10./11. Adar 5786

Breaking news: Das Schicksal von Ayatollah Ali Khamenei ist ungeklärt. Während einige Quellen behaupten, er befinde sich nicht In Teheran, behaupten andere, er sei bereits vor einigen Tagen aus dem Land geflohen. Weitere Quellen enthüllen, er sei bei einem Angriff auf seinen völlig zerstörten Präsidentenpalast ums Leben gekommen. Der iranische Aussenminister Abbas Araghchi betonte: «Soweit ich weiss, lebt er!» Zwar musste er zugeben, dass bei den Angriffen zwei Kommandanten ums Leben gekommen sind. «Alle hochrangigen Vertreter sind am Leben“, sagt er. «Alle sind also weiterhin auf ihren Posten, wir haben die Situation unter Kontrolle und alles ist in Ordnung.» Das allerdings dürfte zum derzeitigen Zeitpunkt ganz und gar nicht den Tatsachen entsprechen. Die zwei Getöteten sind ein Kommandant der Revolutionsgarde, Mohammad Pakpour und der iranische Verteidigungsminister Amir Nasitzadeh. Ganz vorsichtig schliesse ich mich den hoffnungsvollen Meldung von Axios und Reutters an, dass die Leiche von Ali Khamaenei unter den Trümmern seines Palastes gefunden wurde. Bilder der sterblichen Überreste seien Trump und Netanyahu vorgelegt worden.



Am frühen Samstagmorgen haben die USA und Israel den Iran mit einer Angriffswelle überzogen. Kurz darauf wurden die ersten Alarme in Israel ausgelöst. Im ganzen Land mussten sich die Menschen in ihr Schutzräume oder Bunker begeben und sitzen dort seit mehr als zwei Stunden fest. Nachdem sie endlich die Schutzräume verlassen konnten, begann nach einer kurzen Ruhepause von nur wenigen Stunden, gegen 14:00, eine neue Angriffswelle gegen Israel. Die Raketenabwehr beginnt erneut mit dem Abfangen und Zerstören der heranfliegenden Raketen.
In einer Mitteilung in Farsi erklärt IDF-Sprecher Kamal Penhasi: «Die Islamische Republik hat die Region in diesen Konflikt hineingezogen, aber dies ist nicht unser Krieg gegen das iranische Volk. Das Regime ist dafür verantwortlich, die Ressourcen des Volkes für Terrororganisationen, Raketen und ein mörderisches Atomprogramm gegen Israel und die Region zu verschwenden. Das Regime wird Sie weiterhin über seine verschiedenen Kanäle bedrohen und Ihnen Lügen erzählen, aber wir bitten Sie dringend, nur unseren offiziellen persischsprachigen Kanälen zuzuhören», sagt er. «Israel handelt in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten ausschliesslich gegen das Regime als Teil unseres Rechts auf Selbstverteidigung. Wir sind keine Feinde des iranischen Volkes, sondern Feinde der Diktatur, die es unterdrückt.»
Das US-Aussenministerium hat am Freitag aufgrund von ‘Sicherheitsrisiken’ die sofortige Ausreise aus Israel gestattet. Diese Erlaubnis gilt für alle Botschaftsangestellten, die nicht Notfall-relevant sind und ihre Familien. Botschafter Huckabee soll ihnen mitgeteilt haben, dass sie, wenn sie vorhaben das Land zu verlassen, dies noch HEUTE (sic!) tun sollen. Huckabee riet dazu, jeden möglichen Flug zu buchen, ohne Rücksicht auf die eigentliche Destination zu nehmen. All jene Amerikaner, die zu Pessach eine Reise nach Israel geplant haben, sollten dies noch einmal überdenken. Der grösste Flugzeugträger der Welt, die USS Gerald R. Ford wird noch heute in Haifa erwartet. Weitere Tank-Flugzeuge sind schon früher am Morgen in Ben-Gurion gelandet. Gleiche oder ähnliche Informationen gab es für die diplomatischen Vertreter verschiedener Staaten im Iran. Auch die ersten Fluglinien haben ihre Flüge von und nach Israel schon angepasst oder wie die KLM storniert. Auch andere Botschaften haben sich mittlerweile den Ausreiseaufforderungen angeschlossen.

