15. Adar 5786

Der Sohn von Imam Ali Khamenei, Mojtaba, 56, gilt laut einem Bericht der NYTimes als der Favorit im Rennen um die Nachfolge seines Vaters. Auch wenn seine Wahl als sicher gilt, so gibt es doch Vorbehalte. Einige Geistliche befürchten, dass er von Anfang an Zielscheibe der USA und Israels sein könnte. Das Gebäude, in dem der ‘Rat der 88’ zweimal täglich Besprechungen zur Wahl abhält, war gestern zum Zeitpunkt eines Angriffs leer, sodass zwar das Gebäude zerstört wurde, aber keine Menschen zu Schaden kamen.
Das Büro des PM wies die Forderung von GStA Gali Baharav-Miara endlich zu erklären, warum Netanyahu nicht, wie bereits mehrfach gefordert, den Polit-Hooligan Ben-Gvir aus dem Amt entlässt, als ‘unvorstellbar’ zurück. «Es ist unvorstellbar, dass Baharav-Miara mitten in einem existenziellen Krieg gegen den Iran, angeführt von Präsident Donald Trump und Premierminister Benjamin Netanyahu, die Entlassung von Ben-Gvir fordert» so das Büro des PM, das darauf hinweist, dass dieser «während des Krieges für die innere Sicherheit verantwortlich ist.» Herr, lass Hirn vom Himmel regnen! Es geht derzeit nicht um die Frage, bis wann Ben-Gvir entlassen werden soll, sondern warum Netanyahu den Schritt, der seit November 2025 der Elefant im Raum ist, nicht vollzieht. Die nächste Anhörung dazu ist für den 25. März geplant.Sollte Netanyahu allerdings der Aufforderung nicht nachkommen, so erwartet sie vom OGH, dass dorteine entsprechende Entscheidung getroffen wird, die Ben-Gvir aus dem Amt entfernt.
Finanzminister Smotrich bezeichnet die Forderung der GStA als «gegen die Regierung, gegen die Demokratie und gegen den Willen des Volkes. Nur die Knesset und die Regierung können Minister ernennen oder entlassen.» Yair Golan, der Vorsitzende der Demokraten, hat dazu eine ganz andere Meinung: «Ben-Gvir ist ein verurteilter Straftäter und gefährlicher Pyromane, der die israelische Polizei übernommen hat. Eine solche Person muss unverzüglich aus jeder Entscheidungsposition entfernt werden, und erst recht aus dem zentralen Organ, das mit der Strafverfolgung in Israel betraut ist», schreibt er auf X.
Das israelische Gesundheitsministerium hat angekündigt, dass morgen mit Spezialflügen zunächst etwa 100 Ärzte und 80 Pfleger, sowie weitere medizinische Fachkräfte aus dem Ausland nach Israel zurückgebracht werden. Derzeit befinden sich etwa 1.145 Personen aus dem medizinischen Sektor im Ausland. Für einige Dutzend wurden bereits Plätze auf ZIM-Containerschiffen reserviert.
Die IDF geht davon aus, dass der Krieg gegen den Iran noch mindestens ein bis zwei Wochen dauern wird. Das Ziel ist es, mehrere tausend militärische Ziele zu zerstören. Damit soll das iranische Regime mehr und mehr zerschlagen und die militärischen Anlagen unbrauchbar gemacht werden. Einige Stellen innerhalb der IDF sind sicher, dass sich die Golf-Staaten, die mittlerweile zu Angriffszielen des Irans wurden, dem Konflikt aktiv anschliessen. Bisher haben sie nur defensiv gehandelt, indem sie Langstreckenraketen und Drohnen, die sich ihrem Gebiet näherten, abschossen.
Auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hält es für möglich, dass sich die arabischen Verbündeten der USA am Golf an den Angriffen gegen den Iran beteiligen könnten. «Was Sie derzeit beobachten, ist eine Reaktion der Region auf die Aggressivität des Iran», sagte er. «Auf verschiedenen Ebenen suchen sie den Kontakt zu uns. Ob sie nun in die Offensive gehen, was sie tun, oder ob sie uns zusätzlichen Zugang, Stützpunkte und Überflugrechte gewähren, wir arbeiten sehr eng mit ihnen zusammen.»
Teheran hat damit gedroht, israelische Botschaften weltweit anzugreifen, sollte die iranische Botschaft in Beirut von Israel angegriffen werden.
Eine auf die Türkei abgeschossene Langstreckenrakete aus dem Iran wurde von einem Luftabwehr- und Raketenabwehrsystem der NATO im östlichen Mittelmeer beim Erreichen des türkischen Luftraums abgeschossen. Die Türkei warnt, dass sie sich das Recht vorbehält, auf jeden feindlichen Angriff entsprechend zu reagieren. Gleichzeitig warnt die Türkei alle betroffenen Parteien davor, Schritte zu unternehmen, die die Situation noch weiter eskalieren lassen könnten. Ist den Iranern nicht bewusst, dass ein Angriff eines Drittlandes auf ein NATO-Land einen ‘NATO-Verteidigungsfall’ auslösen kann? Bisher wurde ein solcher nur einmal, nämlich nach dem 11. Sept. 2001 ausgelöst. Es wird nicht so sein, dass die gesamte NATO sich gegen den Iran erhebt, aber eine Warnung wird hoffentlich ausgesprochen werden. «Wir verurteilen die Angriffe des Iran auf die Türkei. Die NATO steht fest an der Seite aller Verbündeten, einschliesslich der Türkei, während der Iran seine wahllosen Angriffe in der gesamten Region fortsetzt», sagt NATO-Sprecherin Allison Hart unter Verwendung des offiziellen Namens des Landes «Unsere Abschreckungs- und Verteidigungsbereitschaft bleibt in allen Bereichen stark, auch in Bezug auf die Luft- und Raketenabwehr», fügt sie hinzu. Der iranische Botschafter wurde zu Gesprächen einberufen.
Immer wieder kommt es im Laufe des Tages zur Aktivierung des Raketen-Alarms im Norden des Landes. Zwei Personen wurden durch herabstürzende Raketentrümmer verletzt, nachdem eine Langstreckenrakete aus dem Libanon abgefangen und zerstört werden konnte. Ein Vorfall fand im Gebiet um Haifa, der zweite im nördlichen Galil statt.

