20. Adar 5786

Heute gab die IDF den Namen des zweiten Soldaten bekannt, der gestern bei einem feigen Angriff im Süden des Libanon der Hisbollah sein Leben verlor. Es handelt sich um Staff Sgt. Or Demry, 20, s’’l.
Trump will bis zum letzten Moment die Fäden im Irankrieg allein in der Hand behalten. Zwar betonte er auf eine Frage, ob er die Entscheidung, wann der Krieg beendet sein werde, allein oder gemeinsam mit Netanyahu treffen werde, zunächst als ‘gemeinsam’. In einem kurzen Telefoninterview: «Der Iran wollte Israel und alles andere um es herum zerstören … Wir haben zusammengearbeitet. Wir haben ein Land zerstört, das Israel zerstören wollte.» Auf die konkrete Frage zur Mitsprache Netanyahus, relativierte er seine erste spontane Antwort: «Ich denke, es ist eine gemeinsame Entscheidung … ein bisschen. Wir haben darüber gesprochen. Ich werde zum richtigen Zeitpunkt eine Entscheidung treffen, aber alles wird berücksichtigt werden.» Dass Israel den Krieg allein weiterführen könne, lehnte er ab. «Ich glaube nicht, dass das notwendig sein wird.» Natürlich durfte auch die Frage aller Fragen, nach der Begnadigung nicht fehlen. Und prompt holte Trump erneut den Knüppel aus dem Sack: «Bibi Netanyahu sollte diese Begnadigung sofort erhalten. Ich finde, Herzog handelt falsch, wenn er sie ihm nicht gewährt. Wir wollen, dass Bibi sich auf den Krieg konzentriert und nicht auf eine lächerliche Begnadigung.» Am Ende des Gespräches mit ToI wiederholte er noch nochmals: «Sagen Sie Ihrem Präsidenten, er soll ihm [Bibi] sofort die Begnadigung gewähren.»
Netanyahu sieht niemanden, der die Regierung des Irans übernehmen kann. Ein israelischer Beamter, der mit der Planung und Strategie für den Iran-Krieg vertraut sein soll, äussert sich besorgt über das Ziel Israels, das Regime im Rahmen der Operation zu stürzen, ohne einen klaren Plan für die Zeit danach zu haben. «Wir sehen niemanden, der das Regime ersetzen könnte. Ich bin mir nicht sicher, ob es in unserem Interesse ist, so lange zu kämpfen, bis das Regime gestürzt ist… Niemand will eine unendliche Geschichte.»

Der Sohn von Imam Ali Khamenei, Ayatollah Mojtaba Khamenei, wurde in den Nachtstunden als neuer oberster Führer des Iran bekannt gegeben. Gleichzeitig wurde bekannt, dass er während des ‘Ramadan-Krieges’, so der Name der aktuellen Kampfhandlungen, noch nicht in der Öffentlichkeit gesehen wurde.

Der russische Präsident Vladimir Putin gratulierte Ayatollah Mojtaba Khamenei zu seiner Ernennung: «Ich bin sicher, dass Sie die Arbeit Ihres Vaters fortsetzen und das iranische Volk einen werden.» Er fügte hinzu, dass Russland weiterhin an der Seite vom Iran steht. «Unseren iranischen Freunde sind unserer unverbrüchliche Unterstützung und Solidarität gewiss.»
Eine zweite Langstreckenrakete aus dem Iran wurde heute im türkischen Luftraum von NATO-Luftraum-Verteidigungssystemen abgefangen und zerstört. Trümmerteile stürzten über offenem Gelände ab, es gab weder Schäden noch Verletzte. Bei der ersten Rakete habe es sich um einen Irrläufer gehandelt, was jetzt als Grund für den Beschuss angeführt wird, bleibt abzuwarten.
Das Verteidigungsministerium der VAE beklagte, dass allein am heutigen Tag bisher 15 Langstreckenraketen und 18 Drohnen aus dem Iran gegen ihr Staatsgebiet abgeschossen wurden. 12 der Raketen wurden abgefangen, drei stürzten ins Meer. 17 Drohnen konnten abgefangen werden, die letzte stürzte über offenem Gebiet ab, ohne Schaden anzurichten.
Katar sprach von 17 Langstrecken-Raketen und 6 Drohnen, die heute vom Iran aus abgeschossen und allesamt abgefangen werden konnten.



