12. Tammus 5785

Auch heute muss die IDF leider den Tod von fünf Soldaten bekanntgeben. Staff. Sgt. Meir Shimon Amar, 20, Sgt. Moshe Nissim Frech, 20, Staff Sgt. Noam Aharon Musgadian, 20, Staff Sgt. Moshe Shmuel Noll, 21, und Sgt. First Class (res.) Benyamin Asulin, 28, s’’l. Vier von ihnen dienten im ultra-orthodoxen ‘Netza Yehuda Bataillon’, Asulin war Mitglied der Gaza Nord Brigade. Die Infanteristen waren zu Fuss im Einsatz, als hintereinander drei Sprengsätze ferngesteuert in unmittelbarer Nähe gezündet wurden. Beim Versuch, die Betroffenen zu retten und zu bergen, kamen die Helfer unter Beschuss. Dabei wurden 14 Soldaten verletzt, zwei von ihnen schwer. Der tödliche Anschlag ereignete sich in Beit Hanoun im nördlichen Gazastreifen. Unmittelbar nach dem Vorfall wurden Drohnen und Hubschrauber vor Ort eingesetzt, um mögliche Entführungsversuche von Toten oder Verletzten durch die Hamas zu vereiteln.

Angesichts der zunehmenden Zahl von gefallenen Soldaten fordern Oppositionsführer Yair Lapid und Parteichef Yair Golan, dass der Krieg sofort beendet werden muss. «Im Interesse der Kämpfer, ihrer Familien, der Entführten und des Staates Israel: Dieser Krieg muss enden», erklärt Lapid.
Yair Golan appelliert ähnlich und postet auf X, Israel müsse «dringend einen umfassenden Geiselnahme-Deal umsetzen, unsere Brüder nach Hause bringen und den Krieg beenden.»
Der rechtsextrem-nationalistische Smotrich ist der gegenteiligen Ansicht. Israel müsse in Gaza weiterkämpfen, um «künftig kein weitaus grösseres Blutvergiessen mehr zu riskieren.»


Beim gemeinsamen Abendessen im ‘Blauen Salon’ des ‘Weissen Hauses’ war Erstaunliches zu beobachten. Was als kleines gemeinsames Essen angekündigt war, entpuppte sich als mehrfache Inszenierung der besonderen Art. 15 Männer und zwei Frauen sitzen am festlich gedeckten Tisch. Die Frau rechts neben Marco Rubio ist unbekannt. Die zweite ist…… Sara N., gekleidet in Giftgrün. Erwartungsvolles Schweigen. Dann erhebt sich Netanyahu und überreicht Trump ein Dokument.

«Herr Präsident, ich möchte Ihnen diesen Brief überreichen, den ich an das Nobelpreiskomitee geschickt habe. Darin werde ich Sie für den Friedenspreis nominieren. Sie haben ihn sich verdient und Sie sollten ihn auch bekommen.» Trump schaut mit unbewegter Miene zu, erhebt sich kaum, nimmt das Dokument entgegen und scheint es erstaunt zu lesen. Dann leicht stotternd: «Vielen Dank, das wusste ich gar nicht. Wow. Und das aus deiner Hand. Vielen Dank. Vielen Dank, Bibi.» Ende der Vorstellung. Freundliche Gesichter rund um den Tisch. Kein Applaus. Die Regie hat vergessen, den Einsatz zu geben. So können sich zwei Männer tief in die Augen schauen, die einmal behaupteten, beste Freunde zu sein und sich jetzt ziemlich ratlos gegenüberstehen, wie es mit der Männerfreundschaft weitergehen soll.







