Die erste Phase der Waffenruhe – Tag 14

2. Cheshwan 5786

„Wir sind kein Protektorat!“ „Aber ja doch, wir erlauben euch zu sagen, dass ihr kein Protektorat seid!“ (Netzfund)

Marco Rubio gab ebenso wie vor ihm JD Vance, seine offizielle Pressekonferenz im temporären US-amerikanischen Stützpunkt ‘Civil-Military Coordination Center’ (CMCC) im Süden Israels. Er erklärte, Washington und seine Partner sähen die historische Mission in der Aufrechterhaltung der Waffenruhe. Gemeinsam würden sie daran arbeiten, Hilfsgüter zu liefern und die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe vorzubereiten. Etwa 200 US-amerikanische Soldaten sollen die Waffenruhe und später den Waffenstillstand in Gaza überwachen. «Die Umsetzung des Plans wird kein gradliniger Weg werden, es wird Höhen, Tiefen und Wendungen geben.» Dieser Satz scheint von der Pressestelle in Washington vorbereitet worden zu sein, vorgestern kam er völlig gleichlautend von JD Vance an dieser Stelle und auch Witkoff und Kushner hatten ihn schon benutzt. «Aber ich denke, wir haben viele Gründe für einen gesunden Optimismus hinsichtlich der erzielten Fortschritte.» Die allerdings suche ich derzeit noch vergebens! «Es werden immer mehr Mitarbeiter des US-Aussenministeriums und verwandter Einrichtungen im CMCC präsent sein, deren Zahl weiter wachsen wird, um Personal für Aufgaben wie Notfallmassnahmen und die Koordinierung humanitärer Hilfe bereitzustellen.» Rubio hielt aber auch fest, dass sich westlich der ‘gelben Linie’ immer noch eine bewaffnete Terror-Organisation befindet, die gnadenlos und erbarmungslos gegen die eigene Bevölkerung vorgeht. Darüber, so fordert Rubio, müsse mehr in den Medien berichtet werden.

Rubio betonte, dass Israel niemals eine ‘Erlaubnis’ brauche, um die Kämpfe wieder aufzunehmen, wenn es zu einer erneuten Bedrohung durch die Hamas kommen sollte. Jedoch dürfe es keine eigenmächtigen Planänderungen vornehmen. Der Trump-Plan geniesst eine breite Anerkennung in der Region und sei ‘der beste und der einzige Plan’. «Ich glaube nicht, dass dies etwas mit Erlaubnis oder Ähnlichem zu tun hat. Es geht im Grunde genommen darum, dass wir alle entschlossen sind, diesen Plan zum Erfolg zu führen. Es gibt keinen Plan B. Dies ist der beste Plan. Es ist der einzige Plan. Es ist ein Plan, von dem wir glauben, dass er erfolgreich sein kann. Es ist ein Plan, von dem wir glauben, dass er der Weg zum Erfolg ist», sagt er.

Auch Alon Ohel kehrte am heutigen Vormittag aus dem Rabin Medical Center zu seiner Familie nach Lavon im Norden zurück. Alon wurde während des Musik-Festivals entführt. Während der Geiselhaft ist er auf einem Auge nahezu erblindet, weil eine Verletzung durch Schrapnell-Splitter nicht behandelt wurde.

Diese 13 toten Geiseln befinden sich leider immer noch in Gaza,

Die IDF neutralisierte mit einem gezielten Drohnenangriff einen Hisbollah-Terroristen in seinem Pkw in der süd-libanesischen Stadt Toul. Weitere Informationen wurden noch nicht bekannt.

Vier Flugzeuge der Schweizerischen Rettungsflugwacht sind am Mittag in Amman Richtung Schweiz gestartet. An Bord befinden sich etwa 20 verletzte Kinder aus dem Gazastreifen, die von insgesamt etwa 80 Verwandten begleitet werden [jedes Kind darf bis zu vier Personen mitbringen]. Zwei Flüge werden in Zürich landen, einer in Genf und einer in Lugano. Nachdem die Schweizer Rega nur über drei Air-Jets verfügt, könnte das vierte Flugzeug zur französischen ‘Airlec Air’ gehören. Die Flugroute musste angepasst werden, um den israelischen Luftraum zu vermeiden. Die Kantone Basel-Stadt, Tessin, Wallis und Genf haben bisher ihre Bereitschaft bekundet, die hilfsbedürftigen Kinder aufzunehmen. Der Kanton Aargau hingegen hat wegen Sicherheitsbedenken die Aufnahme ebenso wie Bern, Thurgau und Zug abgelehnt. In Zürich machte man aus dem humanitären Akt ein Politikum, die Entscheidung des Regierungsrates stand am Nachmittag noch aus. Nur um es festzuhalten: Nach dem 7. Oktober hat sich die Schweiz nicht um die schwerverletzten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen gekümmert.

Neuste Information: Die Gruppe bestand aus 10 Erwachsenen, 12 Kindern unter 10 Jahren und 12 Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren. Die 7 verletzten Kinder werden nach der Landung in der Schweiz umgehend in Universitäts- und Kantonsspitäler in den Kantonen Genf, Waadt, Tessin, Basel-Stadt, Luzern und St. Gallen gebracht.

Die Fakten, was bei der Vorbereitung zum Wiederaufbau von Gaza auf uns alle zukommt, werden von Tag zu Tag sichtbarer. Mehr als 61 Millionen Tonnen Trümmer verteilen sich vor allem in ehemals dicht besiedelten Gebieten auf der Oberfläche. Das entspricht einem Gewicht von 170 New York’s Empire State Building oder 169 kg Trümmer pro qm. UNOSAT-Aufnahmen vom 23. September 2025 zeigen, dass etwa 83 % aller Gebäude beschädigt oder zerstört sind. Allein 61 Millionen Tonnen Trümmer entstanden zwischen April und Juli 2025, hauptsächlich im Gebiet von Rafah und Khan Younis. Man schätzt, dass vor allem in den alten Flüchtlingslagern 4.9 Millionen Tonnen Trümmer mit Asbest kontaminiert sind, weitere 2.9 Millionen Tonnen könnten mit hochgiftigem Industriemüll verseucht sein. Ganz zu schweigen von den Toten, die unter den Trümmern begraben sind und den Ratten, die sich in den Tunnelsystemen eingenistet haben.



Kategorien:Israel, Politik

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