25. Adar 5786
Reza Pahlavi, ehemaliger Kronprinz des Irans, betonte erneut, «ich bin bereit, den Übergang im Iran zu leiten, sobald die islamische Republik fällt. Ich arbeite bereits daran, Personen innerhalb, als auch ausserhalb des Irans auszuwählen, die an einem ‘Übergangssystem’ mitwirken sollen», und er fährt fort: «Das Übergangssystem wird unter meiner Führung bereit sein, die Regierungsgeschäfte des Landes zu übernehmen, sobald die Islamische Republik gestürzt ist. In kürzester Zeit werden wir Ordnung, Sicherheit, Freiheit sowie die Voraussetzungen für den Wohlstand und das Gedeihen des Iran zu schaffen.» Ein unglaublich schweres Vorhaben. Mehr als 90 Millionen, von denen allein knapp 9 Millionen in Teheran leben. Der schiitische Islam ist Staatsreligion, etwa 90 – 95 % alle Iraner gehören dieser Ausrichtung des Islam an. Die Gruppe der 12-er Schiiten wartet auf das Erscheinen des 12. Imam, Muhammad al-Mahdi.
Das Haus Pahlavi gilt als politisch säkular. Mohammad Reza Shah Pahlavi versuchte, den Staat in einigen Bereichen zu modernisieren. So führte er 1963 das Frauenwahlrecht ein, organisierte eine Neustrukturierung von Bildung und Justiz zu Gunsten einer säkularen Kontrolle und beendete die Tradition des Landbesitzes von religiösen Stiftungen. Kein Wunder, dass die Hardliner im jetzigen Regime die grössten Gegner des Kronprinzen sind. Sie kämpfen darum, nichts von ihrer Autorität abgeben zu müssen.
Möglicherweise gibt es auf Einladung des französischen Präsidenten Emanuel Macron Gespräche zwischen dem Libanon und Israel mit dem Ziel, einen erneuten Waffenstillstand zu erreichen. Für die USA wird Berufsschwiegersohn Jared Kushner anreisen, die israelische Delegation wird von Ron Dermer geführt. Wer den Libanon vertreten wird, ist noch nicht bekannt.
UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat wieder einmal gar nichts verstanden! «Es gibt keine militärische Lösung, sondern nur Diplomatie, Dialog und die vollständige Umsetzung der Charta der Vereinten Nationen und der Resolutionen des Sicherheitsrats. Die diplomatischen Wege stehen offen, unter anderem über meinen Sonderkoordinator für den Libanon … und über wichtige Mitgliedstaaten. Wir tun derzeit alles in unserer Macht Stehende, um eine sofortige Deeskalation und die Einstellung der Feindseligkeiten zu erreichen.» Eine Terror-Organisation, wie die Hisbollah, die gewillt ist, sich auf einen dauerhaften Waffenstillstand einzulassen, wird nicht unter den Augen der UN-Blauhelme die terroristische Infrastruktur nicht nur aufrecht halten, sondern zu stärken. Sie wird auch nicht alle Resolutionen, insbesondere die Resolution 1701 von 2006, permanent missachten und sie wird auch nicht alle Aufforderungen der libanesischen Regierung, sich zu entwaffnen, ignorieren. Mit einer solchen Terror-Gruppe ist keine Diplomatie möglich. Sie sind der verlängerte Arm des Iran. Und der wiederum hat nur ein Ziel, Israel zu zerstören.


Die USA haben über Nacht 90 militärische Ziele auf der Insel ‘Kharg’ weitgehend zerstört. Kharg ist eine kleine Koralleninsel etwa 30 km entfernt vom iranischen Festland. Die 25 km2 dienen seit den frühen 60er-Jahren ausschliesslich der Erdöl- und Petrochemie des Irans. Nach den Zerstörung während des ersten Irankrieges wurde die Infrastruktur in den 90er-Jahren wieder aufgebaut und erweitert. Die Anlagen decken bis zu 90 % der gesamten Ölexporte ab, die Lagerkapazität beträgt 28 Millionen Barrel. Aufgrund dieser Anlagen bezeichnen Analysten Kharg oft als den ‘Single Point of Failure’ der iranischen Energieversorgung. Die Insel schlägt ein Vielfaches an Öl um, als alle anderen Exportterminals des Landes zusammen. Ein Zusammenbruch stellt deshalb ein ungeheuer grosses Klumpenrisiko dar.
Israel steht erneut vor einer Bodenoffensive im Libanon. Seit dem Wiederaufflackern der Kämpfe am 2. März hat die IAF mehr als 110 Hisbollah-Infrastrukturen im Süden des Landes und in Beirut angegriffen. So wurde heute ein Appartementhaus in einem Vorort von Sidon weitgehend zerstört. Es diente der Hisbollah als Kommandozentrale, um von dort aus Angriffe auf Israel zu koordinieren.

