5. Adar 5786

Ayatollah Ali Khamenei hat Ali Larijani, 67, das hochrangigste Mitglied des Sicherheitsapparates beauftragt, für die Sicherheit der Islamischen Republik Iran zu sorgen, falls er, Khameni, ermordet werden sollte. Seit seiner Ernennung führt Larijani de facto das Land und hat Präsident Masoud Pezeshkian weitgehend ausgeschaltet. Larijanis Aufgabengebiet ist in den vergangenen Wochen permanent gewachsen. Er war zuständig für die Niederschlagung der tödlichen Proteste im Dezember/Januar und pflegt enge Kontakte zu den Verbündeten Russland, Katar und Oman. Zu seinen Einsatzgebieten gehört die Überwachung der Atomgespräche in Washington. «Wir sind in unserem Land bereit. Wir sind definitiv mächtiger als zuvor. Wir haben uns in den letzten sieben, acht Monaten vorbereitet. Wir haben unsere Schwächen gefunden und behoben. Wir suchen keinen Krieg und wir werden keinen Krieg beginnen. Aber wenn sie uns dazu zwingen, werden wir reagieren.» Larijani stammt aus einer politischen und religiösen Elitefamilie und war 12 Jahre lang Parlamentspräsident. Im Jahr 2021 wurde er mit den Verhandlungen über ein umfassendes strategisches Abkommen mit China im Wert von mehreren Milliarden Dollar mit einer Laufzeit von 25 Jahren beauftragt. Obwohl Larijani das volle Vertrauen von Khamenei geniesst, zählt er nicht zum Kreis der möglichen Nachfolger. Hierzu müsste er ein hochrangiger schiitischer Geistlicher sein.
Seit Inkrafttreten der Waffenruhe Ende Oktober 2025 wurden von der IDF 614 Personen getötet. Die Zahl kann nicht verifiziert werden und unterscheidet nicht zwischen Terroristen und Zivilisten. Heute Vormittag wurde eine Frau, Basma Aram Banat, 27, im von der Hamas kontrollierten Teil des Gazastreifens getötet. Gestern wurden zwei Männer, identifiziert als Majed Abu Maruf, 30, und Osama al-Najjar, 46, sowie ein weiterer unbekannter Mann in der Nähe von Khan Younis eliminiert.

Steve Witkoff erklärte in einem Fox-Interview, dass Trump sehr verwundert sei, dass der Iran trotz des starken Drucks, den Trump auf ihn ausübe, noch nicht eingeknickt ist. Die Atomgespräche zwischen den beiden Staaten sind festgefahren und scheinen keine Hoffnung auf eine sinnvolle Fortsetzung mehr zu haben. «Der Präsident hat mich heute Morgen danach gefragt, und er ist – ich möchte nicht das Wort frustriert verwenden … denn er weiss, dass er viele Alternativen hat, aber … er ist irritiert, warum sie nicht, ich möchte nicht das Wort kapituliert verwenden, aber warum sie nicht eingeknickt sind.» Während der Iran davon spricht, ‘gemeinsame Leitprinzipien’ erreicht zu haben, hält das Weisse Haus an ‘erheblichen Differenzen’ fest. Falls der Iran termingerecht, i.e. innerhalb von 48 Stunden, ein neues Verhandlungspapier einreicht, wird es zu einem möglicherweise letzten Versuch einer diplomatischen Lösung kommen.
Der rechtsgerichtete US-‘Journalist’ Tucker Carlson behauptete in seinem 25 Minuten langen Vor-Monolog zu seinem Interview mit US-Botschafter Mike Huckabee, dass der israelische Präsident Isaac Herzog auf der Karibik-Ferieninsel von Sex-Monster Epstein gewesen sein. Zuvor hatte er dies auch in seinem Live-Interview behauptet.

Das Büro des Präsidenten reagiert nach der Ausstrahlung des Interviews auf das Allerschärfste. Jetzt musste Carlson sich entschuldigen. Der Brief, den er erhalten hatte, stellte klar, dass «der israelische Präsident niemals Kontakt zu Epstein hatte, geschweige denn eine seiner Partys besucht hat, auf denen bekanntermassen minderjährige Frauen gehandelt wurden. Sie kannten sich nicht, sie haben nie miteinander gemailt, waren nie im selben Raum. Sie hatten keinerlei Beziehung zueinander», zitiert Carlson aus dem Brief aus Herzogs Büro. «Aus diesem Grund nehmen wir die Sache ernst. Es gibt nichts Schlimmeres, als den Ruf eines unschuldigen Mannes zu beschädigen. Ich möchte also nur klar sagen, dass es mir leidtut, dass ich angedeutet habe, etwas zu wissen, was ich nicht wusste – natürlich wusste ich nicht, dass Isaac Herzog auf dieser Insel war. Ich bezog mich auf diese E-Mail und den Protest gegen ihn. Aber ich weiss das nicht, und ich wollte nicht den Eindruck erwecken, dass ich das weiss.»
Huckabee fabulierte im Interview auch von einem Traum von Gross-Israel und stiess damit zahlreichen Menschen im In- und Ausland. Zwar korrigierte er sich unmittelbar nach dem verbalen ‘Ausrutscher’, aber gesagt ist gesagt.
Kategorien:Israel
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