12. Tishri 5786
Noch in der Nacht auf Samstag hielt Netanyahu eine Notfallsitzung ab, an der die Chefs der Sicherheitsorganisationen, VM Israel Katz und Strategieminister Ron Dermer teilnahmen. Die beiden rechtsextremen Minister und Parteivorsitzenden Ben-Gvir und Smotrich, die für den Fall der Beendigung des Krieges ihren Austritt aus der Regierung angedroht hatten, waren nicht eingeladen.
Netanyahu steht nun vor einem echten Dilemma. Die Hamas hat den Vorschlag von Trump angenommen. Nicht ohne Wenn und Aber, aber immerhin, sie haben ihn angenommen. So sieht es jedenfalls Trump und hat deshalb sofort Order an Netanyahu erteilt, die Kämpfe in Gaza einzustellen.
Hier die von Trump veröffentlichte Antwort der Hamas auf den von ihm vorgelegten Plan:

Jeder soll sich daraus selbst ein Bild bilden. Ich erkenne ein klares und lautes ‘Jein’.
Personen aus dem engsten Umfeld Netanyahus sehen die Reaktion der Hamas als ‘hauptsächlich negativ’ an. Das gilt vor allem für Netanyahu selbst, der gezwungen wurde, der Stimme seines Meisters zu folgen.
Das Büro des PM teilte noch in der Nacht mit: «Angesichts der Reaktion der Hamas bereitet Israel die sofortige Umsetzung der ersten Phase von Trumps Plan zur unverzüglichen Freilassung aller Geiseln vor.» Man werde weiterhin eng mit Trump und seinem Team zusammenarbeiten, um den Krieg «gemäss den von Israel festgelegten Grundsätzen, die mit der Vision von Trump übereinstimmen, zu beenden.»