Insgesamt sechs Cluster-Raketen, die aus dem Iran auf den Norden von Israel abgeschossen wurden, töteten mit ihren Streubomben einen Mann und verletzten zwei andere schwer. Die Vorfälle fanden in Yehud, Holon und Bat Yam statt. Bat Yam war während des ersten Iran Krieges schon einmal Ziel eines tödlichen Angriffs. Nachdem sich alle Vorfälle ausserhalb von Schutzräumen ereigneten, forderte das ‘Home Front Command’ nochmals dringend auf, sich an die Richtlinien zu halten.

Bei einem Raketeneinschlag in Ramle wurden vier Personen durch Glassplitter verletzt. Schaden wurde, und das ist tragisch, in einem Kindergarten, der Gott sei Dank geschlossen war, angerichtet. Die IDF untersucht den Fall, vor allem, weil in der Region kein Alarm ausgelöst wurde.
Erneut flog die IAF Angriffsflüge auf terroristische Infrastruktur der Hisbollah im Süden Beiruts. Wie angekündigt waren es heute vor allem ‘Niederlassungen’ der ’Al-Qard al-Hasan Association’ die angegriffen wurden. Diese Verbindung dient der Hisbollah als Bank für ihre internen Finanztransaktionen.
Die staatliche Ölgesellschaft von Bahrain bestätigte nach einem Angriff auf eine der Raffinerien durch den Iran, dass ab sofort Force Majeur gilt. Durch die Brände können Teile der Lieferverpflichtungen nicht mehr erfüllt werden. Die lokale Nachfrage, so das Unternehmen, kann weiterhin gedeckt werden. Beim Angriff entstand grosser Sachschaden, es gab keine Verletzten.

Leider wurde ein Kind, Salsabeel Farraj, 12, sowie zwei Erwachsene, Nour al-Shalalfeh, 30, und Amal Shamali, 46, wurden in der Nacht Opfer eines Israelischen Luftangriffs auf das zentrale Flüchtlingslager Al-Zawaida. Zehn Personen wurden verletzt und ins ‘al Al-Awda Spital’ in Nuseirat evakuiert. Shamali arbeitete als Journalistin. Julia al-Qudra, 5, die bei einem israelischen Angriff am Samstag schwer verwundet wurde, verlor heute den Kampf um ihr Leben.
Yossi Verter, der Mann der spitzen und treffsicheren Feder hat sich Gedanken zum Thema «Nicht einmal der Dritte Weltkrieg kann Israels Regierung von ihrer antidemokratischen Agenda ablenken» gemacht. Ha’aretz vom 6. März 2026 (Kursive Texte sind Originalzitate des Artikels)

Israel geht auf die nächsten Wahlen zu. Unaufhaltsam. Sei es, weil das Budget bis zum 31. März nicht von der Knesset approbiert wird (was ich zutiefst hoffe) und sich die Knesset damit auflöst und die Wahlen auf Ende Juni angesetzt werden müssen. Oder, weil die Dummköpfe vom Knesset-Hügel es schaffen, ihr finanzielles Hütchen-Spiel (Wer findet das Geld?) durchzuziehen. Dann finden die Wahlen im Oktober statt. Oder irgendwann dazwischen. Wenn die Opposition die Vertrauensfrage stellt und diese die Regierung aus der Knesset kickt.
«Nach dem Krieg – den Kriegen – wird Israel Wahlen abhalten, die darüber entscheiden werden, was für ein Land es für die kommenden Generationen sein wird – ein liberales, demokratisches, aufgeklärtes, fortschrittliches Land, in dem Recht und Gerechtigkeit herrschen, oder ein autoritäres Regime, nationalreligiös, dunkel und repressiv. Von all den ‘historischen’ Daten, mit denen wir überschüttet werden, wird der 4. Januar 2023, an dem die Justizreform vorgestellt wurde, als Wurzel des Bösen, als Mutter aller Sünden in die Geschichte eingehen.»
Warum schreibt Verter so pessimistisch, dass der Wechsel von einer Demokratie zu einem autoritären ‘für Generationen’ sein wird.? Er gibt uns sofort die Antwort, alles kann man korrigieren, Krieg, Attentate, Katastrophen. Aber: «Aber eine (junge) Demokratie, die zerstört wurde, wird es schwer haben, sich aus den Trümmern wieder zu erheben.» Unsere Demokratie ist jung, erst 78 Jahre.
