‘Nationale Einheit’ forderte gestern Netanyahu auf, «eine Einigung zur Freilassung aller Geiseln zu erzielen, selbst wenn der Preis dafür ein langer Waffenstillstand ist. Unser Interesse ist es, alle Geiseln so schnell wie möglich zurückzubringen – und nicht, dies in einem weiteren stufenweisen Abkommen zu verzögern, bei dem jeweils einige der Geiseln als Pfand für die Hamas zurückbleiben», fährt Gantz fort. Auf die Frage nach dem Ansinnen von Trump, das laufende Strafverfahren gegen den Premierminister zu beenden, erklärt Gantz, dass «dies eine interne Angelegenheit des Staates Israel ist … und es keinen Raum für externe Interventionen oder Einflussnahme in dieser Angelegenheit gibt.» Yishar koach, Benny!
Der rechtsextrem-nationalistische Polit-Nebbich Smotrich hingegen warnt vor einer Vereinbarung, die zur Befreiung der Geiseln führen soll. «Ein Waffenstillstand und eine Vereinbarung zur Freilassung von Geiseln wird den Feinden Israels zeigen, dass der Weg, Israel in die Knie zu zwingen, nicht Raketen sind, nicht Atomwaffen … sondern vielmehr die Entführung von Juden. Es gibt keine grössere Gefahr für die Zukunft unseres Landes, als den Forderungen nach einem Waffenstillstand nachzugeben. Denn wenn Israel dem Druck von Entführungen nachgibt, wird jeder Jude, überall auf der Welt, in Gefahr sein.»

Sein nicht minder rechtsextremer Gesinnungs-Genosse Ben-Gvir war ausnahmsweise wieder einmal seiner Meinung. «Ich lehne ein weiteres Teilabkommen entschieden ab, das der Hamas einen Waffenstillstand, unbegrenzte Lieferungen, internationale Legitimität und vor allem Zeit verschaffen würde, sich zu erholen, sich zu bewaffnen, um IDF-Soldaten Schaden zuzufügen und weiterhin einige der Geiseln festzuhalten, um uns in Zukunft weiter zu erpressen», sagt er. «Wir müssen die Geiseln befreien, aber nicht auf Kosten der Sicherheit der israelischen Bürger. Sie müssen mit Gewalt befreit werden.» Sicher eine Möglichkeit, wenn man wüsste, wo sie sich befinden.
Sleepless in Washington. In einem mitternächtlichen Beitrag auf seiner Social-Media Plattform schrieb Trump: «Ich biete dem Iran NICHTS an, im Gegensatz zu Obama, der ihnen unter dem idiotischen ‚Weg zur Atomwaffe JCPOA‘ (der jetzt abgelaufen wäre!) Milliarden von Dollar gezahlt hat, und ich führe auch keine Gespräche mit ihnen, da wir ihre Atomanlagen vollständig ZERSTÖRT haben.» Angeblich hat die US-amerikanische Regierung darüber diskutiert, dem Iran Zugang zu einem zivilen Energieprogramm mit einer Unterstützung bis zu US$ 30 Milliarden zu ermöglichen. Das wies Trump weit von sich.
Obwohl die IDF gestern für den Norden des Gazastreifens einen umfassenden Evakuierungsbefehl gegeben hatte, sind offensichtlich nicht alle Bewohner des Gebietes der Anweisung gefolgt. Die vor Ort gebliebenen berichteten von einer der schlimmsten Nächte seit Beginn des Krieges. «Die Explosionen hörten nie auf; sie bombardierten Schulen und Häuser. Es fühlte sich an wie Erdbeben», sagt Salah, 60, Vater von fünf Kindern, aus Gaza-Stadt. «In den Nachrichten hören wir, dass ein Waffenstillstand bevorsteht, vor Ort sehen wir Tod und hören Explosionen.» Zahlreiche Panzer drangen in das Gebiet ein, Flugzeuge bombardierten mindestens vier Schulen. Hunderte Familien, die dort zuvor Zuflucht gesucht hatten, wurden unmittelbar vor den Angriffen nochmals aufgefordert, die Gebäude sofort zu verlassen. Laut Angaben der Hamas kamen bei den Angriffen mindestens 25 Personen ums Leben.
AI macht’s möglich! Auf den Strassen von Teheran flanieren: Netanyahu mit Sara N., Ministerin Gila Gamliel mit Ehemann und schlussendlich, Rezah Pahlavi jr. mit Ehefrau. Der Titel «Nächstes Jahr im freien Teheran». Nett gemacht, aber leider mit einem groben Fehler: die Frauen im Film sind alle noch immer verschleiert, ein Zustand, der ihnen nach dem Regimewechsel hoffentlich erspart bleibt.
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