9. Adar 5786





Der zweitägige Besuch des indischen PM Nardendra Modi in Israel war ein Erfolg für beide Staaten. Nicht nur der warme und herzliche Empfang vom Flughafen über die Knesset, die Treffen mit Netanyahu und Präsident Herzog bezeugten die guten Beziehungen zwischen den beiden Staaten, die sich bereits vor neun Jahren bei Modis erstem Besuch in Israel abzeichneten. Von grosser Bedeutung ist auch das umfassende Abkommen, das die Handels- und Wissenschaftsbeziehungen beider Staaten vorantreiben soll.
Steve Witkoff und Jared Kushner sind heute nach zwei Treffen mit dem iranischen Aussenminister Abbas Araghchi frustriert in die USA zurückgeflogen. Es gab indirekte und direkte Gespräche, die vom omanischen Aussenminister Badr Albusaidi gesteuert wurden. Wie bekannt wurde, gibt es nach wie vor grosse Lücken, die geschlossen werden müssen und Themen, die noch nicht andiskutiert wurden. In der Frage der Urananreicherung gab es einen Vorschlag, der ernst zu nehmen ist. Teheran bietet eine Abreicherung des vorhandenen Urans an. Die USA stimmen dem Plan zu, verlangen jedoch den völligen Abbau der restlichen Produktionsstätten und die Abgabe des hochangereicherten Urans an die USA. Für Witkoff und Kushner kein zufriedenstellendes Ergebnis.
Der omanische Aussenminister Adr Abisaidi hingegen zeigte sich nach dem Treffen sehr zufrieden. «Wir haben den Tag nach bedeutenden Fortschritten in den Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran beendet» schreibt Badr Albusaidi und fügt hinzu, dass «in der kommenden Woche in Wien Gespräche auf technischer Ebene stattfinden werden».

Was masst sich Mike Huckabee eigentlich an? «Ich erwarte nicht, dass US-Präsident Donald Trump Präsident Isaac Herzog bestrafen wird, sollte Herzog sich weigern, Premierminister Benjamin Netanyahu in seinem Korruptionsprozess zu begnadigen. Er hat jedes Recht, sich Zeit für seine Entscheidung zu nehmen», sagt Huckabee gegenüber Ynet und fügt hinzu, dass Herzog «ein ehrenwerter und guter Mann ist.» Hat er nicht zugehört? Präsident Isaac Herzog hat mehrfach erklärt, dass er der Präsident des souveränen Staates Israel ist. Und dass es hier Gesetze gibt, die auch für Netanyahu gelten und die er, Herzog, einhalten wird. Natürlich hat Herzog das Recht, Netanyahu zu begnadigen, aber nur, wenn das Gesuch alle notwendigen Schritte durchlaufen hat. In Israel gib es die ‘Executive Order’ nicht, die Trump wie am Laufband austeilt. Satyrisch grinsend und immer in Anwesenheit der Presse.

