9., 10. und 11. Tishri 5786









Während des Yom Kippur-Gottesdienstes in der ‘Heaton Park Hebrew Congregation’ in Manchester kam es zu einem tödlichen Terror-Angriff. Ein angeblich amtsbekannter Mann fuhr zunächst sein Auto in eine Gruppe von Menschen, die vor der Synagoge standen. Bereits unmittelbar nach dem Aussteigen begann er, auf die Menschen einzustechen. Es gelang den Besuchern des Gottesdienstes, den Terroristen am Eindringen in die Synagoge zu hindern. Vor dem Beginn des Gottesdienstes wurden Fenster und Türen sorgfältig verschlossen. Der Tod des Terroristen wurde erst nach einigen Stunden bekannt gegeben, weil der Verdacht bestand, dass er eine Sprengstoffweste trug. Zur Sicherheit wurde ein Bomben-Entschärfungs-Roboter eingesetzt. Der Verdacht stellte sich aber als hinfällig heraus. Leider sind zwei jüdische Opfer und vier Verletzte zu beklagen. Drei weitere Verdächtige wurden festgenommen. Am späten Donnerstagabend wurde der Name des Terroristen bekannt gegeben: Jihad Al-Shamie, 35, ein britischer Bürger mit syrischen Wurzeln. Bei den beiden Opfern handelt es sich um Adrian Daulby, 53, und Melvin Cravitz, 65, s’’l. Eines der beiden Opfer wurde aller Wahrscheinlichkeit nach irrtümlich von der Polizei erschossen.
In Berlin wurden am Freitag drei mutmassliche Mitglieder der Hamas Terror-Organisation festgenommen. Das Trio soll dabei gewesen sein, einen grossangelegten Terroranschlag zu planen. Bei ihnen wurde eine AK-47 sowie verschiedene Pistolen und eine beachtliche Menge an entsprechender Munition gefunden. Die palästinensische Terror-Organisation Hamas lehnt jede Verbindung zu den ‘drei Individuen’ ab.

Nachdem die Hamas vorgestern, am Mittwoch, unmittelbar nach dem Erhalt des Trump-Vorschlages noch behauptet hat, man ‘tendiere dazu, ihn anzunehmen, obwohl er in einigen Punkten Ungerechtigkeiten aufweise’[1], hiess es gestern Donnerstag, wieder einmal, sie werden ihn «wahrscheinlich ablehnen, da dieser den Interessen Israels diene und die Interessen des palästinensischen Volkes ignoriere.» Die Hamas hatte erklärt, einige Tage zu benötigen, um den Plan ‘ernsthaft und verantwortungsvoll’ zu überprüfen, woraufhin Trump ihnen einen Zeitrahmen von drei bis vier Tagen eingeräumt hatte. Gegen Mittag erklärte ein nicht genannter Sprecher, dass nach Besprechungen mit der Türkei, Ägypten und Katar noch einige Punkte angepasst werden müssen. Dazu benötige man mindestens zwei bis drei Tage. Bisher gebe es sowohl Unterstützer des Trumps-Plans innerhalb der Hamas als auch solche, die den Plan ablehnen. Der de facto Führer der Hamas in Gaza, Izz al-Din Haddad, hat gestern Donnerstag, am Nachmittag durch Mediatoren an Trump ausrichten lassen, die Hamas werde den vom ihm vorgelegten Plan ablehnen. Am heutigen Freitag erklärte die Hamas erneut, mehr Zeit zu benötigen, um den Vorschlag zu beantworten.

