7. Cheschwan 5786

Erneut muss die IDF leider den Tod eines Soldaten bekanntgeben. Master Sgt. (res.) Yona Efraim Feldbaum, 37, s’’l, wurde gestern Opfer der Hamas. Feldbaum arbeitete mit seinem schweren Bau-Gerät an einem Gebäude in Rafah, welches von Scharfschützen der Terroristen unter Beschuss kam. Feldbaum wurde dabei tödlich getroffen. Kurz darauf beschossen die Terroristen ein gepanzertes Fahrzeug der IDF. Dabei entstand kein Schaden. Der Vorfall fand östlich der Gelben Linie statt und damit im Gebiet, das von der IDF kontrolliert wird.

Wie gestern erwartet, wurde heute der Gesetzesentwurf in der vorläufigen Lesung mit 59:44 Stimmen angenommen, der die Befugnisse des GStA auf drei separate Rollen aufteilt. Zwei weitere ähnliche Gesetze wurden ebenfalls mit 61:41 und 61:46 vorläufig angenommen. JM Levin bezeichnete das herrschende Rechtssystem als ‘durch und durch korrupt’. Ok, das mag seine Meinung sein. Wir Bürger sind aber nicht dumm! Die Abstimmung verlief heute nur deshalb so, weil man zuvor den ultra-orthodoxen Parteien erneut Zugeständnisse gemacht hat. Die rabbinischen Gerichte dürfen ihre Befugnisse erweitern, wenn es um Unterhaltsfälle geht. Herr Levin, wie bezeichnet man das? Politische Korruption, ist es nicht so?


Die IDF griff zwischen gestern Abend und heute Morgen mehr als 30 Ziele der palästinensischen Terroristen-Organisation Hamas an. Die Gesundheitsbehörde der Hamas erklärte, dass bei den Angriffen mehr als 100 Personen getötet wurden. Trotzdem verkündete die IDF um 10:00, dass ab sofort die Waffenruhe wieder gilt, nachdem die Hamas sie mehrfach verletzt hatte. Man werde aber auf jeden Angriff heftig reagieren. VM Katz drohte sowohl den ‘Terroristen im Anzug’ als auch denen, ‘die sich in den Tunnel verstecken’. Es gebe für beide Gruppen kein Pardon: «Jeder, der die IDF-Soldaten angreift und die Hand gegen sie erhebt, wird den vollen Preis zahlen.»

Eine seltene Kritik an der Hamas kam heute vom katarischen PM Sheikh Mohammed Abdulrahman al-Thani. Er hielt fest, dass die Hamas mit ihrem gestrigen tödlichen Angriff auf die IDF eine Verletzung der Waffenruhe begangen habe. «Das ist für uns sehr enttäuschend und unangenehm. Was gestern passiert ist, war ein Verstoss. Es war allen klar, dass Israel darauf reagieren werde. Beide Seiten haben anschliessend ihren Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass die Waffenruhe eingehalten wird.» Die Hamas hatte erklärt, dass sie keinen Kontakt zu der Gruppe hat, die den Angriff durchgeführt hat. «Für uns spielt es keine Rolle, wer was getan hat, für uns ist es wichtig, dass dieses Ereignis nicht zum Scheitern des Abkommens führt», sagt Al-Thani. Dennoch sagt Al-Thani, dass die Vermittler die Hamas und alle palästinensischen Fraktionen im Gazastreifen dazu drängen, «zu einem Punkt zu gelangen, an dem sie anerkennen, sich zu entwaffnen.»
Dass Netanyahu schnell wieder zur Waffenruhe zurückgekehrt ist, bringt den rechtsradikalen Ben-Gvir zu unkontrollierten Wutanfällen. «Wenn PM Netanyahu beschliesst, das Ziel, die Hamas zu entwaffnen, aufgibt, wird diese Regierung kein Existenzrecht mehr haben», betonte er und fuhr fort: «Schon wieder haben die Hamas-Mörder einen Soldaten während der Waffenruhe ermordet und schon wieder hat der PM es vorgezogen, den Vorfall durch eine ‘ausgewogene Reaktion’ zu beenden und sofort zur Waffenruhe zurückzukehren und humanitäre Lieferungen zuzulassen.»
Der katarische PM Mohammed bin Abdurahman al-Thani kritisiert Israels Behandlung von palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen. Er beruft sich dabei und das ist ein Skandal, auf Videos, die im Netz frei verfügbar sind, die den rechtsradikal-extremen Ben-Gvir zeigen. Die Videos zeigen Szenen, wie der für Gefängnisse zuständige Minister palästinensische Gefangene verhöhnt und demütigt. Der Skandal ist, dass ein Minister, der sein Amt so grob missbraucht, dieses überhaupt noch ausüben darf. «Das ist etwas, das angesprochen werden muss. Israel sollte für das, was in seinen Gefängnissen mit den Palästinensern geschieht, zur Rechenschaft gezogen werden.
»Ich weiss nicht, ob jemand von Ihnen hier die Videos sieht, die Minister Ben Gvir von den Gefangenen dort dreht. Das ist sehr unmenschlich, und ich denke, dass dies in der heutigen Welt für niemanden akzeptabel sein sollte», fügt al-Thani hinzu.

