Krieg gegen den Iran – Tag 4

14. Adar 5786

Der hochrangige iranische Militärangehörige und ehemalige iranische Innenminister Ahmad Vahidi wurde zum neuen Chef der Islamischen Revolutionsgarde ernannt, nachdem der bisherige Kommandeur Mohammad Pakpour am Samstag von Israel und den USA getötet worden war. Vahidi wird dringend verdächtigt, massgeblich hinter den Bombenanschlägen auf die israelische Botschaft und das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires in den 90-er Jahren zu stehen. 2024 erkannte ein argentinisches Gericht den Iran als verantwortlich für die tödlichen Anschläge an und ernannte ihn zum ‘Terrorstaat’. Seit 2007 wird Vahidi vergeblich von der Interpol gesucht.

Die IDF ist mit einer (noch) limitierten Zahl von Bodentruppen in den südlichen Libanon einmarschiert. Neben den bereits fünf gehaltenen Stellungen sind jetzt weitere Stellungen im Aufbau. Diese zwei Linien sollen als ‘Vorwärtsverteidigung’ die Sicherheit der Menschen im Norden Israels garantieren. Von der IDF werden gezielte Angriffe auf terroristische Infrastrukturen durchgeführt.  Die Hisbollah gab fälschlicherweise an, fünf Raketen auf eine IDF-Stellung auf dem Golan abgeschossen zu haben und die Luftraumüberwachung am Berg Meron und den Luftwaffenstützpunkt Ramat David angegriffen zu haben. Tatsächlich wurden nur zwei Drohnen abgefangen. Das Problem ist, dass sie trotz dieses grossmäuligen Verhaltens, was nichts anderes ist als Bluff, nicht zu unterschätzen sind. Sie haben nach wie vor die völlige Unterstützung des Irans. Ihr Waffenarsenal ist riesengross

In der Nacht hat die IAF den ‘Führungskomplex’, zu dem auch das Präsidialbüro in Teheran gehört, angegriffen. Rund 100 Kampfflugzeuge waren im Einsatz. Mehr als 250 Bomben wurden auf den Komplex abgeworfen. Auch der Hauptsitz des ‘Obersten Nationalen Sicherheitsrates’ sowie die Ausbildungsstätte für iranische Armeeoffiziere befinden sich auf dem Gelände. «Der Führungskomplex des Terrorregimes ist eines der am besten gesicherten Objekte im Iran und erstreckt sich über viele Strassen im Herzen Teherans», so die IDF, das ihn als «wichtigstes und zentralstes Hauptquartier des iranischen Terrorregimes» bezeichnet.

Der Rote Halbmond gab bekannt, dass seit Beginn des Krieges 787 Personen getötet wurden. Die Zahl kann allerdings derzeit nicht verifiziert werden. 153 Städte und mehr als 500 Orte wurden im ganzen Iran bei mehr als 1.000 Angriffen getroffen.

GB schickt zur Unterstützung seiner Soldaten auf der zypriotisch-britischen Militär-Basis Akrotiri die HMS Duncan ins Mittelmeer.  Das hat das britische Verteidigungsministerium gestern beschlossen.

Frankreich, das sich bisher sehr bedeckt mit unterstützenden Massnahmen gezeigt hat, schickt Raketen- und Drohnenabwehr-Systeme nach Zypern.

Bei einem Raketeneinschlag im nördlichen Galil wurde ein 64 Jahre alter Mann durch herumfliegende Glassplitter leicht verletzt. An seinem Haus entstand grosser Sachschaden. Die Rakete war vom Libanon aus abgeschossen worden. Heute hat die Hisbollah mehr als ein Dutzend Raketen und einige Drohnen nach Israel abgeschossen.

In Zentrum des Landes wurden sieben Personen an drei Orten von Raketentrümmern oder von Splittergranaten aus Cluster-Raketen verwundet. Die IDF untersucht die Fälle.

Zehn Stunden durften sich die Israelis über die Ruhe zwischen zwei Salvos aus dem Iran freuen, bevor gegen Mittag die Sirenen mehr oder weniger im ganzen Land wieder aktiviert wurden. Der Alarm, der vor einer anfliegenden Drohne im Gebiet von Eilat ausgelöst wurde, erwies sich als Fehlalarm.