Es muss hier festgehalten werden, Israel hat gar nichts festgelegt, Trump hat aufgezwungen.
Unter anderem, sofort mit der Offensive zur Eroberung von Gaza aufzuhören. «Israel muss sofort die Bombardierung von Gaza einstellen, damit wir die Geiseln sicher und schnell befreien können! Derzeit ist das viel zu gefährlich. Wir befinden uns bereits in Gesprächen über die auszuarbeitenden Details. Hier geht es nicht nur um den Gazastreifen, sondern um den lang ersehnten Frieden im Nahen Osten», schrieb Trump weiter. «Aufgrund der soeben von der Hamas veröffentlichten Erklärung glaube ich, dass sie zu einem dauerhaften Frieden bereit sind.»
Angeblich wird am Sonntag die erste Runde der Gespräche zwischen Israel und der Hamas im ägyptischen Resort Sharm el-Sheikh am Roten Meer stattfinden. Das berichtet Kanal 12. Ägypten wird auch einen Ort für inner-palästinensische Gespräche vorschlagen, bei denen über die Zukunft des Gazastreifens beraten werden soll. Das Hauptthema wird dabei die zukünftige Verwaltung des Gebiets sein. Darin dürfte einer der Knackpunkte der Verhandlungen liegen. Während der Trump-Plan klar betont, dass es keine, wie immer geartete Einbeziehung der Hamas in die zukünftige Verwaltung geben werde, besteht die Hamas nach wie vor genau darauf.
UN-Menschenrechts-Rat Chef Volker Turk ist überzeugt «Das ist eine klare Möglichkeit für alle Teilnehmer, den Krieg in Gaza zu beenden sowie ein andauerndes Einstellen der Feindlichkeiten.»
PA-Präsident Dr. Mahmoud Abbas liess ausrichten, dass «wir diese Aussagen als Signal verstehen, willens zu sein, alle Geiseln zu befreien und ein konstruktives Herangehen an das sensible Thema zuzusagen. Das erfordert das höchste Mass an staatlicher Verantwortung.» (Die ihm völlig fehlt!)
Der arabisch-sprechende IDF-Sprecher Avichay Adraee warnte palästinensische Zivilisten, die versuchen, aus dem Süden wieder in den Norden des Gazastreifens zurückzukehren. Das Gebiet nördlich von Wadi Gaza ist nach wie vor eine ‘gefährliche Kampfzone’. Auch wenn die aktiven Angriffe eingestellt sind, heisst das nicht, dass es keine Kämpfe mehr gibt. Die IDF wird weiterhin reagieren, wenn sie eine Bedrohung erkennt.
EU-Chefin Ursula van der Leyen begrüsst ebenfalls die Zustimmung der Hamas. «Die Hamas hat ihre Bereitschaft, die Geiseln freizulassen und auf der Basis dieses Vorschlages weiter zu verhandeln, zugestimmt. Dieser Moment muss ausgenutzt werden.»
Die Familienangehörigen der noch in Gaza festgehaltenen Geiseln sind beunruhigt, dass das Abkommen noch torpediert werden könnte. Einav Zangauker sagte: «Ich weiss, dass Ben Gvir, Smotrich und Netanyahu alles tun werden, um meine Chancen, Matan zu umarmen, zu sabotieren, solange wir uns näher kommen», sagt sie. «Dies sind entscheidende Tage. Die Saboteure der Verhandlungen bereiten sich darauf vor, Netanyahu unter Druck zu setzen. Wir müssen uns ihnen wie eine Mauer entgegenstellen», sagt sie und betont, dass die derzeitige Chance nicht vertan werden darf. «Wir können uns nicht nur auf Trump verlassen. Ich rufe die Bürger des Landes auf – alle, die die Rückkehr der Geiseln unterstützen, alle, die ein Ende des Krieges und die Rückkehr der Soldaten unterstützen – mit uns auf die Strasse zu gehen!»
137 Aktivisten der Flotilla, darunter 36 Türken sowie Bürger aus den USA, VAE, Algerien, Marokko, Italien, Kuwait, Libyen, Malaysia, Mauretanien, der Schweiz, Tunesien und Jordanien wurden heute mit einem Sonderflug der ‘Turkish Airlines’ aus Israel nach Istanbul ausgeflogen. Unter anderen befinden sich noch 15 Italiener in Israel. Sie werden in der kommenden Woche deportiert. Unter den Aktivisten befindet sich u.a. die Erbin der Familie, die im WKII ‘ZyklonB’ hergestellt hat sowie ein Enkel von Nelson Mandela, für den sich südafrikanische Bürger eingesetzt haben.

Der Kaktus des Tages geht heute an Greta Thunberg. Die 22 Jahre alte selbsternannte Retterin der Welt, sei es für den Klimaschutz oder auch für die Palästinenser, ist einfach nur dumm. Ein Windei. Vor dem Abflug, andere nennen es Deportation aus Israel, gab sie noch schnell ein Interview:
G: Es war sehr beunruhigend. Weil, die Menschen wurden in Israel nicht gut behandelt. Ich durfte mich noch nicht einmal verabschieden. Ich wusste noch nicht einmal, was geschah. Es gab viele Probleme.
Rep.: Wenn du sagst, sie wurden nicht gut behandelt, was genau meinst du damit?
G: well….
Rep.: Kannst du uns das etwas genauer erklären?
G: Es war offensichtlich. Es war sehr entwürdigend.
Rep.: ä…..
G.: Aber ich muss es natürlich betonen, das alles war nichts gegen das, was die Palästinenser durchmachen.
Rep.: Wie ist das abgelaufen, als ihr in Ashdod ankamt, gab es da Gewalt?
G: Nein, ich möchte nicht in Details gehen……. darüber……wir kamen an und wurden festgenommen………..
Sie kamen, offensichtlich mit nichts, als ihrem festen Willen, Stunk zu machen und unglaublich viel Geld zu verbrennen. Vorgesehen war nur Provokation erwiesenermassen im Auftrag der Hamas.
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