Yair Lapid traf heute an der Nordgrenze Israels zum Libanon ein, wo er sich mit Bewohnern der Region und dort stationierten Soldaten traf. «Wir müssen dafür sorgen, dass die Bewohner der nördlichen Grenze in Sicherheit leben können; diese Sicherheit können sie nicht haben, solange die Hisbollah auf der anderen Seite der Grenze sitzt», sagt Lapid. «Wenn dies die Schaffung einer entmilitarisierten Zone erfordert, dann soll eine entmilitarisierte Zone geschaffen werden. Wenn dies den Einmarsch in den Libanon erfordert, dann müssen wir in den Libanon einmarschieren. Die Hisbollah muss beseitigt werden, um den Bewohnern dieses Gebiets Sicherheit zu bieten.» Ich weiss nicht, ob alle nach dem Beginn der Kampfes gegen den Libanon im September 2023 evakuierten Menschen wieder in ihre Wohnorte und Häuser zurückgekehrt sind. Der Norden entlang der Grenze war ebenso wie die Kibbutzim und Moschawim entlang der Grenze zu Gaza besonders schwer von den Kämpfen betroffen, als die Region aus Sicherheitsgründen und starken Zerstörungen unbewohnbar geworden war. Für die bereits zurückgekehrten Familien ist das, was sich jetzt zwischen dem Libanon und Israel abzuzeichnen scheint, eine Wiederholung des Traumas. Und wieder ist es die Hisbollah, die mit den Kämpfen begonnen hat.
In den frühen Vormittagsstunden kam es zu einem Luftkampf zwischen einer israelischen F-35 und einem Yak-130, einem in Russland produzierten Jet der iranischen Luftwaffe. Es gelang dem Piloten der F-35, die Yak abzuschiessen. Das war der erste Erfolg eines F-35 Kampfjets.
Der IDF ist es gelungen, Luftabwehr- und Erkennungssysteme am Flughafen von Teheran zu zerstören.
Am Nachmittag zerstörte ein F-35I Jet der IAF eine abschussbereite Raketenabschussrampe in der Nähe von Kermansha im westlichen Iran.
Ein grosser Erfolg war die gezielte Bombardierung eines umfassenden Gebäudekomplexes der Revolutionsgarde in Teheran. Die IAF warf 250 Bomben von 100 Kampfjets ab. Der Komplex umfasste Kommandozentralen und Streitkräfte des gesamten iranischen Sicherheitsapparats. «Der Angriff auf den Hauptsitz erfolgte, während Mitarbeiter des iranischen Terrorregimes, die für die Leitung der Kampagne, die Förderung von Terrorplänen gegen den Staat Israel und Länder in der Region sowie die Unterdrückung der iranischen Zivilbevölkerung verantwortlich sind, von dort aus operierten», lautet die etwas sperrige Bekanntgabe durch die IDF. Wie viele Mitglieder der Revolutionsgarde sich tatsächlich dort aufhielten, ist noch nicht bekannt.
Während der Nachtstunden flog die IAF wiederholt Angriffe auf Militärbasen in Isfahan und Shiraz. Dabei wurden 20 Ziele getroffen und zerstört, darunter zwei in Isfahan, in denen Langstreckenraketen gelagert waren.

