Was geschah vom 25. bis 27. August? 

30. Aw 5782

Sport:

1972 in München werden die XX. Olympischen Sommerspiele von Bundespräsiden Gustav Heinemann eröffnet. Es sollten «fröhliche» Spiele werden, die das Bild der Olympischen Spiele von 1936, die in Berlin unter dem Einfluss der Nationalsozialisten stattgefunden hatten, in der Welt zu korrigieren. 

Der schreckliche Terroranschlag, ausgeführt vom Schwarzen September, einer palästinensischen Terrororganisation, zerstörte das bis dahin heitere Bild. 

Am 5. September überfielen acht bewaffnete Terroristen die Quartiere der israelischen Delegation im olympischen. Dort und nahmen elf Sportler als Geiseln. Zwei der Geiseln starben bereits beim Angriff. 

Verhandlungen zwischen den Terroristen und der israelischen Regierung über die geforderte Freilassung von 234 Terroristen aus israelischen Gefängnissen wurden von PM Golda Meier abgelehnt. Das Angebot deutscher Regierungsmitglieder, sich als Austauschgeiseln zur Verfügung zu stellen, lehnte die Terroristen ab. 

In der Nacht fand ein von schlecht geplanter und durchgeführt Versuch statt, die Geiseln am Militärflughafen Fürstenfeldbruck zu befreien. Dieser Versuch lief völlig aus dem Ruder. Die neun Geiseln, sowie fünf der Terroristen und ein Polizist wurden getötet. 

Diskussionen über die Höhe der von Deutschland angebotenen Entschädigungsgelder führen derzeit dazu, ob überhaupt eine Gedenkveranstaltung zum 50. Jahrestag des Anschlags stattfinden wird. 

2004 gewann Gal Fridman erstes olympisches Gold für Israel. Fridman wurde 1975 in Karkur bei Hadera geboren. In seinem Fall kann man sagen «nomen est omen», denn sein Name «Gal» bedeutet «Welle» und so begann er bereits im Alter von sechs Jahren im nahegelegen Kibbutz Sdot Yam bei Caesarea mit dem Windsurfen. 

Im Alter von 11 Jahren startete er bereits bei nationalen Wettkämpfen, 1989 und 1991 trat er bei internationalen Wettbewerben in der Jugendkategorie an. 1995 und 96 errang er die Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften und wurde gleichzeitig jeweils Zweiter bei den Europameisterschaften. 1996 wurde er Israels Sportler des Jahres.

Im gleichen Jahr gewann er bei den Spielen in Atlanta die Bronzemedaille. Es war dies die dritte Medaille überhaupt, die je ein israelischer Sportler gewonnen hatte. Nach einem Formtief erreichte er im Jahr 2004 dann die erste Goldmedaille für Israel.

Seine Medaille widmete er den elf israelischen Sportlern, die Opfer des fruchtbaren palästinensischen Terrorangriffes bei den Olympischen Spielen in München 1972 geworden waren. 

Nationalsozialismus:

1938 wurde in Wien die Zentralstelle für jüdische Auswanderung eingerichtet. Diese Stelle sollte die jüdische Auswanderung beschleunigen, die von einigen staatliche Stellen immer wieder verschleppt wurde. Die Aufgaben dieser neuen Behörde war 

1. Schaffung von Auswanderungsmöglichkeiten durch Verhandlungen über Einreisegenehmigungen mit den zuständigen deutschen und anderen Auswanderungsorganisationen.

2. Beschaffung der für die Auswanderung erforderlichen Devisen.

3. Einrichtung und Betreuung von beruflichen Umschulungszentren.

4. Zusammenarbeit mit Reisebüros und Reedereien zur Sicherstellung der technischen Vorkehrungen für die Auswanderung.

5. Überwachung jüdischer politischer und anderer Auswanderungsvereine hinsichtlich ihrer Einstellung zur Auswanderung.

6. Erlass von Richtlinien und ständige Kontakte mit allen Stellen, die mit der Auswanderung von Juden aus Österreich zu tun haben.

Diese Regelung betraf zunächst nur Wien, wurde dann aber schnell auf die umgebenden Gebiete ausgedehnt.

Humanitäre Hilfe:

Die vier Jahre alte Solomiya aus der Ukraine kam zusammen mit einigen anderen Kleinkindern in Israel an. Bei den Kindern wurde Krebs diagnostiziert. In einer gemeinsamen Hilfsaktion von «Israel in der Ukraine» und «Mashav» werden die Kinder in israelischen Krankenhäusern, wenn nötig und möglich operiert und einer anschliessenden Strahlentherapie unterzogen. Im Anschluss an die langwierige und schmerzhafte Behandlung werden sich die Kinder anschliessend bis zur völligen Wiederherstellung in Israel erholen können. 

«Mashav» gehört zum israelischen Aussenministerium und wurde im Jahr 1958 auf Anregung der damaligen PM Golda Meir gegründet. Israel bietet Hilfestellung vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Erziehung und Medizin an. Finanziert wird die Organisation u.a. durch die UNESCO. 



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