Der Palästinensisch-Islamische-Djihad verlangt einige grundsätzliche Änderungen am von Trump vorgelegten Plan. Insbesonders wird ein klarer Zeitplan betreffend den Abzug der IDF aus Gaza verlangt.
Die IDF hat in der Nähe von Ramallah ein umfangreiches Waffenlager zerstört. Es gehörte zu einer Gruppe von Terroristen, die im September verhaftet worden waren. Die Befragung der Terroristen hatte der IDF den Hinweis auf das Lager gegeben, wo sie Waffen für den Einsatz gegen Israel vorbereiteten. Ein Teil der Waffen und Raketen wurde zu weiteren Untersuchungen vorbereitet, der Rest wurde vernichtet.
Mit der Kontrolle über den Netzarim-Korridor durch die IDF, der Gaza de facto in Nord- und Süd-Gaza trennt, ist es den Zivilisten nicht mehr möglich, in den Norden des Gazastreifens zurückzukehren. Der Weg aus der nun endgültig umzingelten Stadt in den Süden ist nach wie vor geöffnet. Er führt allerdings durch einige Kontrollpunkte. VM Katz erklärte, die Zivilisten hätten nur mehr ein kurzes Zeitfenster, bevor auch der Weg geschlossen wird.









Die ‘Global Sumud Flotilla’, die in den frühen Abend-Stunden am Donnerstag die israelischen Gewässer erreichen wird, will ihren Kurs, trotz ‘Einschüchterungen’ durch die IDF, nicht ändern. In der Nacht auf Mittwoch hatten sich angeblich mehrere Boote ohne Positionslichter genähert, darunter zumindest ein israelisches Kriegsschiff, das sie einige Male ‘aggressiv umkreist habe’. Ein weiteres militärisches Patrouillenboot hätte einen grossen Scheinwerfer auf sie gerichtet, gleichzeitig seien alle Kommunikationssysteme an Bord ausgefallen. Italien und Griechenland haben Israel aufgefordert, «die Sicherheit aller Teilnehmer zu garantieren und jede konsularische Hilfestellung zu gewährleisten.» Gleichzeitig fordern sie die Aktivisten auf, Kompromisse einzugehen und die Hilfsgüter der Katholischen Kirche zu übergeben, die sie in Gaza verteilen werden. Sie sollen unbedingt eine Konfrontation mit Israel vermeiden. Bisher wurde dies von den Aktivisten vehement abgewiesen. «Wir sehen es als Teil unserer Mission, die Blockade, die ungesetzlich ist, zu durchbrechen.»
Am frühen Abend erreichten die ersten Boote der Flotilla israelisches Hoheitsgebiet. Nach einem letzten Aufruf, den Kurs zu ändern, begann die israelische Marine damit zunächst das Flaggschiff ‘Alma’ sowie die ‘Adara’ und ‘Sirius’ zu übernehmen. Im Laufe der Nacht wurden 41 der 42 Boot übernommen, mindestens vier weitere blieben aufgrund von technischen Problemen zurück. Zahlreiche Aktivisten warfen ihre Handys ins Wasser, wohl um zu verhindern, dass verräterische Kontakte ihre Verbindungen zur Hamas belegten. Ein letztes Boot ist noch unterwegs in Richtung Gaza.
Am frühen Donnerstagvormittag erreichten die Boote den Hafen von Ashdod. Alle Aktivisten sind bei guter Gesundheit. Von Ashdod aus werden sie in ihre Heimatländer deportiert.
Am heutigen Freitagvormittag wurde auch das letzte Boot der Flotilla von der israelischen Marine ’eingefangen’ und nach Ashdod gebracht. Das Boot hatte in Larnaca einen Zwischenstopp eingelegt, um aufzutanken.
Mehr als 250 Aktivisten wurden bereits aus Israel ausgeflogen. Nachdem die Polizei die Boote der Flotilla untersucht hat, gab Polizei-Sprecher Dean Elsune bekannt, dass keinerlei Hilfsgüter an Bord waren.
Die nächste Flotilla mit neun Booten ist unterwegs! Sie segelte am Mittwoch mit etwa 100 Aktivisten an Bord von Italien los und ankert derzeit südlich von Kreta.
Keines der Boote konnte die Küste von Gaza erreichen. Die Blockadezone vor Gaza war von Israel und Ägypten eingerichtet worden, um den Schmuggel von Waffen und Bauteilen von Raketen und Waffen nach Gaza zu verhindern.
Die Hamas bezeichnete die Manöver der Marine als «Akt der Piraterie und maritimen Terrors gegen Zivilisten. Die Übernahme in internationalen Gewässern sowie die Verhaftung von Journalisten und Aktivisten stellt einen weiteren Rekord der bereits begangenen Verbrechen durch Israel dar.»
Auch die Türkei beschuldigte Israel «einen Terror-Akt, noch dazu in internationalen Gewässern», ausgeführt zu haben. «Die Flotilla, die humanitäre Hilfsmittel nach Gaza bringen will, abzufangen, stellt eine schwere Verletzung des internationalen Rechts dar und gefährdet das Leben unschuldiger Zivilisten.»
Die grösste italienische Gewerkschaft hat für Freitag einen Generalstreik vorgeschlagen. Damit soll die Unterstützung der Flotilla und ihrer ‘Mission’, Hilfe nach Gaza zu bringen, ausgedrückt werden.
Während die Marine damit begann, die Boote der Flotilla zu entern, wurden fünf Raketen aus dem Gazastreifen auf Ashdod abgeschossen. Vier von ihnen konnten abgefangen werden, eine stürzte auf offenem Gebiet ab.
Das IRK sieht sich gezwungen, alle Operationen in Gaza vorübergehend zu stoppen und ihre Mitarbeiter abzuziehen. Nur die beiden Büros in Deir al-Balah und Rafah bleiben weiterhin geöffnet, um der Zivilbevölkerung Hilfestellungen anzubieten. Das IRK begründet den Schritt mit zunehmenden Feindseligkeiten ihnen gegenüber.
Unmittelbar nach dem Ende von Yom Kippur errichteten rechtsextreme Siedler mit der Unterstützung von MK Limor Son Har-Melech unter dem Namen ‘Gaza-Pioniere’ ein Zeltlager und einige improvisierte Laubhütten auf dem Gebiet der ehemaligen Siedlung ‘Nisanit’ an der nördlichen Grenze zu Gaza. Die Siedler-Aktivisten wollen mit der Aktion gegen den ‘gefährlichen Trump-Plan’ demonstrieren und verlangen die ‘sofortige jüdische Besiedlung von Gaza’.