Die USA wird mit ihrem Gründungsjahr 1789 als erste moderne Demokratie angesehen, die Schweiz seit 1848, Neuseeland seit 1893, Australien 1902, Kanada 1920, Schweden 1992, GB seit 1928. Alle anderen westlichen Demokratien entstanden rund um das Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Gründungsurkunde von San Marino weist das Jahr 1600 auf. So gesehen sind wir noch jung. Und damit sehr verletzlich.
Und was tut unsere Regierung? «Sie verfolgt ihre Ziele– die Verabschiedung von zwei Gesetzen zur Abschaffung der Rolle des Generalstaatsanwalts und zur Schwächung der freien Medien. Der Angriff auf Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara nach ihrer Stellungnahme zur Entlassung von Ministers für Nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir war zu erwarten, ebenso wie alles andere, was damit zusammenhängt – die Stellungnahme selbst, ihr Zeitpunkt (der vom OGH vorgegeben wurde) und die Reaktionen des PM, des Kabinetts und ihrer Sprachrohre in den Medien. „Jetzt?! Mitten im Krieg, den Schutzräumen und den Sirenen?!» Die Heuchler, die jetzt Feuer brüllten, hatten während des Gaza-Krieges die: «Entlassung von Verteidigungsminister Yoav Galant, Shin-Bet-Chef Ronen Bar und IDF-Stabschef Herzi Halevi in Kriegszeiten gefeiert. Jetzt liessen sie gleichzeitig ihrer Wut über Baharav-Miara’s begründetes Dokument freien Lauf. Aber täuschen Sie sich nicht: Die Kritik richtete sich nicht wirklich gegen die Generalstaatsanwältin. Sie ist irrelevant.»
Verter hält zu Recht fest, dass es sich bei dem Dokument nur um eine Stellungnahme handelt, die angenommen oder angelehnt werden kann. Also doch kein Grund zur Aufregung! Das Flexen der Muskeln ist eine klare Drohung an das Richter-Gremium, nichts zu tun, was der Regierung nicht passt.
Der Ritter von der traurigen Gestalt, Israel Katz war der erste, der dem Biest Ben-Gvir zur Hilfe eilte. Statt sich während des Krieges gegen den Iran seinen ureigenen Agenden als Verteidigungsminister zu widmen, hielt er «für einen Moment inne, um eine Reihe von Droh-Tweets gegen die Iraner zu verschicken („Wir werden euch vernichten”, „Wir werden euch zermalmen”, „Ihr werdet zermalmt werden”), statt die General-Staatsanwältin zu tadeln.» Klar, das ist wichtiger, als Demokratie und nationale Einheit, die in Kriegszeiten so wichtig wären. Katz ist einerseits das Sprachrohr von Netanyahu. Der hat ihn wahrscheinlich nur deshalb zum VM ernannt, weil er sicher sein kann, dass Katz keinerlei Eigeninitiative zeigen wird. Katz vergöttert Ben-Gvir und seinen Erfolg beim völligen Umbau der Polizei nach seinen Wünschen. «Was ihn vorerst davon abgehalten hat [das auch mit dem Militär zu tun], ist ein Stabschef mit Rückgrat, im Gegensatz zu einem rückgratlosen und verängstigten Polizeichef.» Er hätte sich auch den Vorgängern des aktuellen Generalstabschef die Zähne ausgebissen: Herzi Halevi, Aviv Kochavi, Gadi Eizenkot, Benny Gantz, Gabi Ahkenazi (…) Ehud Barak (…) Jitzhak Rabin (…) Moshe Dayan. Allesamt Männer mit Rückgrat und keine Weicheier wie er!
«Eisenkot und andere gute Menschen handeln immer noch nach einer Art Gentleman-Kodex, der nicht mehr existiert. Sie verstehen nicht, dass die andere Seite ständig vorprescht und nur kurz innehält, um sich neu zu organisieren. Die Hetze nimmt tatsächlich zu, und die bösartigen Kampagnen gegen jeden, der Netanyahu nicht die Treue geschworen hat, werden mit aller Kraft und allem Gift fortgesetzt. Es wird immer reichlich Gift geben, auch wenn der Vorrat an Abfangraketen schwindet.»
