23. Tewet 5786
Nachdem hochrangige Offiziere der US-Army Trump mitgeteilt haben, dass sie noch Zeit brauchen, um einen Angriff auf den Iran zu starten, scheint das Thema zunächst vom Tisch zu sein. Bis zum kommenden Wochenende soll Trump einen Überblick erhalten, welche Möglichkeiten bestehen, um auf die tödlichen Ausschreitungen gegen Protestierenden zu reagieren. Trump hatte immer wieder betont, die USA stünden bereit, den Iranern zu helfen, sobald es Tote gibt. Mittlerweile gibt es 544 bestätigte und weitere 579 unbestätigte Todesfälle und 10.681 Festnahmen.
Eine erste Sitzung soll morgen stattfinden. Diskutiert werden als mögliche erste Schritte: Militärschläge, der Einsatz geheimer Cyberwaffen gegen iranische Militär- und Zivilobjekte, weitere Sanktionen gegen die iranische Regierung und die Stärkung regierungsfeindlicher Quellen im Internet, berichtete das Wall Street Journal. Trump habe die Vorschläge erhalten, aber noch keine Entscheidung getroffen. Mohammad Bagher Qalibaf, ein iranischer Hardliner, drohte Israel, das er ein ‘besetztes Gebiet’ nannte, damit, nicht bis zu einem Angriff zu warten: «Im Falle eines Angriffs auf den Iran werden sowohl das besetzte Gebiet als auch alle amerikanischen Militärzentren, Stützpunkte und Schiffe in der Region unsere legitimen Ziele sein», sagte Qalibaf. «Wir sehen uns nicht darauf beschränkt, nach der Tat zu reagieren, sondern werden auf der Grundlage objektiver Anzeichen einer Bedrohung handeln.» Das ist nichts anderes als eine schlecht verstecke Drohung, die Israel sehr ernst nehmen muss.
Kronprinz Reza Pahlavireagierte auf mehr oder weniger offen ausgesprochene Wünsche einiger Gruppen, ihn zum Nachfolger seines Vaters einzusetzen: «Meine Aufgabe ist es, diesen Übergang zu leiten, um sicherzustellen, dass nichts unversucht bleibt, dass in voller Transparenz die Menschen die Möglichkeit haben, ihre Führer frei zu wählen und zu entscheiden», sagte er. Pahlavis Engagement für die Einführung der Demokratie in seinem Heimatland, das er vor mehr als 50 Jahren verliess, lässt vermuten, dass er nicht an einer Rückkehr zum Status quo vor der Revolution interessiert ist. Sein Vater regierte das Land nach einem von den USA unterstützten Staatsstreich, Persien von 1953 bis 1979 mit eiserner Faust. Die Demokratie hatte auch unter ihm keine echte Chance.





Mittlerweile zeigen schockierende Bilder aus dem Iran, wie hoch die Todesrate in Wirklichkeit sein könnte. Die Aufnahmen entstanden in der Nähe von Kahrizak, dem forensischen Institut von Teheran. HRANA, eine Menschenrechts-NGO des Irans zeigt Leichensäcke, die mit Trucks angeliefert wurden. Familienangehörige versuchen herauszufinden, ob sich Familienangehörige unter den Toten befinden oder diese zu identifizieren. Die Bilder der Ermordeten werden auf einem Bildschirm gezeigt, daneben die Nummer des Leichensacks. Es ist ein trauriges, ein makaberes Bild! Bei den Beisetzungen der Ermordeten sind iranische Sicherheitskräfte anwesend und feuern Tränengas auf die Trauernden. In der Nähe des ‘Grossen Bazaars’ suchen Hinterbliebene nach dem zurückgelassenen Hab und Gut ihrer Lieben.
https://www.en-hrana.org/wp-content/uploads/2026/01/day-15-protest.mp4?_=1
Ein hochrangiger israelischer Beamter erklärte gegenüber Kanal 12, dass die Geschichte des iranischen Regimes vorbei ist. «Es wird so lange dauern, wie es dauert, aber es wird nie wieder so werden, wie es einmal war.» Er geht davon aus, dass es nicht nur Wochen dauern wird, bis das Regime gestürzt ist, sondern, dass es Monate dauern kann. Im Gegensatz zu den bis zu 1.000 vermuteten Opfern geht er sogar bereits von mehr als 2.000 Toten aus. Weil die Zugänge zum Internet und Telefon gesperrt sind, können keine Zahlen verifiziert werden.
Die VAE haben angekündigt, sämtliche Stipendien zu streichen, die an Studenten der Emirate gehen, die in Grossbritannien studieren wollen. Als Grund für diesen Schritt wird angegeben, dass sie Angst haben, ihre Studenten könnten dort von der Muslim-Bruderschaft indoktriniert und radikalisiert werden. Die VAE, die ein autokratisch geführtes muslimisches Land sind, geben sich relativ moderat, um finanzkräftige Investoren aus der ganzen Welt anzulocken und den Golf-Staat in einen wirtschaftlichen Super-Staat zu formen. Die Emirate sehen die Muslim-Bruderschaft als Bedrohung an und haben westliche Staaten aufgefordert, sie als Terror-Organisation einzustufen.