Tzur Goldin, Zwillingsbruder des 2014 getöteten und anschliessend in die Tunnelsysteme des Gazastreifens verschleppten Hadar Goldin, s’’l, ist sicher, dass die Hamas die Fundorte der restlichen 13 toten Geiseln ganz genau kennt. «Falls die Geiseln nicht mehr im Laufe dieses Krieges befreit werden, werden sie gar nicht mehr befreit werden. Statt einem Hadar Goldin, wird es dann 13 Hadar Goldins geben.» Die grössten Bedenken der Familie sind, dass sich das Szenario von 2014 wiederholt. Nach dem Krieg legte Israel und die USA das Geiselthema zu Seite. «Jetzt liegt es an den USA und an Israel, Druck auf die Hamas auszuüben, sich an das Abkommen zu halten. Die Hamas hat kein Problem mit Informationen, sie haben ein Problem mit der Motivation.»
Die 154 freigelassenen Palästinenser, die zwei angenehme Woche im ‘Renaissance Hotel’ in Kairo verbrachten, mussten ihr Quartier wechseln. Die 154 sind als ‘sehr gefährlich’ eingestufte Terroristen, die einer Gruppe von 250 Gefangenen angehören, die wegen tödlichen Terror-Anschlägen zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Die Luxusunterbringung kostete pro Tag geschätzte US$ 39.000. Jetzt logieren sie in einem anderen, namentlich noch nicht bekannten 5* Hotel in einem weniger beliebten Gebiet von Kairo. Es verfügt ebenfalls über Luxus-Infrastrukturen. Die ehemaligen Gefangenen dürfen keine Ausflüge mehr in die Stadt unternehmen. Ihre Besucher, also auch ihre nachgereisten Familien, werden streng kontrolliert. Die NGO ‘OneFamily’, die sich um Familien von israelischen Terroropfern kümmert, erklärte, dass «die Berichterstattung der Daily Mail der Welt die moralische Absurdität vor Augen führt, dass Mörder verwöhnt werden, während Familien jeden Tag mit einem unendlichen Verlust konfrontiert sind. Wir hören von vielen Familien, dass sie ein tiefes Gefühl von Schmerz und Demütigung empfinden, dass genau die Mörder, die ihr Leben zerstört haben, Fünf-Sterne-Bedingungen geniessen», sagte er. Nota bene: Wer die Kosten für das Luxusleben zahlt, wird bisher totgeschwiegen.



Erneut haben jüdische Siedler-Terroristen einen pogromähnlichen Überfall auf eine Liegenschaft eines Arabers, Mahmoud Dramin, im Gebiet der ‘Hebron Hügel’ gemacht. Sieben oder acht Terroristen zerbrachen alle Scheiben und sprühten Tränengas ins Haus. Die Familie befand sich im Gebäude. Sicherheitskameras zeigten, dass sie auch die Scheiben der Autos zerstörten. Bevor sie mit Golfwagen davonfuhren, töteten die Terroristen noch sechs der Schafe und verletzte vier weitere schwer, dass sie getötet wurden. Vier Familienmitglieder mussten im Spital behandelt werden. Die Polizei nahm den Vorfall auf, hat aber noch nicht reagiert. Wie immer, die Akten werden in den Schränken vergessen werden.
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