Verter bezieht auch die mit in seine Gedanken ein, die derzeit auf der politischen Bühne nur auf der Reservebank sitzen und darauf warten, bei den kommenden Wahlen wieder mitten im Spielfeld zu stehen und den alten, weissen Mann nach Hause zu schicken. Allen voran Naftali Bennett der «am Donnerstag eine überzeugende und pointierte Einschätzung der aktuellen Lage veröffentlichte: „Der Bürgerkrieg, den die Regierung Netanyahu gegen die Hälfte der Nation begonnen hat, ist verabscheuungswürdig und unverzeihlich. Das Ziel ist es, den Krieg zu nutzen, um die Hälfte des Landes, die ihn nicht unterstützt, vollständig zu vernichten und sie für illegitim zu erklären.“ Dies ist die einzige Möglichkeit, mit der kriminellen Organisation umzugehen, die das Land regiert. Hätte die Regierung Bereitschaft gezeigt, aufzuhören, umzudenken und die Angriffe zu reduzieren, gäbe es etwas zu besprechen. Aber angesichts eines räuberischen und abscheulichen Regimes ist jede Pause in der Verteidigung der Demokratie ein gefährlicher Luxus.»
Auch im zweiten Teil seiner Kolumne zeigt Verter ein klares Bild von Netanyahu, seinen Opponenten und seiner Beziehung zu den USA. Das Weiterlesen ist, wie immer, ein Muss.

Der Kaktus des Tages geht an die Ministerin für soziale Gleichstellung, May Golan. Sie wurde heute auf einem EL AL Flug nach New York gesichtet, wie sie sich in der Business Class gemütlich eingerichtet hat. Ihr Ziel: eine Veranstaltung der UN zum Internationalen Frauentag, der am vergangenen Samstag stattfand. Auf der Liste der Veranstaltungen steht nichts, was zum Thema passen könnte. Die einzigen beiden Veranstaltungen fanden gestern statt.
Seit gestern dürfen pro Stunde maximal zwei ‘Schmalrumpfflugzeuge’ mit jeweils 70-100 Passagieren an Bord Israel verlassen. Israelis müssen unterschreiben, frühestens in 30 Tagen wieder nach Israel zurückzukehren.
Golan wird derzeit von der Polizei wegen des Verdachts der Annahme von Bestechungsgeldern und Entgegennahme von unzulässigen Vorteilen untersucht.
Krieg gegen den Iran – Tag 10
Heute gab die IDF den Namen des zweiten Soldaten bekannt, der gestern bei einem feigen Angriff im Süden des Libanon der Hisbollah sein Leben verlor. Es handelt sich um Staff Sgt. Or Demry, 20, s’’l.
Trump will bis zum letzten Moment die Fäden im Irankrieg allein in der Hand behalten. Zwar betonte er auf eine Frage, ob er die Entscheidung, wann der Krieg beendet sein werde, allein oder gemeinsam mit Netanyahu treffen werde, zunächst als ‘gemeinsam’. In einem kurzen Telefoninterview: «Der Iran wollte Israel und alles andere um es herum zerstören … Wir haben zusammengearbeitet. Wir haben ein Land zerstört, das Israel zerstören wollte.» Auf die konkrete Frage zur Mitsprache Netanyahus, relativierte er seine erste spontane Antwort: «Ich denke, es ist eine gemeinsame Entscheidung … ein bisschen. Wir haben darüber gesprochen. Ich werde zum richtigen Zeitpunkt eine Entscheidung treffen, aber alles wird berücksichtigt werden.» Dass Israel den Krieg allein weiterführen könne, lehnte er ab. «Ich glaube nicht, dass das notwendig sein wird.» Natürlich durfte auch die Frage aller Fragen, nach der Begnadigung nicht fehlen. Und prompt holte Trump erneut den Knüppel aus dem Sack: «Bibi Netanyahu sollte diese Begnadigung sofort erhalten. Ich finde, Herzog handelt falsch, wenn er sie ihm nicht gewährt. Wir wollen, dass Bibi sich auf den Krieg konzentriert und nicht auf eine lächerliche Begnadigung.» Am Ende des Gespräches mit ToI wiederholte er noch nochmals: «Sagen Sie Ihrem Präsidenten, er soll ihm [Bibi] sofort die Begnadigung gewähren.»
