2. Nisan 5782
1950 verstarb in New York der in Dessau (Sachsen-Anhalt) am 2. März 1900 geborene Kurt Julian Weill.
Der Vater, Albert Weill, war ein bekannter und beliebter Kantor in den badisch-jüdischen Landgemeinden in Kippenheim, Dessau und Eichstätten am Kaiserstuhl. Von ihm hat Kurt das musikalische Talent geerbt und begann bereits mit fünf Jahren mit dem Klavierspiel. Als Jugendlicher komponierte er seine ersten Stücke und schrieb auch eigene Texte.
1918 begann er das Musikstudium an der Hochschule für Musik in Berlin. 1926 heiratete er Karoline Wilhelmine Blamauer, später bekannt unter dem Künstlernamen Lotte Lenya.
1927 begann er intensiv mit Bertold Brecht zusammenzuarbeiten. Schon ein Jahr später fand die Uraufführung der «Dreigroschenoper» in Berlin statt. Die Musik ist eine spannende Mischung aus Jazz, Tango, Blues, typischer Musik von Jahrmärkten, aber auch kurzen Einspielungen von Opern- und Operettenmusik. Das wohl weltweit bekannteste Stück ist «Die Moritat von Mackie Messer». 1930 folgte ein weiterer Bühnenerfolg: «Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny». Lotte Lenya übernahm in beiden Werken die weibliche Hauptrolle.
1933 mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten reichte Weill die Scheidung ein. Durch die früh erfolgte Trennung gelang es Lenya, einen Grossteil der Besitztümer von Weill vor dem Zugriff durch die Nazis zu sichern.
1935 emigrierten die beiden, wieder vereint, in die USA und heirateten in New York ein zweites Mal. In den 40er Jahren komponierte Weil einige Werke, die sich inhaltlich mit dem Judentum und der Shoa auseinandersetzten.
1947 bereiste das Ehepaar Weill das damalige Palästina. Bis heute erinnert die Nationalhymne in der Besetzung für ein grosses Orchester an die Bearbeitung durch Kurt Weill.
Er verstarb in New York an den Folgen eines Herzinfarkts.
Orthodoxie
2022 Als Zugeständnis an die orthodoxen Jugendlichen, die ihren Militärdienst bei der IDF absolvieren, wird vom Militär Rabbinat alle drei Monate ein «Yeshiva Tag» eingerichtet. Dieser richtet sich an jene jungen Männer, die vor ihrem Eintritt in die IDF vollzeitlich an Yeshivot studiert haben und versteht sich als Lerntag. Normalerweise nehmen zwischen 200 und 300 Soldaten daran teil.
Am morgigen Sonntag sollte in der Yad Shalom Synagoge in Jerusalem ein Lerntag zum Thema Pessach stattfinden. Geplant waren mehrere Vorträge von Rabbinern und Leitern von Yeshivot. Pessach beginnt in diesem Jahr am 13. April.
Nun musste das Militär Rabbinat bekanntgeben, dass der Lerntag abgesagt werden musste. Offiziell auf Grund von Sicherheitsbedenken. Inoffiziell wurde aber bekannt, dass sich nur etwa 100 Soldaten angemeldet hätten, das Interesse also denkbar niedrig gewesen sei.
Das Rabbinat betonte die Wichtigkeit der Lerntage, wies aber auch darauf hin, dass die Durchführung von einer Mindestteilnehmerzahl abhängig sei. Und die sei leider für morgen nicht erreicht worden.
Politik:
2022 nach dem politischen Tauwetter zwischen Israel und Jordanien kann man auch in der Beziehung zwischen der Türkei und Israel eine leichte Entspannung spüren.
Nach dem historischen Besuch von Präsident Herzog in Ankara telefonierte der türkische Präsident Erdogan am Freitag noch vor Eingang des Shabbats mit seinem israelischen Kollegen.
Einerseits drückte er sein Entsetzen über die Terrorattacken aus und kondolierte den betroffenen Familien. Den Verletzten wünschte er eine rasche Heilung. Das waren Worte, wie wir sie seit vielen Jahren nicht mehr aus Ankara gehört hatten.
Beide Präsidenten tauschten persönliche Glückwünsche für die jeweils bevorstehenden Feiertage aus.
Nicht vergessen wurde auch PM Bennett, der derzeit seine COVID Infektion zu Hause in Ra’anana auskuriert.
2022 Der israelische Gesundheitsminister Nitzan Horowitz ist zu einem Besuch in der Ukraine gestartet. Hauptanliegen seines Besuches ist es, sich über die Funktionalität des israelischen Feldhospitals zu informieren. Am Donnerstag wurde dort das erste Baby geboren!
Mazal tov der jungen Familie!
Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline
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