Ein US-amerikanisches U-Boot hat ein iranisches Kriegsschiff, die Iris Dena vor der Küste von Sri Lanka mit einem Torpedo zerstört. 101 Personen werden vermisst, eine Person wird vom Verteidigungsministerium von Sri Lanka als tot und 78 als verletzt gemeldet. Bisher konnten 32 Schiffbrüchige von der Marine von Sri Lanka gerettet werden. Die Fregatte war mit schwerem Geschütz, Boden-Luft-Raketen, Anti-Schiff-Raketen und Torpedos bestückt. Die Fregatte ist das 21. Kriegsschiff des Iran, das bisher zerstört wurde.


Die Beisetzungsfeierlichkeiten von Imam Ali Khamenei, die ursprünglich für heute Abend in Teheran geplant waren, sind bis auf Weiteres verschoben worden. Als Grund wird die erwartete Teilnahme von einigen Millionen Menschen angeführt, die eine ‘geeignete Infrastruktur’ notwendig machen. Der Leiter des ‘Islamischen Entwicklungskoordinierungsrats’ Mohsen Mahmoudi betont, dass der Grund für die Terminverschiebung keinesfalls in der Sicherheitslage begründet ist.
Saudi Aramco’s Ras Tanura, der grösste Rohöl-Raffinerie und Export Hafen, der vor zwei Tagen nach einem Drohnen-Angriff kurzfristig seine Produktion stoppen musste, wurde heute erneut angegriffen. Heute entstand kein Schaden und die Verarbeitung wurde nicht unterbrochen. So die Aussage eines Sprechers des Unternehmens. Andere Quellen bestätigen, dass die Anlage erneut getroffen wurde, dass es aber keine weiteren Informationen gebe.



Saudi-Arabien und andere Ölproduzenten aus der Golfregion, wie die VAE, Kuwait und Irak, können seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran am Freitag kein Öl mehr durch die Strasse von Hormus transportieren. Hunderte von Schiffen ankern vorsichtshalber auf beiden Seiten der Meerenge. Der Iran hat angekündigt, jedes Schiff zu beschiessen, das versucht, diesen wichtigen Schifffahrtsweg zu passieren
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