Netanyahu sieht niemanden, der die Regierung des Irans übernehmen kann. Ein israelischer Beamter, der mit der Planung und Strategie für den Iran-Krieg vertraut sein soll, äussert sich besorgt über das Ziel Israels, das Regime im Rahmen der Operation zu stürzen, ohne einen klaren Plan für die Zeit danach zu haben. «Wir sehen niemanden, der das Regime ersetzen könnte. Ich bin mir nicht sicher, ob es in unserem Interesse ist, so lange zu kämpfen, bis das Regime gestürzt ist… Niemand will eine unendliche Geschichte.»
Der Sohn von Imam Ali Khamenei, Ayatollah Mojtaba Khamenei, wurde in den Nachtstunden als neuer oberster Führer des Iran bekannt gegeben. Gleichzeitig wurde bekannt, dass er während des ‘Ramadan-Krieges’, so der Name der aktuellen Kampfhandlungen, noch nicht in der Öffentlichkeit gesehen wurde.
Der russische Präsident Vladimir Putin gratulierte Ayatollah Mojtaba Khamenei zu seiner Ernennung: «Ich bin sicher, dass Sie die Arbeit Ihres Vaters fortsetzen und das iranische Volk einen werden.» Er fügte hinzu, dass Russland weiterhin an der Seite vom Iran steht. «Unseren iranischen Freunde sind unserer unverbrüchliche Unterstützung und Solidarität gewiss.»
Eine zweite Langstreckenrakete aus dem Iran wurde heute im türkischen Luftraum von NATO-Luftraum-Verteidigungssystemen abgefangen und zerstört. Trümmerteile stürzten über offenem Gelände ab, es gab weder Schäden noch Verletzte. Bei der ersten Rakete habe es sich um einen Irrläufer gehandelt, was jetzt als Grund für den Beschuss angeführt wird, bleibt abzuwarten.
Das Verteidigungsministerium der VAE beklagte, dass allein am heutigen Tag bisher 15 Langstreckenraketen und 18 Drohnen aus dem Iran gegen ihr Staatsgebiet abgeschossen wurden. 12 der Raketen wurden abgefangen, drei stürzten ins Meer. 17 Drohnen konnten abgefangen werden, die letzte stürzte über offenem Gebiet ab, ohne Schaden anzurichten.
Katar sprach von 17 Langstrecken-Raketen und 6 Drohnen, die heute vom Iran aus abgeschossen und allesamt abgefangen werden konnten.
Insgesamt sechs Cluster-Raketen, die aus dem Iran auf den Norden von Israel abgeschossen wurden, töteten mit ihren Streubomben einen Mann und verletzten zwei andere schwer. Die Vorfälle fanden in Yehud, Holon und Bat Yam statt. Bat Yam war während des ersten Iran Krieges schon einmal Ziel eines tödlichen Angriffs. Nachdem sich alle Vorfälle ausserhalb von Schutzräumen ereigneten, forderte das ‘Home Front Command’ nochmals dringend auf, sich an die Richtlinien zu halten.
Bei einem Raketeneinschlag in Ramle wurden vier Personen durch Glassplitter verletzt. Schaden wurde, und das ist tragisch, in einem Kindergarten, der Gott sei Dank geschlossen war, angerichtet. Die IDF untersucht den Fall, vor allem, weil in der Region kein Alarm ausgelöst wurde.
Erneut flog die IAF Angriffsflüge auf terroristische Infrastruktur der Hisbollah im Süden Beiruts. Wie angekündigt waren es heute vor allem ‘Niederlassungen’ der ’Al-Qard al-Hasan Association’ die angegriffen wurden. Diese Verbindung dient der Hisbollah als Bank für ihre internen Finanztransaktionen.
Die staatliche Ölgesellschaft von Bahrain bestätigte nach einem Angriff auf eine der Raffinerien durch den Iran, dass ab sofort Force Majeur gilt. Durch die Brände können Teile der Lieferverpflichtungen nicht mehr erfüllt werden. Die lokale Nachfrage, so das Unternehmen, kann weiterhin gedeckt werden. Beim Angriff entstand grosser Sachschaden, es gab keine Verletzten.
Leider wurde ein Kind, Salsabeel Farraj, 12, sowie zwei Erwachsene, Nour al-Shalalfeh, 30, und Amal Shamali, 46, wurden in der Nacht Opfer eines Israelischen Luftangriffs auf das zentrale Flüchtlingslager Al-Zawaida. Zehn Personen wurden verletzt und ins ‘al Al-Awda Spital’ in Nuseirat evakuiert. Shamali arbeitete als Journalistin. Julia al-Qudra, 5, die bei einem israelischen Angriff am Samstag schwer verwundet wurde, verlor heute den Kampf um ihr Leben.