Die optimistische Aussage des omanischen Aussenministers Sayyid Badr Albusaidi, der sich gestern mit seinem US-amerikanischen Kollegen JD Vance getroffen hat, hat sich erübrigt. Albusaidi hatte gestern betont: «Der Frieden ist in greifbarer Nähe.» Heute schreibt er in seinem ‘X’-Account: «Ich bin bestürzt. Aktive und ernsthafte Verhandlungen wurden erneut untergraben. Ich fordere die Vereinigten Staaten auf, sich nicht weiter hineinziehen zu lassen. Dies ist nicht Ihr Krieg», fügt er hinzu. Bei allem Respekt, der Aussenminister hat es immer noch nicht verstanden, dass der Iran sich nie ernsthaft auf Friedensgespräche einlassen wollte.


Trump hat die Weltöffentlichkeit gestern Abend bewusst mit Fehlmeldungen gefüttert. «Ich bin nicht glücklich mit der Art, wie der Iran die Atomverhandlungen führt. Aber ich habe noch keine Entscheidung getroffen, ob ich einen Militärschlag genehmigen werde. Ich möchte das nicht, aber manchmal muss man es tun», sagt Trump, als er nach der Möglichkeit einer militärischen Intervention der USA gegen den Iran gefragt wird. Er behauptet, der Iran weigere sich, die‘goldenen Worte: keine Atomwaffen’ auszusprechen. «Der Iran wird niemals Atomwaffen haben … Nicht unter meiner Aufsicht», betonte Trump. Zu dem Zeitpunkt, als Trump noch versuchte, die Welt zu beruhigen, muss der Angriffsbefehl schon erteilt worden sein. Eines muss man sagen, Trump hat entweder Nerven wie Drahtseile oder er überblickt den Ernst der Lage nicht.

Ganz, als ob ein normales Wochenende bevorstand, flog er am Freitagabend ins Wochenende nach Mar-a-Lago. Von dort aus überwacht er, gemeinsam mit seinem Sicherheitsteam, die ‘Situation im Iran’, wie seine Pressesprecherin mitteilte. Sie bestätigt auch ein Telefonat zwischen Netanyahu und Trump, ohne auf Details einzugehen.
US-Aussenminister Marco Rubio, der am Montag nach Israel fliegen wollte, wird seine Pläne wohl ändern müssen. Vor den Angriffen hat Rubio sieben der acht massgeblichen Kongressmitglieder über den bevorstehenden Angriff unterrichtet.
Das ‘Israelische Home Front Kommando’ gab am Morgen neue Richtlinien für die Bevölkerung aus. Kindergärten und Schulen bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Die Teilnehmerzahlen an Versammlungen werden strikt limitiert. Wer kann, soll zu Hause oder zumindest in der Nähe von öffentlichen Schutzräumen bleiben. Wer herabgestürzte Trümmer entdeckt, soll sich diesen nicht nähern und die Polizei über den Fund informieren. In ganz Israel sowie in Judäa und Samaria stürzten Raketentrümmer auf bebautes Gebiet. Es kam zu Sachschäden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Später am Nachmittag setzte ein Trümmerteil mehrere Fahrzeuge in Brand. Ein 17-jähriger erlitt mittelschwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus evakuiert.

In der noblen Wohnanlage ‘The Palm’ in Dubai war, wie Augenzeugen berichteten, eine Explosion zu hören. Anschliessend brach auf dem Areal eines Hotels ein Feuer aus. Dunkler Rauch war zu sehen. Die Medienstelle von Dubai sprach später von einem ‘Vorfall’. «Die Zivilschutzbehörde von Dubai hat bestätigt, dass der dadurch entstandene Brand nun unter Kontrolle ist. Vier Personen wurden verletzt und in medizinische Einrichtungen gebracht.» Der Treffer auf das Hotel wurde von einer iranischen Drohne ausgelöst. ‘The Palm’, die künstliche Insel vor der Küste von Dubai, gilt als eine derSehenswürdigkeiten, die sogar aus dem Weltraum gut zu erkennen ist. Auch in den VAE, Katar und Bahrain sind am Morgen Explosionen zu hören. Möglicherweise wurde die ‘Abu Dhabi AL Dhafra Air-Base’ getroffen, auf der US-amerikanische Truppen stationiert sind.
Die iranische staatliche Nachrichtenagentur IRNA fordert die Bürger des Grossraums Teheran dringend auf, das Gebiet zu verlassen. Wer das nicht kann, soll seine Vorräte soweit aufstocken, dass sie für die kommenden Tage ausreichen. In den Supermärkten kommt es bereits zu Engpässen bei den Grundnahrungsmitteln, die nur noch rationiert ausgegeben werden. Auf den Ausfallstrassen haben sich bereits seit dem frühen Morgen lange Schlangen gebildet.

