01. Nissan 5786

Ist sie eine Ignorantin? In diesem Fall muss sie aus der Regierung entfernt werden, denn so kann sie bei keiner Debatte mitdiskutieren, geschweige denn abstimmen. Die Rede ist von MK Keti Shitrit, Likud. Der Knesset Kanal 99 bat sie um eine Stellungnahme zum Problem der jüdischen Siedler-Terroristen. Der offenbar verblüfften Journalistin antwortet sie: «Es tut mir leid, aber ich weiss nicht, wovon Sie sprechen. Ich weiss nicht, auf welchen Vorfall sich der Stabschef der IDF bezog. Wir sind ständig so beschäftigt mit verschiedenen Nachrichten. Es ist möglich, dass ich das übersehen habe.» Aber, so fuhr sie fort, sie habe gelesen, dass die Palästinenser Ackerland in Judäa und Samaria zerstören, damit die Siedler keine Weideflächen mehr für ihr Vieh haben. Schade, dass sie uns nicht wissen liess, wo diese Fakenews mit einer typischen Täter-Opfer-Umkehr zu lesen waren.
Fast konnte man schon das Gefühl bekommen, Gaza sei kein Thema mehr, weder auf der Agenda der USA, noch von Israel, kein Wort mehr von Trump oder Netanyahu. Ganz ehrlich, ich war fast glücklich, dass diese geldverschlingenden Trump-Kushner-Witkoff Projekte sich selbst erledigt hätten. Da meldet sich heute der Chefunterhändler des ‘Friedensrates’, Nickolay Mladenov zu Wort. «Die Vermittlerländer – die Vereinigten Staaten, Katar, Ägypten und die Türkei – haben sich auf einen „Rahmenplan“ für den Wiederaufbau des Gazastreifens geeinigt, der gleichzeitig die politische Einheit der Palästinenser sowie ‘eine Verhandlungslösung für die Palästinafrage’ vorantreiben soll. Es liegt nun auf dem Tisch. Es erfordert eine klare Entscheidung: die vollständige Entwaffnung der Hamas und aller bewaffneten Gruppen, ohne Ausnahmen und ohne Sonderregelungen», twittert Mladenov. «Mögen die Verantwortlichen in dieser Zeit der Hoffnung die richtige Entscheidung für das palästinensische Volk treffen.» Das Fest von ‘Eid al Fitr’, das das Ende des Ramadan markiert, als ‘Zeit der Hoffnung’ zu bezeichnen, ist doch zynisch. Und wen sieht er als ‘die Verantwortlichen’? Gaza ist verwüstet, kaputt, Beirut in einigen Gebieten ebenfalls, wer will oder kann da Verantwortung übernehmen?


Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und Gaza wurde heute zum ersten Mal seit Beginn des Krieges gegen den Iran geöffnet. Der Grenzübergang wurde in beide Richtungen geöffnet. Gazaner, die zur medizinischen Betreuung in Ägypten waren, konnten erstmals seit dem 28. Februar wieder nach Gaza einreisen. Zahlreiche Rettungsfahrzeuge standen am frühen Morgen auf der ägyptischen Seite bereit, um Patienten in die verschiedenen Krankhäuser zur bringen.
Nach den gestrigen Angriffen des Irans auf eine der weltweit wichtigsten Erdgasanlagen in Katar, stiegen die Oel- und Erdgaspreise erneut sprunghaft an. Die Anlage deckt 20 % des globalen Erdgasbedarfs ab. Derzeit ist die Anlage stillgelegt und evakuiert. Zeitgleich wurden zwei Raffinerien getroffen und in Brand gesetzt. Lag zu Beginn des Krieges der Referenzpreis für Brent-Rohöl noch bei US$73 pro Barrell, liegt er derzeit bei US$116.38 mit steigender Tendenz. Auf dem europäischen Markt ‘Title Transfer Facility’ – TTF mit Handelsplatz Niederland liegt der Preis für Erdgas etwa 24 % höher. Aufgrund der Sperre der Strasse von Hormus kann auch das bereits gebunkerte Flüssigerdgas nirgendwohin verschickt werden. Wie sich die Sperre langfristig auf die Weltwirtschaft auswirken kann, ist noch nicht klar. Während die Preise in die Höhe schiessen, gaben die Börsen weltweit zwischen 1.5 % (Paris) und 3.4% (Tokio) nach.