Yossi Verter, der Mann der spitzen und treffsicheren Feder hat sich Gedanken zum Thema «Nicht einmal der Dritte Weltkrieg kann Israels Regierung von ihrer antidemokratischen Agenda ablenken» gemacht. Ha’aretz vom 6. März 2026 (Kursive Texte sind Originalzitate des Artikels)
Israel geht auf die nächsten Wahlen zu. Unaufhaltsam. Sei es, weil das Budget bis zum 31. März nicht von der Knesset approbiert wird (was ich zutiefst hoffe) und sich die Knesset damit auflöst und die Wahlen auf Ende Juni angesetzt werden müssen. Oder, weil die Dummköpfe vom Knesset-Hügel es schaffen, ihr finanzielles Hütchen-Spiel (Wer findet das Geld?) durchzuziehen. Dann finden die Wahlen im Oktober statt. Oder irgendwann dazwischen. Wenn die Opposition die Vertrauensfrage stellt und diese die Regierung aus der Knesset kickt.
«Nach dem Krieg – den Kriegen – wird Israel Wahlen abhalten, die darüber entscheiden werden, was für ein Land es für die kommenden Generationen sein wird – ein liberales, demokratisches, aufgeklärtes, fortschrittliches Land, in dem Recht und Gerechtigkeit herrschen, oder ein autoritäres Regime, nationalreligiös, dunkel und repressiv. Von all den ‘historischen’ Daten, mit denen wir überschüttet werden, wird der 4. Januar 2023, an dem die Justizreform vorgestellt wurde, als Wurzel des Bösen, als Mutter aller Sünden in die Geschichte eingehen.»
Warum schreibt Verter so pessimistisch, dass der Wechsel von einer Demokratie zu einem autoritären ‘für Generationen’ sein wird.? Er gibt uns sofort die Antwort, alles kann man korrigieren, Krieg, Attentate, Katastrophen. Aber: «Aber eine (junge) Demokratie, die zerstört wurde, wird es schwer haben, sich aus den Trümmern wieder zu erheben.» Unsere Demokratie ist jung, erst 78 Jahre.
Die USA wird mit ihrem Gründungsjahr 1789 als erste moderne Demokratie angesehen, die Schweiz seit 1848, Neuseeland seit 1893, Australien 1902, Kanada 1920, Schweden 1992, GB seit 1928. Alle anderen westlichen Demokratien entstanden rund um das Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Gründungsurkunde von San Marino weist das Jahr 1600 auf. So gesehen sind wir noch jung. Und damit sehr verletzlich.
Und was tut unsere Regierung? «Sie verfolgt ihre Ziele– die Verabschiedung von zwei Gesetzen zur Abschaffung der Rolle des Generalstaatsanwalts und zur Schwächung der freien Medien. Der Angriff auf Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara nach ihrer Stellungnahme zur Entlassung von Ministers für Nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir war zu erwarten, ebenso wie alles andere, was damit zusammenhängt – die Stellungnahme selbst, ihr Zeitpunkt (der vom OGH vorgegeben wurde) und die Reaktionen des PM, des Kabinetts und ihrer Sprachrohre in den Medien. „Jetzt?! Mitten im Krieg, den Schutzräumen und den Sirenen?!» Die Heuchler, die jetzt Feuer brüllten, hatten während des Gaza-Krieges die: «Entlassung von Verteidigungsminister Yoav Galant, Shin-Bet-Chef Ronen Bar und IDF-Stabschef Herzi Halevi in Kriegszeiten gefeiert. Jetzt liessen sie gleichzeitig ihrer Wut über Baharav-Miara’s begründetes Dokument freien Lauf. Aber täuschen Sie sich nicht: Die Kritik richtete sich nicht wirklich gegen die Generalstaatsanwältin. Sie ist irrelevant.»
Verter hält zu Recht fest, dass es sich bei dem Dokument nur um eine Stellungnahme handelt, die angenommen oder angelehnt werden kann. Also doch kein Grund zur Aufregung! Das Flexen der Muskeln ist eine klare Drohung an das Richter-Gremium, nichts zu tun, was der Regierung nicht passt.
