27. Aw 5785

UNWRA-Generalkommissar Philippe Lazzarini, ein notorischer Gegner von Israel und kein Freund vom Judentum, zeigt sich sehr besorgt: «Wir haben eine extrem geschwächte Bevölkerung, die mit einer neuen, gross angelegten Militäroperation konfrontiert sein wird. Viele werden einfach nicht die Kraft haben, eine neue Vertreibung zu überstehen. Viele von ihnen werden nicht überleben. Es handelt sich um eine künstlich herbeigeführte Hungersnot. Das ist Absicht. Lebensmittel werden als Kriegswaffe eingesetzt», sagte er. Lazzarini vergass, wie bei den UNO-Organen üblich, dass ein grosser Teil der Hilfslieferungen nicht zur Bevölkerung kommt, sondern vorher von der Hamas abgefangen und zu weit überhöhten Preisen auf dem Markt angeboten wird. Natürlich erst, wenn der eigene Bedarf der Hamas- und Djihad-Mitglieder gedeckt ist. Zum Thema ‘Wir haben keine Kraft mehr’ gibt es heute einen sehr guten Bericht in der NZZ.
Oppositionsführer Yair Lapid hat erneut betont, dass er mit seinen 24/120 Sitzen in der Knesset Netanyahu ein Sicherheitsnetz für jeden Geiseldeal anbietet. «Er muss dafür keine Gegenleistung bringen. Er muss sie [die Geiseln] nur heimbringen!» Auch MK Benny Gantz erwägt, mit der Regierung zu stimmen, wenn es dazu beiträgt, den Deal zu akzeptieren. Mit den Stimmen dieser drei Parteien wäre das Abkommen sicher. Da würde es auch nicht mehr stören, wenn der rechtsextreme Smotrich beschliesst, in diesem Fall aus der Regierung auszutreten, wie es auch sein ebenfalls rechts-extremer Kollege Ben-Gvir schon einmal während der letzten Waffenruhe praktiziert hatte. Im Gegenteil, wenn die beiden Parteien endlich weg wären, würde vieles sich zum Besseren wenden.
Bis Ende Dezember werden bis zu 5.000 Teilnehmer in bis zu 400 internationalen Delegationen in Israel erwartet. Das Ziel dieser ‘beispiellosen Initiative’ ist es, das immer schlechter werdende internationale Ansehen Israels in den Medien zu korrigieren. In den Jahren zuvor hat Israel nur 25 Delegationen empfangen. Die Kosten für das Projekt werden mit rund US$ 40 Millionen budgetiert. Sie sind Teil eines Gesamt-Budgets in Höhe von US$ 163 Millionen für ‘Hasbara-Aktionen’, das Aussenminister Gideon Sa’ar Ende letzten Jahres angekündigt hat. Mitglieder der Delegationen werden Regierungsvertreter, Gesetzgeber, Journalisten, Influencer, Akademiker sowie Persönlichkeiten aus den Bereichen Recht, Religion, Kultur und Sport sein, denen ein massgeschneidertes Programm angeboten werden wird. Man darf gespannt sein! Die Regierung hat so viel gefuscht, es wird schwierig werden. Das Projekt ist in der westlichen Welt ein einmaliger Vorgang.

Dies sind genau die Fehler, die passieren, wenn die Truppen überfordert und erschöpft sein: Dass es gestern etwa 18 Hamas-Terroristen gelang, aus einem bekannten und bereits teilweise zerstörten Tunnel in einem Militärlager aufzutauchen, ist schon schlimm genug. Dass es ihnen aber dann auch noch gelang, systematisch vorzugehen, zeugt von den mangelhaften Kräften der IDF. Von der gesamten Terrorgruppe wurden etwa acht innerhalb des Camps und in der unmittelbaren Umgebung neutralisiert, etwa sechs weitere konnten bis zum Stadtrand fliehen, bevor sie eliminiert werden konnten. Den übrigen gelang es, zurück in den Tunnel zu fliehen.
Die Türkei entwickelt sich immer mehr zu einem Nicht-Freund von Israel. Ich schreibe nicht ‘Feind’, weil das bisher doch zu weit gegriffen ist. Hafenbehörden aller Häfen in der Türkei haben damit begonnen, von jedem anlandenden Schiff eine Garantieerklärung zu verlangen, dass es weder eine Verbindung zu Israel hat noch über militärische oder gefährliche für Israel bestimmte Waren an Bord hat. Das türkische Verkehrsministerium gab noch keine Erklärung ab. Man beachte, dass die Türkei ein sicheres Rückzugsgebiet für die Hamas- und Djihad-Terroristen ist, das sie mit türkischen Pässen ausstattet. Mit einem einfach zu erhaltenen ‘Schengen-Visum’ können sie sich 90 Tage innerhalb von 180 Tagen in Staaten des Schengen-Raumes aufhalten. Wer zweimal innerhalb von drei Jahren das Schengen Visum genutzt hat, ohne auffällig zu werden, erhält problemlos ein EU-Visum für ein Jahr.


Heute wieder einmal ein ganzes Kakteenfeld. Diesmal für Dr. Rita Segantini und eine Krankenschwester namens Giulia Checcacci. Beide arbeiten in einem kommunalen Krankenhaus in der Toskana. Die beiden filmten sich dabei, wie sie Packungen, die eindeutig als Medikamente des grossen israelischen Generika-Produzenten ‘Teva’ identifiziert werden konnten, in den Müll werfen. Das Video erschien später in den sozialen Medien und löste dort heftige Kritik aus. Ob es sich bei den Packungen um volle oder leere Schachteln handelt, ist nicht bekannt. Ebenso wenig ist klar, ob es ihre privaten Medikamente sind oder ob sie aus dem Besitz des Krankenhauses stammen. Ein Kommentator twittert: «Das ist keine freie Meinungsäusserung – das ist Fanatismus. Wer lebensrettende Medikamente wegwirft, sollte keine medizinische Uniform tragen.» Ein anderer fügte hinzu: «Ich hoffe, Sie brauchen nie eine der lebensrettenden medizinischen Erfindungen Israels.»

Die beiden ‘entschuldigen’ sich später in einem zweiten Video: «Es war eine symbolische Geste für den Frieden. Wir wollten niemanden verletzen oder unseren Arbeitgeber in Mitleidenschaft ziehen. Es tut uns wirklich leid.» Segantini fügte hinzu, dass es sich bei den Artikeln nicht um von der Gesundheitsbehörde gekaufte Medikamente handelte, sondern um kostenlose Proben – wie Feuchttücher und Nahrungsergänzungsmittel –, die in den Müll geworfen, ‘aber sofort wieder entfernt’ worden seien. Sie betonte, dass die Aufnahmen ausserhalb der Arbeitszeit gemacht worden seien.
Die zuständigen Behörden der Toskana haben angekündigt, notwendige Massnahmen zu ergreifen. Hoffentlich mit der einzig richtigen Entscheidung: die sofortige Entfernung aus dem Dienst.
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