Die erste Phase der Waffenruhe – Tag 36

24. Cheschwan 5786

Die Trump, Trump & Kushner Inc. will schon wieder im grossen Waffen- und Immobiliengeschäft mitmischen. Im Vorfeld zum Besuch des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman (MbS) in Washington in der kommenden Woche denkt Trump darüber nach, Saudi-Arabien mit F-35 Tarnkappen Kampf-Jets auszustatten. «Sie wollen viele dieser Jets kaufen. Ich schau’ mir das an. Sie haben mich gebeten, das anzuschauen. Sie wollen eine Menge von ’35’ kaufen, aber, ja, auch noch mehr, andere Kampf-Jets.» Der Besuch von MbS sei mehr als ein einfacher Besuch, wir ehren sie damit. Nach wie vor hofft Trump, dass die Saudis seinen geliebten Abraham Accords beitreten werden und nach wie vor knüpft MbS daran einen konkreten Plan zur palästinensischen Staatsgründung als Voraussetzung.

Die Immobilien Pläne betreffen ein US$ 63 Milliarden Projekt, das die saudische Stadt Diriyah in ein Luxus-Resort, ganz nach den Vorstellungen der Resort-affinen Trumps verwandeln soll. Vorgestellt wurde das Projekt während des Besuches von Trump in Riyad. Jerry Inzerillo, langjähriger Freund von Trump und hochrangiges Mitglied im Planungsrat von Diriyah sagte: «Noch ist nichts wirklich spruchreif, aber bald wird es so weit sein.  .» Es sei seine Glanzidee gewesen, Trump das Projekt vorzustellen und «er liebte es sofort.» Politik und Geschäftsbeziehungen, das sei die Essenz für Trump und seine Familienmitglieder. Eric, Trump jr. hält sich mit der Beantwortung von Fragen bedeckt. Für Trump, Trump & Kushner Inc. ein tolles Geschäft. Eigentümer der Giga- Projekte ist der Staat SA, für die Amerikaner fielen im vergangenen Jahr US$ 21,9 Millionen Lizenzgebühren ab. Ein Teil davon floss direkt in Trumps Privatschatulle……

Der Iran bestätigt, dass seine Revolutionsgarden gestern einen Tanker entführt haben. ‘United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO)’ und die private Sicherheitsfirma Ambrey berichteten, dass das unter der Flagge der Marshall Islands segelnde Frachtschiff ’Talara’ auf einmal den Kurs wechselte. Der Frachter hatte Al Hamriyah in den VAE in Richtung Singapur verlassen. Offenbar hatten Iraner das Schiff geentert. Nach einer Kontrolle der Ladung gaben sie bekannt, dass es sich um nicht erlaubtes Frachtgut handelt. Sie übernahmen die Kontrolle des Frachters und segelten weiter in Richtung Iran. Weder vom Iran, noch von den griechischen Schiffseignern ‘Columbia Shipmanagement’ gab es weitere Kommentare.

Das Forum für Familien von Geiseln und Vermissten wird heute Abend eine Demonstration durchführen, bei der die ehemaligen Geiseln Guy Gilboa-Dalal und Maxim Herkin sowie Ayelet Goldin, Schwester von Hadar Goldin, s’’l, Noam Katz Rudaeff, Tochter von Lidor Rudaeff, s’’l und Ruby Chen, Vater von Itay Chen, s’’l sprechen werden. Sie fordern die sofortige Rückgabe der noch in Gaza zurückbehaltenen toten Geiseln, Dror Or, Ran Gvili und Sudthisak Rinthalak, s’’l.

Der UN-Sicherheitsrat hat mit einer 13:0 Abstimmung einer Resolution zugestimmt, die die Fortsetzung der Sanktionen gegen die Houthi-Terroristen vorsieht. Auch die Bemühungen für ein Waffenembargo gegen die Terror-Organisation sollen verstärkt werden. Sie Sanktionen werden damit bis 14. November 2026 verlängert. Auch die Einreiseverbote ‘gegen zehn der ranghöchsten noch lebenden Houthi-Führer werden aufrechterhalten. China und Russland als ständige Mitgliedsstaaten enthielten sich der Stimme.

In einer von den USA und anderen Ländern (Katar, Ägypten, Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Indonesien, Pakistan, Jordanien und Türkei) in den UN-Sicherheitsrat eingebrachten Erklärung heisst es, dass eine Resolution zu Errichtung einer internationalen Stabilisierungstruppe verabschiedet werden muss. «Wir betonen, dass dies eine aufrichtige Bemühung ist und dass der Plan einen gangbaren Weg zu Frieden und Stabilität nicht nur zwischen Israelis und Palästinensern, sondern für die gesamte Region bietet», heisst es in der gemeinsamen Erklärung weiter. «Wir freuen uns auf die rasche Verabschiedung dieser Resolution.» Trump selbst hat zu seinem eigenen Plan betont, dass er ‘noch nicht weiss, ob er sich für eine Zwei-Staaten-Lösung entscheiden werde’. Der in dem Schreiben geforderte Plan einer Stabilisierungstruppe findet nicht bei allen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates Zustimmung. Russland und China haben gefordert, dass der ‘Friedensrat’, der unter Vorsitz von Trump installiert werden soll, völlig aus der Resolution gestrichen wird. Die beiden ständigen Mitglieder haben im Rat ein Vetorecht. Der US-Botschafter an der UNO, Mike Waltz, erklärte, dass eine Nicht-Annahme der Hamas in die Hände spielen und den Krieg wieder aufflammen lassen werde. «Jede Weigerung, diese Resolution zu unterstützen, ist entweder eine Stimme für die Fortsetzung der Herrschaft der Hamas-Terroristen oder für die Rückkehr zum Krieg mit Israel, wodurch die Region und ihre Bevölkerung zu einem ewigen Konflikt verdammt werden», schrieb Waltz am Freitag in der Washington Post. Die New York Times berichtete, dass Steve Witkoff ein zweites Treffen mit Hamas-Chef Khalil al-Hayya plant, um den Fortschritt in der Waffenruhe zu diskutieren. Ein Datum steht noch nicht fest.

Der erste heftige Wintersturm hat heute auch Gaza erreicht. Die Zelte, die unterhalb der Steilküste in der Nähe der Wasserlinie aufgestellt sind, wurden von den hoch aufgehäuften Wellen teilweise oder auch ganz geflutet. Einige der nur unzulänglichen Zeltdächer wurden vom Sturm zerrissen. Auch in den als Provisorium gedachten Zeltstädten in der Mawasi Region entlang der Küste mussten die durch Sturm und Regen entstandenen Schäden, so gut es ging, beseitigt werden. Die UNO und Israel beschuldigten sich gegenseitig, vorhandene Hilfsgüter nicht in den Gazastreifen zu bringen. Der Sprecher von COGAT betonte jedoch: «Wir haben am Donnerstag rund 1.000 neue Zelte in Gaza verteilt , sowie Winterkleidung, etwa 7.000 Decken und 15.000 Planen, um uns auf den Winter vorzubereiten.» Von der UNWRA hörte man, es seien genügend Unterkünfte und andere Hilfsgüter vorhanden, die nur darauf warten in den Gazastreifen zu kommen.



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