Krieg gegen den Iran – Tag 13

23. Adar 5786

Gestern wurde seit dem späten Nachmittag unablässig der Alarm vor allem im Norden des Landes ausgelöst. Die meisten Drohnen und Raketen kommen aus dem Libanon und reichen bis Yokne’am Illit, etwa 50 km südlich der Grenze. Die Hisbollah übernahm die Verantwortung für die Salven und behauptete, Wohnsiedlungen innerhalb von 5 km südlich der Grenze angegriffen zu haben. Die Bewohner wurden, so die Hisbollah, zuvor aufgefordert worden, das Gebiet zu evakuieren. Die meisten Raketen konnten abgefangen werden. Zwei Einschläge in bewohnten Gebieten richteten jedoch grossen Schaden an. In den letzten 24 Stunden wurden von der Hisbollah mehr als 217 Raketen und Drohnen auf ganz Israel, bevorzugt aber auf den Norden des Landes abgeschossen. Mittlerweile hat die Frequenz der Angriffswellen abgenommen, die Zahl der Geschosse ist ebenfalls deutlich geringer geworden.

Die Anweisung des Home Front Command, öffentliche Versammlungen strikt zu limitieren, gelten natürlich auch für den Tempelberg und die Altstadt sowie den Platz vor der Klagemauer in Jerusalem. Die Aussenminister von Katar, Jordanien, den VAE, Indonesien, Pakistan, der Türkei, Saudi-Arabien und Ägypten haben sich beschwert: «Sicherheitsbeschränkungen für den Zugang zur Altstadt von Jerusalem und ihren Gebetsstätten in Verbindung mit diskriminierenden und willkürlichen Zugangsbeschränkungen zu anderen Gebetsstätten in der Altstadt stellen einen eklatanten Verstoss gegen das Völkerrecht, einschliesslich des humanitären Völkerrechts, den historischen und rechtlichen Status quo und den Grundsatz des uneingeschränkten Zugangs zu Gebetsstätten dar.» Das gilt natürlich nur so lange, bis den Betern eine iranische Drohne auf dem Tempelberg um die Ohren fliegt…..

Der ehemalige VM Yoav Gallant, der unter äusserst fragwürdigen Umständen von Netanyahu aus dem Amt entlassen wurde, steht bei den kommenden Wahlen nicht zur Verfügung. Genaue Gründe dafür gab Gallant nicht an. Man konnte jedoch Einiges aus den Worten hinter den Worten lesen. «Ich hätte gute Chancen im Likud, aber derzeit fühlt sich das nicht richtig für mich an», und er fuhr fort: « Ich mache nun erst mal eine Pause, für die Zukunft schauen wir dann später. Wenn ich wieder Einfluss nehmen kann, dann bin ich da.»  

Kann Trump nicht bitte endlich sein Schandmaul halten? Seine Beschimpfungen unseres Präsidenten Isaac Herzog werden von Tag zu Tag primitiver. Jetzt bezeichnet er ihn als ‘schwach und erbärmlich’. In einem Gespräch mit Raviv Drucker von Kanal 12 erklärte er, Herzog sei ‘voller Mist’, weil er sich weigere, eine Entscheidung zu treffen, bevor er nicht die Empfehlung des Justizministeriums erhalten habe. «Er braucht keine Rechtsgutachten», sagt Trump. „Er redet nur Unsinn. Er ist ein schwacher und erbärmlicher Kerl. Ich möchte, dass Bibi sich auf den Krieg konzentriert – und nicht auf Unsinn.»

Zwei Öltanker, die in den Nachtstunden von iranischen Raketen beschossen wurden, stehen im Vollbrand 50 km vor der irakischen Küste im Persischen Golf. 38 Crew Mitglieder konnten lebend geborgen werden, ein Mitglied der Mannschaft überlebte leider nicht. Eine noch unbekannte Zahl von Seeleuten wird noch vermisst.

Die IDF gab an, Abu Dharr Mohammadi, Mitglied der iranischen IRGC und derzeit als Verantwortlicher für die ‘Raketen-Einheit’ im Libanon zuständig, wurde mit einem gezielten Angriff eliminiert. Mohammadi war eine zentrale Figur zwischen der Hisbollah und dem iranischen Terrorregime. Ein zweiter hochrangiger Kommandant der Hisbollah, Abu Ali Riyan wurde bereits am vergangenen Samstag in der südlibanesischen Stadt Harouf eliminiert. Er war Kommandant der Elite-Einheit ‘Radwan’. Seine Aufgabe war die Koordinierung der Angriffe, die Rekrutierung neuer ‘Kämpfer’ und die Versorgung mit Waffen.

Die IDF teilte mit, vor kurzem eine iranische Nuklear-Anlage, den Taleghan-Komplex, unweit von Teheran beschossen zu haben. Die Anlage wurde für «die Entwicklung fortschrittlicher Sprengstoffe und für die Durchführung sensibler Experimente im Rahmen des AMAD-Projekts genutzt, dem mutmasslichen geheimen Atomwaffenentwicklungsprogramm des Iran.» Die Anlage war bereits im Oktober 2024 von Israel angegriffen und dabei stark beschädigt worden.

Zwei Palästinenser haben am Nachmittag an der Tapuah-Kreuzung einen Terror-Anschlag gegen Soldaten unternommen. Die Terroristen eröffneten das Feuer auf die Soldaten, versuchten anschliessend zu fliehen. Beim Versuch in eine dort wartende Gruppe von Soldaten zu fahren, wurden sie von diesen neutralisiert. Es gab keine Verletzten bei den Soldaten.

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Ein brutaler Messerangriff ereignete sich in Ramat Gan. Ein 47-Jahre alter Mann wurde von einem noch unbekannten Terroristen mehrfach in den Bauch, Rücken und Brust gestochen und, als er später am Boden lag mit Fusstritten traktiert. Der Terrorist konnte vorerst entkommen. Das Opfer wurde zur Notfallbehandlung ins Ichilov Spital in Tel Aviv evakuiert. Sein Zustand wird als ernst beschrieben. Nur kurze Zeit nach dem Angriff konnte der Täter aufgrund der Überwachungskameras in dem Gebiet identifiziert und festgenommen werden. Es handelt sich um einen 20-Jahre alten Araber aus dem arabischen Dorf Jatt.

Am Nachmittag wurde von der IDF im Zentrum von Beirut ein Evakuierungsbefehl ausgegeben. Avichay Adraee forderte die Bewohner auf, das Gelände sofort zu verlassen, weil in Kürze ein Angriff auf dieses Gebäude, das von der Hisbollah genutzt wird erfolgen wird. Das ist der erste Angriff in einem zentralen Gebiet der Hauptstadt. Kurz darauf begann die IAF mit einer Angriffswelle.

Zwei Palästinenser aus der Familie von Assad Abu Mahdi, Bewohner vom Flüchtlingslager in Nuseira, wurden heute an einem von der Hamas kontrollierten Kontrollpunkt von Hamas-Mitgliedern erschossen. Vater und Sohn sassen im Auto und waren, wie ihre Familie mitteilte, «an keinerlei politischen Aktivitäten beteiligt.»



Kategorien:Israel, Politik

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