11. Nissan 5782
Medizin:
1955 entwickelt Yonas Salk (1914 bis 1995) den Impfstoff gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis). Kurz nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der Testreihen gab er ein Interview. Auf die Frage, wem das Patent gehöre antwortete er «Naja, ich würde sagen, den Menschen. Es gibt kein Patent. Könnte man die Sonne patentieren?»
Durch den Impfstoff konnte Kinderlähmung in den meisten Industriestaaten nahezu ausgerottet werden.
Der Impfstoff wird heute zumeist nicht mehr, wie noch bei Salk gespritzt, sondern als oraler Impfstoff auf einem Stück Zucker verabreicht.
Yonas Salk war Sohn eines jüdisch-russischen Schneiders und wuchs in der Bronx auf. Mit 12 Jahren trat er in die Townsend Harris High School, eine Schule für hochbegabte Schüler ein und begann nach dem Abschluss 1930 (!) am City College of New York mit den Vorbereitungen für ein Medizinstudium. Nach dem Abschluss des Colleges erhielt er ein Stipendium für das Medizinstudium an der New York University, wo er 1939 zum Doktor der Medizin promoviert wurde.
Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag schon als Assistenzarzt eher in der Forschung, als in der praktischen Medizin.
Siedlerbewegung in Judäa und Samaria:
1967 suchte Rabbiner Mosche Levinger (The Rabbi with a licence to kill) mit Zeitungsinseraten Einzelpersonen, aber auch Familien, um die Altstadt von Hebron wieder mit Juden zu besiedeln. Zu diesem Zweck meldete sich eine Gruppe von 33 Personen, getarnt als Schweizer Touristen im Park Hotel in Hebron an.
Einmal dort angekommen und eingecheckt, gaben sie sich als Juden zu erkennen, die nur während des Pessach Festes in Hebron bleiben wollten. Tatsächlich aber hatten sie vor, wie sie nach dem Ende der Feiertage bekannt gaben, in Hebron zu bleiben «bis der Messisas kommen wird». Nach zähen Verhandlungen mit der Regierung zogen sie aus dem Hotel aus und übersiedelten nach Kirijat Arba.
Nach dem Massaker von Hebron, welches am 23. und 24. August 1929 stattgefunden hatte und dem 67 Juden, darunter 12 Frauen und drei Kleinkinder zum Opfer fielen, waren alle Juden aus der Stadt vertrieben worden. Auf der anderen Seite waren auch neun Araber getötet worden.
Dass mehr als 400 Juden das Massaker überlebten, verdanken sie nicht der britischen Polizei, sondern arabischen Nachbarn, die sie in ihren Häusern versteckten.
1979 liess Levinger gemeinsam mit seiner Frau, der US-Amerikanerin Miriam, durch 30 Siedlerinnen das ehemalige jüdischen Krankenhaus in Hebron besetzen und initiierte damit die Konflikte, die aus der Siedlertätigkeit resultierten.
1980 erschoss er einen palästinensischen Ladenbesitzer, der palästinensische Jugendliche vertreiben wollte.
1984 wurde er der Mittäterschaft an einem geplanten Terroranschlag gegen fünf arabische Busse überführt.
1990 erschoss er einen Palästinenser.
1994 beglückwünschte er den jüdischen Terroristen Baruch Goldstein für sein Massaker in der Höhle der Patriarchen, denen 29 Palästinenser zum Opfer fielen.
1997 stört er die Gebete in der Moschee innerhalb der Höhe der Patriarchen.
Von 1975 bis zu seinem Tod 2015 wurde er wegen mindestens zehn Straftaten verurteilt, sass aber von den jeweiligen Strafen immer nur wenige Tage bis Wochen ab.
Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline
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