Die IDF gibt bekannt, eines der Luftverteidigungssysteme, das SA-65, komplett zerstört zu haben. Mit der Zerstörung erhält die IAF eine grössere Operationsfreiheit im Gebiet Kermansha.
Der iranische Aussenminister bezeichnet die Angriffe auf sein Land als ‘unprovoziert, illegal und unrechtmässig’ und kritisiert US-Präsident Donald Trump dafür, dass er ‘Israel zuerst’ in den Vordergrund stelle. Bei einem Volltreffer auf das Gebäude, in dem eine Mädchenschule untergebracht war, starben 61 Personen, die meisten von ihnen Kinder. Von wem die Rakete kam und warum es zu diesem verheerenden Treffer kam, blieb von den USA und Israel unkommentiert.
Zum fünften Mal innerhalb einer Woche protestieren jüdische Extremisten vor dem Appartementhaus der arabisch-israelischen Journalistin Lucy Aharish. Aharish hatte Anzeige bei der Polizei eingebracht, dass sie wiederholt das Ziel einer rechtsextremen Hasskampagne geworden sei. Die Protestierenden skandierten: «Möge dein Dorf brennen – Lucy, du bist eine Hure – Linke sind Verräter!» Während es gestern zu keinen Festnahmen kam, wurden vorgestern zwei Personen vorübergehend festgenommen, aber nach einer Befragung durch die Polizei wieder freigelassen. Zahlreiche Organisatoren der Protestaktion stehen dem Likud nahe. Netanyahu gab noch keine Stellungnahme ab. Aharish erregte den Zorn der Rechten als Kritikerin der Regierung und als arabische Frau mit einem jüdischen Ehemann, dem „Fauda“-Star Tzachi Halevi. Ihre Kritiker waren noch mehr verärgert, als sie am 1. Februar in einem Fernsehmonolog die Koalition für ihre fehlende Reaktion auf die Welle tödlicher Gewalt gegen die arabische Gemeinschaft scharf kritisierte. Aharish geht davon aus, dass die Wahlteilnahme des arabischen Sektors bei den kommenden Wahlen höher als üblich sein wird, um die bestehende Regierung abzuwählen. Sie endete ihr Statement mit dem arabischen ‘Insh Allah’!

Erstmals seit Jahrzehnten ist laut einer Umfrage des Gallup-Instituts der Sympathiewert der Amerikaner für die Palästinenser höher als für Israel. Die Frage «Haben Sie in der Nahost-Konfliktlage mehr Sympathie für die Israelis oder für die Palästinenser?» beantworteten 36 % der Befragten mit Israel, während 41 % mehr Sympathie für die Palästinenser empfinden. Im vergangenen Jahr lagen die Umfragewerte noch bei 46 % für Israel und 33 % für Palästina. Nur die Altersgruppe der über 55-jährigen bevorzugt die Israels, während die 18- bis 24-jährigen und die 35- bis 54-jährigen die Palästinenser unterstützen. Schuld daran ist einzig und allein Netanyahu und seine unfähige ‘Nicht-Regierung’.
In Jalud, nördlich von Nablus, Samaria haben jüdische Siedler-Terroristen ein Lagerhaus und einige Fahrzeuge in Brand gesetzt. Das Wohnhaus der dort lebenden Familie wurde mit Steinen beworfen, wodurch einige Fensterscheiben zu Bruch gingen. Überwachungskameras zeigen etwa zehn maskierte Männer, die als jüdische Siedler-Terroristen identifiziert werden konnten. In den letzten Wochen kommt es nahezu täglich zu derartigen Überfälle, die offenbar nur ein Ziel haben: Das Vertreiben der einheimischen beduinischen oder palästinensischen Bevölkerung aus der Zone C (s. gestern). Dieses kriminelle Verhalten, das durch nichts zu rechtfertigen ist, wird von den Sicherheitskräften ignoriert.
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