Gegen Mittag griff die IAF ein Gesundheitszentrum in Burj Qalaqiya im Süden Libanon an. Das Haus wurde völlig zerstört. 12 Ärzte, Ersthelfer und Krankenpfleger wurden bei dem Angriff getötet. Zuvor hatte es schon einen Angriff in Sawaneh gegeben, bei dem zwei Ersthelfer, die als Mitglieder der Hisbollah identifiziert wurden, getötet wurden. Das Gesundheitsministerium des Libanon beklagt, dass die IAF regelmässig Rettungs-Teams angreift, die nichts anderes tun, als ihre Aufgabe zu erfüllen. Die IAF und IDF hingegen werfen der Hisbollah vor, regelmässig Rettungsfahrzeuge und Rettungsstationen für terroristische Zwecke zu missbrauchen.

Angeblich kam es heute Vormittag zu einer eher seltenen Auseinandersetzung zwischen Palästinensern und Siedlern in Ma’ale Amos. Die Polizei gab bekannt, dass sie zu einem Einsatz gerufen wurden, bei dem angeblich mehrere Palästinenser jüdische Schäfer mit Steinwürfen attackiert hätten. Dann aber eröffneten zwei Siedler-Terroristen das Feuer und verletzten dabei zwei Palästinenser und einen Siedler. Sie wurden vom Roten Halbmond zur medizinischen Weiterbetreuung evakuiert. Zusätzlich sollen zwei Palästinenser während des Vorfalls geschlagen worden sein. Die palästinensische Nachrichtenagentur ‘WAFA’ behauptete, dass etwa 100 Schafe von den Siedler-Terroristen gestohlen wurden. Drei Palästinenser wurden von der Polizei festgenommen, während die Siedler-Terroristen nur vor Ort befragt und ihre Gewehre eingezogen wurden. Wieder einmal ein typisches Ungleichbehandeln zu Ungunsten der Palästinenser. Übrigens, wer sich fragt, woher die Waffen stammen, bekommt als Antwort: von den Reservisten der IDF auf Wochenendurlaub!

Am Nachmittag kam es in Qusra, in der Nähe von Nablus zu einem neuen Angriff von jüdischen Siedler-Terroristen auf Palästinenser. Eine unbekannte Zahl von ihnen drang in das Dorf ein. Die jüdischen Siedler-Terroristen begannen sofort damit die Palästinenser anzugreifen. Dabei wurde ein 25-jähriger Mann erschossen und zwei weitere erlitten Schusswunden. Ein vierter Mann wurde geschlagen. Offenbar hat der jüdische Terror eine neue Stufe der Gewalt erreicht. Für mich erhebt sich die Frage, ob für jenen jüdischen Siedler-Terroristen auch ohne korrekten Prozess die Todesstrafe zu Anwendung kommt? Noch ist Israel ein demokratischer Staat und da gilt doch: gleiches Recht für alle?!

Auch heute wurde am frühen Vormittag wieder der Alarm im nördlichen Israel ausgelöst. In Hazor HaGlilit entstand Sachschaden an Häusern und Pkws. Im Tagesdurchschnitt schiesst die Hisbollah etwa 100 Raketen und eine nicht genauer definierte Anzahl an Drohnen nach Israel.
Am Nachmittag kam es in Eilat zu einigen Einschlägen im gesamten Stadtgebiet. Dabei wurden zwei Personen, ein 12 Jahre altes Kind und ein 39 Jahre alter Mann mittelschwer verletzt. Aus dem Muster der Einschläge kann man davon ausgehen, dass es sich um ‘Bomblets’, gestreut nach des Explosion des Sprengkopfes, einer Cluster-Rakete handelt.
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