Den Kaktus des Tages vergebe ich an den Bürgermeister der italienischen Stadt Reggio Emilio, Marco Massari und die UN-Sonderberichterstatterin Francesa Albanese. Massari hatte Albanese auf Wunsch der Bürger die Ehrenbürgerschaft verliehen und bei der Hommage erklärt: «Das Ende des Völkermords und die Freilassung der Geiseln sind notwendige Voraussetzungen für die Einleitung eines Friedensprozesses.» Albanese darauf: «Der Bürgermeister hat sich geirrt und etwas gesagt, das nicht wahr ist. Frieden braucht keine Bedingungen. Ich verurteile den Bürgermeister nicht. Ich vergebe ihm. Aber er muss mir versprechen, dass er so etwas nicht mehr sagt», und fuhr dann fort: «Wir sollten die Terroristen nicht rechtfertigen, aber sie verstehen und fragen, was sie wollen. Die Geschichte wird sich an sie als diejenigen erinnern, die es geschafft haben, Palästina ins Zentrum der Diskussion zu bringen. Sie sind die Inspiration für eine globale Revolution.» Stimmt, die Palästinenser haben den Terror globalisiert! Albanese ist das Parade-Beispiel, wie die UNO hinter dem Terrorismus der Hamas steht und ihn immer wieder fördert. Massari, dessen Worte durchaus richtig waren, erhält den Kaktus dafür, dass er nach Albaneses Einspruch unter den Buh-Rufen seiner Bürger (oder ihrer Anhänger) einknickte und beteuerte, sich vielleicht ‘unvollständig ausgedrückt zu haben’.
[1] «Hamas is leaning towards accepting a peace proposal for Gaza, put forward by Donald Trump, that would see the terror group hand over their weapons. «
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