5. Tewet 5786


Vor dem Haus von Yifat Tomer-Yerushalmi, der ehemaligen militärischen GStA in Ramat HaSharon, demonstrierten am frühen Morgen rechtsextreme Aktivisten derart laut, dass Nachbarn sich über den Lärm beschwerten. Einer der Nachbarn wurde mit dem Megafon geschlagen, mit dem er versucht hatte, zu den Demonstranten vorzudringen. «Wir haben es der Polizistin gemeldet, und sie hat beschlossen, nur einen von ihnen festzunehmen, während sie den anderen erlaubt hat, weiter zu demonstrieren», behauptet er. Die Demonstrationen begannen, nachdem bekannt wurde, dass gegen Tomer-Yerushalmi demnächst formell Klage erhoben werden soll. Sie gilt als Hauptverdächtige im Fall Sde Teiman. Sie selbst hat zugegeben, der Veröffentlichung des fraglichen Videos, das angeblich die Misshandlung eines palästinensischen Gefangenen durch Reservisten zeigt, zugestimmt zu haben. Die politische Rechte Israels sieht darin einen weiteren Beweis für die Korruption innerhalb des Justizsystems, während sie erklärt, mit der Veröffentlichung genau diesen Vorwürfen zuvorkommen zu wollen. Also in guter Absicht gehandelt zu haben.
Er kämpft gegen Windmühlenflügel, weil er sie für übergrosse Feinde hält. Die Rede ist von Don Quijote. Er kämpft gegen sich selbst, weil er sich selbst am meisten im Weg steht. Die Rede ist von VM Israel Katz, dem Ritter von der traurigen Gestalt. Bei einer Konferenz der rechten Online Zeitung ‘Makor Rishon’ wiederholt er, was er gestern bereits gesagt und später zurückgezogen hat: «Israel wird sich niemals vollständig aus dem Gazastreifen zurückziehen – es wird auch nach dem Übergang zur zweiten Phase eine bedeutende Sicherheitszone innerhalb des Gazastreifens geben, wenn die Hamas ihre Waffen abgibt, um die Sicherheit innerhalb des Gazastreifens zum Schutz der israelischen Gemeinden zu gewährleisten», und er fuhr fort: «Wenn die Hamas sich nicht selbst entwaffnet, werden wir es tun», sagt Katz. Der Verteidigungsminister behauptet, dass es dem Iran gelingen werde, alle möglichen Waffen nach Gaza zu schicken, «wenn Israel auch nur einen Tag lang keine Kontrolle über den Philadelphi-Korridor zwischen Gaza und Ägypten hat.» Im Übrigen habe er nie etwas zurückgenommen, denn: «Rückgängig machen ist etwas, was ich nur beim Autofahren mache.» Katz ist nicht nur unfähig und dumm, er richtet auch grossen Schaden für Israel an.
Jüdische Siedler-Terroristen haben in zwei voneinander unabhängigen Vorfällen das palästinensische Dorf Deir Jarir angegriffen. Das erste veröffentlichte Video zeigt drei maskierte Angreifer, die im Bereich des Dorfeingangs Steine werfen. Auf dem zweiten Video sind zwei unmaskierte Siedler-Terroristen zu sehen, die an einer anderen Stelle mit einer Schusswaffe auf Bewohner des Dorfes zielen. Ein junger Palästinenser wurde durch einen Stein leicht verletzt. Zum Zeitpunkt der Angriffe befanden sich Soldaten der IDF in der Nähe, griffen aber nicht ein.

Im Dorf Sa’ir, in der Nähe von Hebron wurde gestern Abend ein palästinensisches Kleinkind von einem Stein verletzt. Der Stein wurde durch eine Scheibe im Gebäude geworfen. Das Kind musste zur medizinischen Weiterbehandlung in ein Krankenhaus evakuiert werden. Während die IDF keine Schritte gegen die Siedler-Terroristen unternahm, wurden von der Polizei fünf Personen festgenommen.
IDF und Shin Bet gaben bekannt, bei einem Angriff im Libanon einen hochrangigen Kommandanten der exterritorialen iranischen Quds-Truppe 840 eliminiert zu haben. Die Quds-Truppe ist Teil der iranischen Revolutionsgarden. Bei dem Drohnenangriff sind zwei Personen ums Leben gekommen. Hussein Mahmoud Marshad al-Jawhari ist in den vergangenen Jahren an Anschlägen gegen Israel massgeblich beteiligt gewesen. Die Einheit 840 ist ursächlich für die Terroraktivitäten des Iran gegen den Staat Israel verantwortlich.
Shawqi Abu Nasira, Anführer der Anti-Hamas-Miliz ‘Free Homeland Forces’ beschwerte sich, von Hamas-Terroristen in seinem Haus im Osten von Khan Younis überfallen worden zu sein. Seine Frau und sein Sohn wurden entführt und befinden sich seit Montag in der Gewalt der Hamas. Geld, eine Gasflasche und Sonnenkollektoren wurden bei dem Überfall gestohlen. «Ich weiss nicht, ob das Rechtsstaatlichkeit oder Diebstahl ist», sagt er in einem Interview vom Dienstag mit dem Anti-Hamas-Nachrichtenportal Jusoor News. Die Hamas Einheit 103, die gegen Gazaner vorgeht, die mit Israel kollaborieren, bestätigte den Vorfall und gab an, im Haus NIS 700.000 (US$ 220.000) gefunden und ‘sichergestellt’ zu haben. Das Geld sei, so die Hamas, auf dem Weg zu Sabotagegruppen im Gazastreifen gewesen.