Politisch hat das Treffen nichts gebracht. Nicht die Waffenruhe mit der Hamas und keinen Neubeginn bei den Iran-Gesprächen. Bis jetzt hat Trump noch keines seiner grossmäuligen Wahlversprechen zum Thema ‘Krieg’ erfüllt.
Steve Witkoff erklärt, die Gespräche mit dem Iran würden in der kommenden Woche weitergeführt, der Iran erklärt, davon nichts zu wissen und auch nicht darum gebeten zu haben.
Da erscheint doch die Begründung für die Nobelpreis-Nominierung recht seltsam: «Trump schmiedet Frieden in einem Land und in einer Region nach der anderen.» Hier bewahrheitet sich wieder einmal der Spruch, dass Liebe blind macht.
Der IDF gelang es gestern mit zwei gezielten Drohnenangriffen zwei ranghohe Kommandanten der Terror-Organisation Hisbollah zu neutralisieren. Ali Abd al-Hassan Haidar war an der Planung eines grossen Überfalls auf Galiläa beteiligt. In den vergangenen Monaten, seit Beginn der Waffenruhe, war er intensiv beim Wiederaufbau der terroristischen Infrastruktur der Hisbollah tätig. Der Name des zweiten Opfers wurde noch nicht bekannt gegeben.

Das ‘Dina Projekt’ (s. gestern) wurde heute der First Lady Michal Herzog vorgelegt. De Bericht bestätigt, dass die Hamas während des Massakers vom 7. Oktober 2023 und auch während der Geiselhaft Vergewaltigung und sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe einsetzte. Damit ist der Tatbestand der ‘Verbrechen gegen die Menschlichkeit’ gegeben.

An der hauptsächlich von Frauen besuchten Präsentation nahm auch die ehemalige Geisel Ilana Gritzewsky, die Partnerin von Matan Zangauker, teil. Sie hat öffentlich über die sexuellen Übergriffe ihrer Entführer berichtet. «Dieser Bericht sagt die Wahrheit, wie sie ist – schockierend, schmerzhaft, aber notwendig.

Im Namen aller Betroffenen sind wir entschlossen, den Kampf fortzusetzen, bis ihre Schreie überall gehört werden und Gerechtigkeit geschieht. Wir tragen hier eine universelle Botschaft: Sexuelle Gewalt darf nicht als Kriegsmittel akzeptiert werden», sagt sie und macht auf die Notlage der verbleibenden 50 Geiseln aufmerksam, darunter Inbar Hayman, 29, die letzte weibliche Gefangene, die vermutlich tot ist.
Prof. Ruth Halperin-Kaddari, Rechtsexpertin an der Bar-Ilan-Universität, die den Bericht gemeinsam mit der pensionierten Richterin Nava Ben-Or und Oberst (res.) Adv. Sharon Zagagi-Pinhas, ehemalige Chefanklägerin der IDF, verfasst hat, betont: «Sexuelle Gewalt in Konflikten ist eine Waffe. Sie ist nicht zufällig, nicht nur gegen Einzelpersonen gerichtet und nicht ohne Absicht von oben. Es ist an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft sie als solche behandelt.»

Die sogenannten ‘humanitären Zonen’, in die sich Gazaner immer wieder evakuieren müssen, werden immer enger. Aufgrund von terroristischen Aktivitäten in Khan Younis wurde heute erneut ein Evakuierungsbefehl für weite Teile der Stadt ausgegeben.
Ein noch nicht genanntes Frachtschiff ist gestern erneut von den Houthi-Terroristen unter Beschuss genommen worden. Offenbar erlitt es grossen Schaden und treibt antriebslos im Roten Meer. Die ‘United Kingdom Maritime Trade Operation’ erklärt, dass das Schiff umgeben ist von kleineren Booten, von denen andauernde Angriffe gemacht werden. Von der Mannschaft des griechischen Frachters, der gestern schwer beschädigt in Djibouti ankam, sind entgegen ersten Aussagen zwei Matrosen bei den Angriffen der Houthis getötet worden.
Taha Abu Ayadeh, der am 7. Oktober 2023 für den Überfall auf die Tankstelle vom Kibbutz Magen verantwortlich war, wurde heute bei einem gezielten Angriff in Khan Younis neutralisiert. Die Sicherheitskameras der Tankstelle zeigen, wie die zwei israelischen Arbeiter unbemerkt von den Terroristen fliehen konnten. Sie versteckten sich zwei Stunden in einem Kühlraum, den die Terroristen nicht entdeckt hatten und konnten so das Massaker unverletzt überleben.
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