19. Nissan 5786

Einen Tag nach der Rettung des zweiten Piloten, mittlerweile als ‘Waffenoffizier’ bezeichnet, werden immer mehr Einzelheiten der dramatischen Rettung bekannt. Der Offizier war mit einem Ortungsgerät und einem sicheren Kommunikationsgerät ausgestattet, konnte beides aber nur sehr beschränkt einsetzen, um nicht von iranischen Streitkräften aufgespürt zu werden. Trotz seiner schweren Verletzung, die mittlerweile in Kuwait behandelt wird, entfernte er sich mehr als 12 km bergauf und versteckte sich in unwegsamen Gelände, um der Gefangennahme zu entkommen. Während der Rettungsaktion wurden mehrere US-amerikanische Soldaten verletzt. Insgesamt waren mehr als 90 hochspezialisierte Soldaten im Einsatz.
Der Chef des israelischen Nord-Kommandos musste zugeben, dass der Materialschaden, der der Hisbollah durch die IDF zugefügt wurde, weitaus geringer ist, als bisher angenommen und behauptet. Ein Geheimdienstoffizier der IAF schätzt, dass die Hisbollah derzeit noch über mehr als 1.000 ballistische Raketen verfügt, die problemlos Israel erreichen können. Generalmajor Rafi Milo musste in einem Gespräch mit den Kibbutznikim von Misgav Am zugeben: «Es besteht eine Diskrepanz zwischen dem, wie wir die Operation ‚Northern Arrows‘ [Sommer 2024] beendet haben und was wir verstanden und gedacht haben, und der Tatsache, dass wir die Hisbollah plötzlich immer noch aktiv vorfinden.»




Gestern Nachmittag wurde ein mehrstöckiges Gebäude in Haifa direkt von einer Rakete aus dem Iran getroffen und drohte, zusammenzubrechen. Unmittelbar nach dem Einschlag brach ein Feuer aus. Vier Personen konnten von Feuerwehr- und Rettungsteams gerettet werden. Mit Scans wurde untersucht, ob sich unter den Trümmern eingeschlossene Personen befanden. Erste Untersuchungen ergaben, dass tatsächlich vier Personen verschüttet wurden. Man geht davon aus, dass der Sprengkopf der Raketen (noch) nicht explodiert ist. Um keine Leben zu gefährden, wurden benachbarte Häuser zwangsevakuiert. Bereits am Sonntag konnten zwei Personen tot geborgen werden. Am Montagnachmittag wurden zwei Personen, ein Mann in den 40er-Jahren und eine Frau, 35, s’’l, tot geborgen. Die Rettungsaktion dauerte insgesamt 18 Stunden. Vier Personen, darunter ein Baby im Alter von 10 Monaten, wurden verletzt. Die Rakete wurde nicht abgefangen, weil sie zuvor bereits in der Luft zerbrach. Ein Teil der Rakete, der den Sprengkopf trug, verursachte den Einschlag.
Bei einem Besuch in Haifa verteidigte Ben-Gvir das Vorgehen der Regierung im Krieg gegen den Iran und bezeichnete «den Konflikt als absolute Notwendigkeit und als einmalige Gelegenheit, um das „Nazi-Regime“ in Teheran daran zu hindern, Atomwaffen zu erwerben. Es gibt diejenigen, die nach verschiedenen ‚Ausstiegsstrategien‘ suchen, aber ich bin für eine Siegesstrategie. Wir besiegen die Iraner, unsere IDF leistet hervorragende Arbeit.» Ganz besonders lobte er die Arbeit von Netanyahu, VM Katz und den Sicherheitskräften.
Ganz anders äusserte sich Lapid: «Die IDF hat sich gut gehalten. Netanyahu hat jedoch bei allen Kriegszielen versagt. Er hat einen völligen Sieg versprochen, einen Regimewechsel, die Beseitigung der nuklearen Bedrohung, die Beseitigung der ballistischen Bedrohung und die Zerschlagung der Hisbollah. Gefolgt von einer regionalen Konferenz in Riad mit Saudi-Arabien, den VAE, Bahrain und Ägypten, auf der ein militärisches und wirtschaftliches Bündnis gegen den Iran definiert wird, ebenso wie ein politisches Abkommen mit der libanesischen Regierung, das die Bedingungen für Frieden und einen gemeinsamen Kampf gegen die Hisbollah festlegt», so Lapid. «Nichts davon geschieht», fuhr er fort und fügte hinzu, dass es in Kriegszeiten «zulässig und wünschenswert ist, zu zweifeln, insbesondere wenn der Krieg in eine schlechte, schlampige, ungeplante Richtung verläuft. Jeder, der in der Nacht zweimal in einen Schutzraum geflüchtet ist, hat sich das Recht verdient, zu fragen, warum die Ziele nicht erreicht wurden.»

Netanyahu lobte heute die erfolgreiche Eliminierung des Chefs des IRGC-Geheimdienstes, Maajid Khademi. Auch die Tötung von Yazdan Mir, bekannt unter seinem Decknamen Sardar Bagheri, der als Chef der geheimen Einheit 840 der Quds-Truppe «verantwortlich für Angriffe auf Juden und Israelis auf der ganzen Welt war» bezeichnete er als grossen Erfolg. Gleichzeitig versprach er, die Kriegsziele mit voller Kraft weiterzuverfolgen.

Der wegen mehrere Sexual-Verbrechen, Geldwäsche, Betrug, u.a. zu 18 Monaten Haft verurteilte 88-jährige ‘Rabbi’ Eliezer Berland durfte unter polizeilicher Bewachung mit einigen seiner Anhänger am Sonntag die Klagemauer besuchen. Das ‘Home Front Command’ hatte den Antrag für eine Anti-Kriegs-Demo mit zahlreichen Teilnehmern ebenso abgelehnt, wie der umstrittenen Gruppe ‘Women of the Wall’ die monatliche Versammlung abgelehnt wurde. Umso heftiger war die Aufregung, als ausgerechnet von der Polizei eine Ausnahme für Berland gemacht wurde.
Die IRGC erklärt, eines der US-amerikanischen Amphibien-Schiffe angegriffen und es anschliessend gezwungen zu haben, sich in den südlichen Indischen Ozean zurückzuziehen. An Bord dieses Schiffes befinden sich Landungstruppen, die sich für den Überfall der Insel Kharg bereithalten.

Die IAF hat mit einem erfolgreichen Angriff auf das grösste Petrochemie-Werk im südlichen Pars-Gas-Feld 85 % der iranischen Gasexporte gestoppt. Sowohl dieses Werk als auch das in der vergangenen Woche angegriffene wurden ausser Dienst gestellt. «Das ist ein unglaublicher Schaden in Höhe von zehn Milliarden US$», erklärte VM Katz.
In Ramat Gan verursachte ein Treffer mit einem Bomblet einigen Sachschaden an einem Gebäude, andere Treffer gab es in Givatyaim, Bnei Brak und Petah Tikwa. Verletzte wurden nicht gemeldet.
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