Der Ritter von der traurigen Gestalt, Israel Katz war der erste, der dem Biest Ben-Gvir zur Hilfe eilte. Statt sich während des Krieges gegen den Iran seinen ureigenen Agenden als Verteidigungsminister zu widmen, hielt er «für einen Moment inne, um eine Reihe von Droh-Tweets gegen die Iraner zu verschicken („Wir werden euch vernichten”, „Wir werden euch zermalmen”, „Ihr werdet zermalmt werden”), statt die General-Staatsanwältin zu tadeln.» Klar, das ist wichtiger, als Demokratie und nationale Einheit, die in Kriegszeiten so wichtig wären. Katz ist einerseits das Sprachrohr von Netanyahu. Der hat ihn wahrscheinlich nur deshalb zum VM ernannt, weil er sicher sein kann, dass Katz keinerlei Eigeninitiative zeigen wird. Katz vergöttert Ben-Gvir und seinen Erfolg beim völligen Umbau der Polizei nach seinen Wünschen. «Was ihn vorerst davon abgehalten hat [das auch mit dem Militär zu tun], ist ein Stabschef mit Rückgrat, im Gegensatz zu einem rückgratlosen und verängstigten Polizeichef.» Er hätte sich auch den Vorgängern des aktuellen Generalstabschef die Zähne ausgebissen: Herzi Halevi, Aviv Kochavi, Gadi Eizenkot, Benny Gantz, Gabi Ahkenazi (…) Ehud Barak (…) Jitzhak Rabin (…) Moshe Dayan. Allesamt Männer mit Rückgrat und keine Weicheier wie er!
«Eisenkot und andere gute Menschen handeln immer noch nach einer Art Gentleman-Kodex, der nicht mehr existiert. Sie verstehen nicht, dass die andere Seite ständig vorprescht und nur kurz innehält, um sich neu zu organisieren. Die Hetze nimmt tatsächlich zu, und die bösartigen Kampagnen gegen jeden, der Netanyahu nicht die Treue geschworen hat, werden mit aller Kraft und allem Gift fortgesetzt. Es wird immer reichlich Gift geben, auch wenn der Vorrat an Abfangraketen schwindet.»
Verter bezieht auch die mit in seine Gedanken ein, die derzeit auf der politischen Bühne nur auf der Reservebank sitzen und darauf warten, bei den kommenden Wahlen wieder mitten im Spielfeld zu stehen und den alten, weissen Mann nach Hause zu schicken. Allen voran Naftali Bennett der «am Donnerstag eine überzeugende und pointierte Einschätzung der aktuellen Lage veröffentlichte: „Der Bürgerkrieg, den die Regierung Netanyahu gegen die Hälfte der Nation begonnen hat, ist verabscheuungswürdig und unverzeihlich. Das Ziel ist es, den Krieg zu nutzen, um die Hälfte des Landes, die ihn nicht unterstützt, vollständig zu vernichten und sie für illegitim zu erklären.“ Dies ist die einzige Möglichkeit, mit der kriminellen Organisation umzugehen, die das Land regiert. Hätte die Regierung Bereitschaft gezeigt, aufzuhören, umzudenken und die Angriffe zu reduzieren, gäbe es etwas zu besprechen. Aber angesichts eines räuberischen und abscheulichen Regimes ist jede Pause in der Verteidigung der Demokratie ein gefährlicher Luxus.»
Auch im zweiten Teil seiner Kolumne zeigt Verter ein klares Bild von Netanyahu, seinen Opponenten und seiner Beziehung zu den USA. Das Weiterlesen ist, wie immer, ein Muss.
Der Kaktus des Tages geht an die Ministerin für soziale Gleichstellung, May Golan. Sie wurde heute auf einem EL AL Flug nach New York gesichtet, wie sie sich in der Business Class gemütlich eingerichtet hat. Ihr Ziel: eine Veranstaltung der UN zum Internationalen Frauentag, der am vergangenen Samstag stattfand. Auf der Liste der Veranstaltungen steht nichts, was zum Thema passen könnte. Die einzigen beiden Veranstaltungen fanden gestern statt.
Seit gestern dürfen pro Stunde maximal zwei ‘Schmalrumpfflugzeuge’ mit jeweils 70-100 Passagieren an Bord Israel verlassen. Israelis müssen unterschreiben, frühestens in 30 Tagen wieder nach Israel zurückzukehren.
Golan wird derzeit von der Polizei wegen des Verdachts der Annahme von Bestechungsgeldern und Entgegennahme von unzulässigen Vorteilen untersucht.
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