Ahmed Majdalanai, ein hochrangiges Mitglied der PLO, behauptet, die Hamas führe Gespräche mit Israel und den USA über den Verkauf ihrer Waffen und den Abbau der ‘militärischen’, ich nenne es ‘terroristischen’, Infrastruktur in Gaza. Gleichzeitig wirft er Netanyahu vor, die Frage der Entwaffnung nur als Vorwand für die fortgesetzte Kriegsführung zu verwenden. Ob es sich bei den Gesprächen um ‘direkte’, oder ‘indirekte’ handelt, liess er offen. «Erstens handelt es sich um das Einsammeln schwerer Waffen; zweitens die Zerstörung militärischer Infrastruktur – der Tunnel und Produktionsstätten; und drittens die Beschränkung von Waffen auf die Polizei.» Die Waffen sollen, so Majdalanai, eingesammelt und verkauft werden. An wen sie verkauft werden sollen und wer das Geld bekommt, sagte er nicht. «Ich habe mir das nicht ausgedacht. Ich wünschte, sie [die Hamas] würden sich dem Volk stellen und dies sagen.»
Jüdische Siedler-Terroristen kamen gegen 04:00 morgens in das palästinensische Dorf Duma. Sie sprühten Pfefferspray in ein Haus, in dem eine Familie schlief und verliessen das Dorf zunächst, um dann am Morgen zurückzukehren. Überwachungskameras zeigen, wie sie die Familie filmten und schikanierten. Es gehört zu den Taktiken der rechten Extremisten in der ‘Nicht-Regierung’, die palästinensischen Bewohner aus den Dörfern zu vertreiben. So wird Land frei für die Siedler, um dieses in der Zone C illegal in ihren Besitz zu bringen. Die Zone C umfasst etwa 60 % des gesamten Gebietes von Judäa und Samaria und untersteht völlig der israelischen Kontrolle. Die israelischen Behörden ignorieren dieses inhumane kriminelle Vorgehen meist völlig.
Die ‘Foreign Press Association’ (AFP) startet eine Online Petition mit der Israel aufgefordert wird, das seit zwei Jahren geltende Einreiseverbot für Journalisten in den Gazastreifen aufzuheben. «Seit mehr als zwei Jahren verbietet Israel der ausländischen Presse die Einreise nach Gaza, um von dort frei zu berichten. Dieses Verbot ist beispiellos und ein Affront gegen die Pressefreiheit und das Recht der Öffentlichkeit auf Information», heisst es in der Petition. Die vielen Petitionen, die AFP in Israel eingereicht hat, fanden bisher kein offenes Ohr und verhallten ungehört. Die wenigen Reaktionen lauteten ähnlich wie diese: «.., dass die Einreise von Journalisten in den Gazastreifen ein Sicherheitsrisiko für IDF-Soldaten und die Journalisten selbst darstellt.» Was so nicht stimmt. Ja, es gab leider tote und verletzte Pressemitglieder. Bei einem grossen Teil wurde aber später festgestellt, dass es sich bei ihnen entweder um Mitglieder der Terror-Organisation Hamas oder Al Jazeera handelte, die sich bei ihren terroristischen Aktivitäten hinter ihrer Kennzeichnung als Presse-Mitglied versteckten.
Im Laufe des Tages griffen die IDF acht Ziele der Terror-Organisation Hisbollah im südlichen Libanon an. Dabei wurden Waffenproduktionsstätten, Waffenlager, Trainingscamps und weitere terroristische Infrastruktur zerstört. Israel will verhindern, dass sich die Hisbollah bei einem künftigen Krieg gegen den Iran einmischt.

Im Laufe der Woche hat die IDF fünf km Tunnel der Hamas im nördlichen Beit Hanoun in Gaza untersucht und anschliessend gesprengt. Im Tunnel wurden beträchtliche Waffenlager, aber auch Beobachtungsausrüstung gefunden.
Sowohl die Regierung als auch das Ober-Rabbinat riefen dazu auf, die kommenden Purimfeiertage ruhiger als sonst zu begehen. Üblicherweise sind es Tage voller Lebensfreude, Tanz, Partys und viel Lärm, der mit dem Konsum alkoholischer Getränke, die an diesem Tag nicht fehlen dürfen, steigt. Heuer möge man sich jedoch einschränken, um diejenigen nicht zu stören, die trauern oder an den Folgen des Krieges leiden. Was für Erwachsene erklärbar sein mag, ist für Kinder unverständlich, die nach den traurigen Purim-Festen seit 2024, jetzt endlich wieder einmal fröhlich sein dürfen.
Der Kaktus des Tages geht nach Jerusalem ins Kings David Hotel. Ich muss jedoch gleich sagen, die Manger des Hauses konnten nichts dafür. Der Event-Manager und der Maître d’ Hôtel müssen Blut geschwitzt haben. Das Treffen war für ausgesuchte Delegationsmitglieder und die beiden Staatsmänner gedacht. Hier sollten sie Zeit und Musse finden, delikate Themen anzusprechen, für die es tagsüber keinen Platz gegeben hatte.

Und dann standen da auf einmal Yair N. und Sara N.. Es war der Abend der Pannen. Zunächst liess Netanyahu seinen Gast mehr als eine halbe Stunde warten. Dann sass völlig unvorhergesehen Sarah N. bei der Unterschriftenzeremonie dabei und trat auch bei einem offiziellen Fototermin nicht bescheiden zur Seite. Und dann tauchte sie auch noch beim Abendessen mit ihrem ‘First Son’ auf.
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