Saudi-Arabien meldete, dass die SAMREF-Aramco-Exxon-Raffinerie im Hafen von Yanbu am Roten Meer von einer Drohne getroffen und beschädigt wurde. Genauere Angaben über den entstandenen Schaden stehen noch aus. Yanbu ist seit der Sperre der Strasse von Hormus der einzige Exporthafen für Rohöl aus den arabischen Staaten am Golf.

US-Verteidigungsminister (Kriegsminister) Pete Hegseth bezeichnete den Angriff der IAF auf das South-Pars-Gasfeld in Asaluyeh ausdrücklich als Warnung an den Iran und die Aufforderung, seine Vergeltungsschläge auf Anlage im Golfs sofort einzustellen. «Der Iran nutzt Energie seit Jahrzehnten als Waffe. Israel hat eine klare Warnung gesendet, und Trump hat dies deutlich, sehr deutlich gemacht. Der Iran weiss: Wenn man die Insel Kharg angreift und militärische Kapazitäten auf der Insel Kharg trifft – was das Einzige ist, was wir getroffen haben –, können wir alles in Frage stellen», sagt Hegseth. «Das US-Militär kontrolliert das Schicksal dieses Landes. Der Iran hat die Möglichkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Er sollte künftig keine arabischen Verbündeten und arabischen Länder ins Visier nehmen und versuchen, ihnen Schaden zuzufügen», fährt Hegseth fort.


Das Feuer auf der Raffinerieanlage in Haifa wurde von 12 Feuerwehrteams nach wenigen Stunden unter Kontrolle gebracht. Die Anlage war von herabstürzenden Trümmern libanesischer Raketen getroffen und an einigen Stellen in Brand gesetzt worden. Die Feuerwehr unternahm nicht nur die Löscharbeiten, sondern scannte das gesamte Betriebsareal auf mögliche weitere Brandherde. Teile der Anlage wurden ausser Betrieb gesetzt. Derzeit werden weitere Such- und Kühlaktionen unternommen.


Gestern Abend wurden vier Frauen in Beit Awa in der Nähe von Hebron durch Streubomben tödlich verwundet. Sie waren dabei, in einem ‘Salon’ das Essen für das abendliche Fastenbrechen während des Ramadan vorzubereiten, als die Streubombe einschlug. Es handelt sich um: Mais Razi Masalma, 17; Sahra Razek Masalma, 50; and Amal Matawa, 46 und Asel Masalma, 32, s’’l, die heute morgen ihren tödlichen Verletzungen erlag. Sie war im 6. Monat schwanger. Am gleichen Ort wurden acht weitere Frauen und ein vier Jahre altes Kinder verletzt. Eine Nachbarin sagte aus, bei dem ‘Salon’ in dem die Frauen arbeiteten, hätte es sich um ein einfaches Leichtmetallhaus gehandelt, das keinerlei Schutz bot.

Ein etwa 30 Jahre alter thailändischer Gastarbeiter, s’’l, wurde gestern von den Splittern einer Streurakete getroffen. Er arbeitete seit einigen Jahren im Moshav Adanim in Zentralisrael. Kurze Zeit nach der Erstversorgung durch Magen David Adom musste er auf dem Weg ins Krankenhaus für tot erklärt werden.
Bereits gestern wurde Muhammed Abu Shaleh, der Chef der Hamas Aufklärungs-Einheit bei einem gezielten Luftangriff eliminiert. Er war nicht nur direkt an der Planung der Massaker vom 7. Oktober 2023 beteiligt, sondern habe nach dem Abkommen zur Waffenruhe diese mehrfach stören lassen, indem er Angriffe auf die IDF befahl.

Ein Mi-17 Helikopter der iranischen Luftwaffe wurde von der IAF auf dem Flughafen Sanandaj zerstört.
Ebenfalls über Nacht wurden vier Raketenboote, eine Korvette und militärische Infrastruktur der iranischen Marine von der IAF im Hafen von Bandar Anzal, dem wichtigsten Handelshafen am Kaspischen Meer zerstört. Zur Infrastruktur gehörten eine Kommandozentrale, eine Werft, sowie mehrere Hilfs- und Wachboote. Der Hafen stellt keine unmittelbare Bedrohung Israels dar, kann aber durch Flugabwehrsysteme Flugzeugen gefährlich werden, die das Gebiet überfliegen.
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