3. Nissan 5786

VM Israel Katz erklärte, dass in der kommenden Woche die Angriffe auf den Iran intensiviert werden. Das ist im Prinzip keine neue Ankündigung, denn sowohl Trump als auch Netanyahu hatten in der vergangenen Woche den jeweils ‘kommenden Tag’ für den ‘intensivsten des Krieges’ angekündigt. Jedoch, der Berg kreisste und gebar ein Mäuschen! Doch jetzt kündigte der Ritter von der traurigen Gestalt an, Israel werde entschlossen den Krieg weiterführen, ja mehr, anführen, bis «alle Kommandeure des Regimes enthauptet und dessen strategische Fähigkeiten beendet sind, sodass weder eine Sicherheitsbedrohung für Israel noch für die US-amerikanischen Interessen in der Region bestehen.»

Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, gab sich bei einem Briefing der Presse im Kapitol zuversichtlich, dass der Krieg gegen den Iran bald vorbei sein wird. «Ich glaube, dass die ursprüngliche Mission nun praktisch erfüllt ist. Wir haben versucht, die ballistischen Raketen und deren Produktionsanlagen auszuschalten sowie die Marine handlungsunfähig zu machen, und diese Ziele wurden erreicht.» Hinderlich sei nur noch die gesperrte Strasse von Hormus. Daran gibt Johnson den NATO-Verbündeten die Schuld, die sich der Aufforderung Trumps, ihn zu unterstützen, entziehen. Aber, «sobald wir etwas Ruhe in die Lage bringen, ist die Sache meiner Meinung nach so gut wie erledigt.»
Rafael Gross, Chef der IAEA, wiederholte seine Aufforderung sich bei Angriffen auf die Atomanlagen im Iran zurückhaltend zu verhalten. Nicht nur bei einem Volltreffer besteht das Risiko, dass es zu einer Verstrahlung mit radioaktiven Stoffen kommt. Die IAEA sei vom Angriff informiert worden. Aktuelle Messungen zeigen keine auffallend steigenden Werte an.
Der ‘Friedensrat’ von Donald Trump, der durch den Iran-Krieg etwas aus dem Blickfeld geraten ist, meldete sich vorgestern zu Wort. Im Rahmen eines Treffens in Kairo in der vergangenen Woche wurde der Hamas ein schriftlicher Vorschlag vorgelegt, wie sie ihre Waffen niederlegen können. An den Gesprächen waren Nickolay Mladenov und Aryeh Lighstone, ein US-Berater von Steve Witkoff beteiligt. Der Wiederaufbau des Küstenstreifens soll beginnen, sobald die IDF sich völlig zurückgezogen und die Hamas die Waffen niedergelegt hat. Die Hamas hat noch keinen Kommentar dazu abgegeben.

Bei einem heutigen Angriff auf die Urananreicherungsanlage in Natanz haben die USA ‘Bunker Buster Raketen’ eingesetzt. Das berichtete der Sender Khan, der sich aber nur auf unspezifische Quellen berief. Während des 12-Tage-Krieges im Juni hatten die USA mehr als ein Dutzend solcher Bomben auf Fordo und Natanz abgeworfen.
Neues Filmmaterial zeigt eine Angriffswelle der IAF für ballistische Raketen im Westen des Irans. «Im Rahmen der Angriffe wurde eine grosse Zahl von Soldaten der ballistischen Raketenabteilung eliminiert, während sie an diesem Standort im Einsatz waren», so das Militär. Die IAF machte keine weiteren Angaben zum Standort des Angriffs.
Ob es sich hierbei um den gleichen Angriff handelt, ist unbekannt. Die IAF führte eine Welle von Angriffen auf ein Raketenlager im westlichen Iran durch, dabei verloren zahlreiche Soldaten, die Dienst in der Anlage hatten, ihr Leben.



Am frühen Vormittag wurde ein Kindergarten, der geschlossen war, in Rishon Lezion durch eine Streubombe schwer beschädigt. Ein Mann in den 70er-Jahren wurde auf dem Weg zum Schutzraum verletzt, ein Mann in den 40er-Jahren durch die Folgen der Explosion leicht verletzt.
Ein Haus in Metula erlitt Schaden durch Trümmer einer herabstürzenden Rakete. Bei dieser Angriffswelle wurden zehn Raketen aus dem Libanon auf Israel abgeschossen. Verletzt wurde niemand.
Fünf Personen wurden durch herumfliegende Trümmer einer Rakete verletzt, die ein Haus ein Ma’alot -Tarshihaim im Norden des Landes traf.

Ein heute veröffentlichtes Bild zeigt den unbeschädigten Sprengkopf einer abgefangenen Rakete. Dieser Sprengkopf schlug gestern in unmittelbarer Nähe des Tempelbergs ein, nur etwa 350 m entfernt, ein (s. gestern).




Der Iran könnte eine Trägerrakete benutzt haben, um eine ballistische Rakete auf den etwa 2.500 km entfernten britischen Militärstützpunkt ‘Diego Gracia’ zu erreichen. Vor Beginn des Krieges hatte der britische PM Trump verboten, ‘Diego Gracia’ als Zwischenlandepunkt auf dem Weg von den USA in den Iran zu nutzen. Der Iran besitzt eine solche Rakete ‘Simorg’, deren «Einsatz wahrscheinlich auf Kosten der Treffgenauigkeit geht», erklärt Justin Bronk von einem Think Tank für Verteidigungsfragen. Prest, ein ehemaliger Kommodore der Royal Navy ist sicher: «Die Raketenstarts sind wahrscheinlich eine Trotzreaktion gewesen, um zu zeigen: ‘Seht her, wozu wir fähig sind’, als Antwort auf Trumps Behauptungen, das iranische Militär sei vernichtet worden.» Am Mittag hat GB bestätigt, dass der Angriff auf die US-Militärbasis in Diego Gracia stattgefunden hat. Eine der Raketen wurde abgefangen, die zweite stürzte unkontrolliert ab, richtete aber keinen Schaden an. Damit ist klar, dass die Reichweite der iranischen ballistischen Raketen weitaus grösseri st als bisher gedacht.
Vor wenigen Minuten, am späten Nachmittag wurde in der Stadt Dimona ein Haus direkt getroffen. Rettungskräfte sind vor Ort. In der Nähe der Wüstenstadt liegt das ‘Shimon-Peres-Kernforschungszentrum’, das in den 50er Jahren mit Hilfe Frankreichs erbaut wurde. Beim Angriff schlug eine Rakete direkt in ein Haus ein, das zusammenbrach, 47 Personen wurden verletzt.
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