Am 7. Oktober 2023 rannte Segev Kalfon, 27, um sein Leben. Er hatte mit Freunden auf dem Musik-Festival in Re’im getanzt, als das Massaker begann. Augenzeugen berichteten, dass er es schon fast geschafft hätte, auf der anderen Strassenseite in Sicherheit zu sein, als die Hamas-Schlächter ihn entdeckten und ihn nach Gaza verschleppten. Dort litt er bis zum Oktober dieses Jahres, als er zusammen mit den letzten 20 lebenden Geiseln freigelassen wurde. In einem Interview mit ‘Radio Kan’ berichtete er von 738 Tagen in den Händen der Hamas. Immer wieder sei er durch heftigen Beschuss der IDF gefährdet gewesen. «Sie haben mich so oft bombardiert», sagte Kalfon, «dass ich an einen Punkt kam, an dem ich mir sagte: ‚Grossartig, wenn ich nicht durch die Hand der Hamas sterbe, sterbe ich vielleicht durch einen Unfall, durch die Hand meiner eigenen Armee.» Es kam soweit, dass er den Schutz des Tunnel suchte, fast ohne Luft, heiss, feucht und dunkel. Sobald Ben-Gvir stolz berichtete, die Haftbedingungen der palästinensischen Gefangenen wieder verschärft zu haben, nahmen die Strafmassnahmen und die Folter der Hamas-Schlächter zu. Manchmal habe er überlegt, Selbstmord zu begehen. Dann habe er, nach 16 Monaten in Geiselhaft, die Stimme seiner Mutter im Radio gehört. Er hörte, wie sie sich für seine Freilassung einsetzt. Ab dem Zeitpunkt wollte er überleben.
Seit seiner Freilassung hinterfragt er immer mehr, warum die Politiker nichts getan haben, um sie, die Geiseln, zu befreien. «Wenn sie mich befreit hätten, hätten sie den Krieg beenden müssen – sie wollten mich nicht befreien, weil sie den Krieg zu ihrer obersten Priorität gemacht haben, noch vor Menschenleben», warf Kalfon ihnen vor. «Wo bleibt die religiöse Verpflichtung zur Befreiung von Gefangenen?», sagte er. «Ihr seid eine rechtsgerichtete Regierung. Wo sind all die religiösen Menschen, die in der Knesset sitzen?»
Kalfon kritisiert die Regierung scharf, dass sie den überlebenden Geiseln keine vollständige Invalidenrente zugestehen. «Selbst jemand, der nur einen Tag in Gefangenschaft verbracht hat, hat das Recht, für den Rest seines Lebens mit einer Kokosnuss in der Hand am Strand von Mexiko zu sitzen – und die Regierung muss dafür aufkommen.» Im vergangenen Monat lehnte die Koalition einen Gesetzentwurf ab, der von einem Oppositionsabgeordneten vorgelegt worden war und für allen freigelassenen Geiseln und ihren Familien ein Hilfspaket in Höhe von 4 Millionen NIS (1,2 Millionen Dollar) gewährt hätte. Es ist eine Schande, wie Israel mit den Geiseln und den Familien umgeht, die einen oder mehrere Menschen verloren haben.

Die Rose des Tages geht heute an Hillel Neuer von UN-Watch. Dank seiner unermüdlichen Einsätze hat die ‘Georgetown University Institute for the Study of International Migration’ die unerträgliche UN-Sonder-Berichterstatterin Francesca Albanese aus ihren Reihen gelöscht. Sie war dort ein Jahrzehnt als assoziierte Wissenschaftlerin tätig. Albanese, die die Angriffe der Hamas gerechtfertigt und geschrieben hat, dass «Amerika von der jüdischen Lobby unterworfen wird», ist die erste UN-Beamtin in der Geschichte, die von Regierungen wie Kanada, Deutschland und Frankreich wegen Antisemitismus und Holocaustleugnung verurteilt wurde. Der Rauswurf erfolgte umfassend. Ihre Biografie wurde ebenso gelöscht, wie ihr Name und ihr Bild aus archivierten Seiten. Hillel Neuer hatte der Universität einen 60-Seiten langen Bericht vorgelegt, der Albaneses Besessenheit gegen Juden und Israel belegt.

In einem kürzlich geführten Interview machte Albanese die US-Sanktionen für die Entscheidung der Georgetown University verantwortlich, sie zu entlassen. «Das ist ein Verrat! Ich hatte eine Verbindung zu einer US-amerikanischen Universität. Ich habe dort Vorlesungen gehalten. Jetzt ist alles weg.» NEBBICH!!!!!
Neuer begrüsst den Schritt natürlich: «Dies sendet eine wichtige Botschaft. Führungspositionen bei den UN gewähren keine Immunität vor der Rechenschaftspflicht, und Universitäten dürfen nicht als Zufluchtsort für diejenigen dienen, die ihre Plattformen missbrauchen, um Hass zu schüren. Georgetown hätte niemals Beziehungen zu einer berüchtigten Hamas-Unterstützerin unterhalten dürfen, aber schliesslich haben sie das Richtige getan. Der UN-Generalsekretär muss nun die Glaubwürdigkeit seiner eigenen Institution verteidigen. António Guterres sollte Francesca Albaneses pro-Hamas-Rhetorik öffentlich zurückweisen und ihre Entlassung fordern. Alles andere würde den Anspruch der UNO, Hass, Extremismus und Terrorismus zu bekämpfen, ad absurdum führen.» Yishar koach, Hillel!

Nota bene: Auf der Textseite wird Albanese als ‘Internationale Rechtsanwältin’ bezeichnet. Sie selbst hat mittleriweile, so Hillel Neuer, zugegeben, dass sie das Studium nie abgeschlossen hat und daher auch über keinerlei Lizenz verfügt!
Hinterlasse einen Kommentar