Am späten Vormittag beendete die IAF eine Welle von Angriffsflügen auf Infrastrukturen der Hisbollah im Raum Beirut. Unter den Zielen waren Waffenlager, Kommando-Zentralen sowie eine einsatzbereite Satelliten-Kommunikationsanlage, die zu einer Hisbollah-Aufklärungseinheit gehörte. Insgesamt wurden über 160 terroristische Ziele angegriffen. Die IDF gibt für einige Dörfer im südlichen Libanon die Anweisung, diese so schnell als möglich zu evakuieren. Am späten Nachmittag fordert die IDF die Bevölkerung von Teilen der Stadt Sidon auf, das Gebiet zu verlassen. Dass heisst, dass ein weiterer Schlag gegen die Hisbollah mitten in einem Wohngebiet bevorsteht und die Zivilisten geschützt werden sollen.

Iranische Drohnen haben den Hafen von Oman angegriffen und dabei einen Treibstoff-Tank in Brand gesetzt. Staatliche Medien gaben bekannt, der Brand sei unter Kontrolle, Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Warum hat dieser Angriff stattgefunden?

Die USA gaben bekannt, dass ihre Botschaft in Riyadh während der Nachtstunden von Drohnen angegriffen wurde. Das saudische Verteidigungsministerium gab eine kurze Erklärung heraus. «Die Botschaft wurde in der Nacht von zwei Drohnen angegriffen. Hierdurch wurde ein kleines Feuer ausgelöst, das unter Kontrolle ist. Es gab geringen Schaden am Gebäude.» Augenzeugen berichteten von dunklem Rauch über dem Gebäude und von einigen Explosionen im Diplomatenviertel.

Offenbar gab es einen gezielten Angriff auf das Atomkraftwerk Natanz bei Isfahan, meldete die ‘International Atomic Energy Agency’. Auf einem Satelliten Bild erkennt man die Schäden an verschiedenen Häusern der Anlage, die schon im 12-Tage-Krieg angegriffen wurde. Die IAEA erklärte, dass es keine Anzeichen dafür gebe, dass irgendwelche Atom-Installationen getroffen wurden.

Die IAF zerstörte in einem gezielten Angriffsflug auf Gebäude in Quom, in denen sich 88 Mitglieder des Expertenrates versammeln sollten, um den neuen geistlichen Führer des Irans zu wählen. Allerdings ist unklar, wie viele von ihnen sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Haus befanden. Bis zum frühen Abend gab es keine Meldungen über Tote oder Verletzte.

Die israelische Marine hat bei einem Angriff auf Beirut ein hochrangiges Mitglied der Quds-Truppe eliminiert. Die Quds-Truppe gehört zum Iranischen Korps der Revolutionsgarden, das eng mit der Hisbollah zusammenarbeitet. Reza Khazaei war verantwortlich für den Wiederaufbau der Kapazitäten der Hisbollah. Die IDF gibt an, «dass er für die Verbindung zwischen der Hisbollah und dem Iran verantwortlich war, insbesondere für die Vermittlung zwischen den Bedürfnissen der Terrororganisation Hisbollah und den vom Iran bereitgestellten Ressourcen.» Laut IDF arbeitete Khazaei daran, Waffen aus dem Iran an die Hisbollah zu transferieren, und beaufsichtigte die Waffenproduktionsprogramme der Hisbollah im Libanon.

Amazon musste als erstes internationales Unternehmen einen bedeutenden Schaden melden. Zwei seiner Rechenzentren in der VAE erhielten Volltreffer von Drohnen. Die Cloud-Dienste in weiten Teilen des Nahen Ostens waren deshalb nicht verfügbar. Ein weiterer Standort in Bahrain wurde durch einen Einschlag in der Nähe ebenfalls gestört. Amazon rät seinen Kunden die Daten auf externe Datenträger zu kopieren und auf einen anderen Standort des Unternehmens zu transferieren. Strukturelle Schäden durch zusammengebrochene Stromversorgung, Brandbekämpfungen und damit einhergehende Wasserschäden beeinträchtigen die Versuche, die Daten zu retten.  Mitarbeiter seien nicht zu Schaden gekommen. Das ist jetzt erstmals der Beweis, wie verletzlich die IT-Branche im Bereich Datensicherheit ist. Sollte man tatsächlich daran denken, eine nahezu unverletzliche Cloud zu nutzen, die nicht der Kontrolle der NSA untersteht, es gibt sie. In den alten Militärfestungen der Schweizer Alpen.

Purim ist zwar vorbei, hier aber trotzdem ein paar Bilder, die zeigen, dass man doch Wege fand, das Fest zu feiern. Bitte auf den Link klicken.

https://www.facebook.com/share/r/1DYDbfLUij/



Kategorien:Israel, Politik

Schlagwörter:

Hinterlasse einen Kommentar