Generalstabschef Eyal Zamir stellte einen Mehrstufenplan vor, mit dem die IDF sich nach dem zwei Jahre dauernden Krieg wieder neu aufstellen und rehabilitieren soll. Der Plan wird bis zum 1. April ausgearbeitet und unmittelbar nach Pessach ab dem 8. April umgesetzt werden. Die Erkenntnisse der Fehler vom 7. Oktober 2023 werden in den Plan eingearbeitet. Das Budget wird US$ 100 Milliarden für die kommenden zehn Jahre betragen. Neben herkömmlichen Waffen sollen auch vermehrt Roboter, Cyber- und KI-Technologien zum Einsatz kommen.
Die Hamas gab an, ihre ‘Regierungsbehörden’ angewiesen zu haben, ihre Machtbefugnisse an das palästinensischen Technokraten-Team, welches von Trump im Laufe der Woche benannt werden soll, zu übergeben. Gleichzeitig, noch vor dem Beginn des WEF am 19. des Monats, will Trump die Zusammensetzung des ‘Friedensrates’ unter seiner Führung bekanntgeben. Der Friedensrat soll das Technokraten-Team beaufsichtigen. Bisher sind weder vom einen noch vom anderen Namen der Teilnehmer bekannt. Deshalb ist es derzeit auch noch recht ungefährlich für die Hamas, einen solchen Schritt anzukündigen. Hamas-Sprecher Kassem erklärte: «Diese Entscheidung ist eindeutig und endgültig, und es gibt auch Anweisungen, den Erfolg der Arbeit dieser palästinensischen Behörde im Einklang mit dem übergeordneten nationalen Interesse und dem Plan zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen zu erleichtern.» Trotzdem, allein die Ankündigung ist ein nie dagewesener Gedanke in die richtige Richtung,
Es müsste doch eine Möglichkeit geben, Yair N. an einer massgeblichen Stelle im Umfeld seines Vaters zu positionieren. Wenn es schon bei der World Zionist Organization nicht geklappt hat, dann wurde jetzt schnell eine andere Position gesucht. Und gefunden. Am Sonntag wurde er ohne Wahl (!) zum Mitglied des Zentralkomitees der Likud Partei ernannt. Die Wahlen fanden bereits im November statt, er stand auf keiner Wahlliste. Das Zentralkomitee ist innerhalb der Knessetgremien das mächtigste Organ der Regierung und für die Genehmigung wichtiger politischer Entscheidungen und interner Regeln zuständig. Das Gremium nimmt direkten Einfluss auf die Kandidatenliste der Partei. Yair N. ist der rechtsextreme Brandstifter der Familie, der sich immer wieder zu innen- und aussenpolitischen Themen äussert. Als im November rechte Kommentatoren Sara und Yair N. wegen angeblicher Einmischung in politische Angelegenheiten kritisierten, nahm Netanyahu seinen ‘first son’ sofort in Schutz. «Yair sieht sich feindseligen Angriffen ausgesetzt, kämpft aber aus tiefer patriotischer Liebe zum Land Israel, zum Volk Israel und zu unserem Staat weiter für die Gerechtigkeit unseres Weges.» Seine Eltern machen sich sicher Sorgen um sein berufliches Fortkommen und haben ihm jetzt den Weg auf einen guten Listenplatz geebnet. Ein Grund mehr, zu hoffen, dass der Likud die Wahl verliert! Ob er von Miami aus via Zoom an den Sitzungen teilnimmt, ist noch nicht klar.





Die IDF hat seit Beginn der Waffenruhe im Oktober 2025 mehr als 2.500 Gebäude in Gaza zerstört. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf Satellitenbilder in ihrer heutigen Ausgabe. Der Grossteil der Gebäude befand sich demnach auf der von der IDF kontrollierten Seite des Gazastreifens. Gemäss Aussagen der IDF sind zahlreiche Gebäude zusammengestürzt, als die darunterliegenden Tunnel gesprengt wurden. Shaul Arieli, Kommandant der Gaza-Truppen im Jahr 1990 beklagt: «Das ist keine selektive Zerstörung mehr, das ist einfach nur mehr Zerstörungswut.»
Housam al-Astal, Anführer des anti-Hamas’Counterterorism Service’ gab bekannt, heute einen hochrangigen Hamas-Früher, getötet zu haben. Der Terrorist war demnach Polizeichef von Khan Younis und auch verantwortlich für die Region al-Mawasi. Er habe »viele Menschen auf der Strasse getötet und Morde an unserem Volk begangen.» Während der Aktion wurden zwei weitere Hamas-Terroristen getötet, ein dritter wurde festgenommen.
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