29. Elul 5786

In seiner Neujahrsbotschaft gibt sich Netanyahu, begleitet von nahezu fröhlicher Musik, mehr als optimistisch. Das jüdische Neujahr, so sagt er in einem Video, «ist eine Zeit, in der wir uns daran erinnern sollten, was uns verbindet.»
Netanyahu betont, dass es während des Wahlkampfs «viele Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten geben wird, aber zumindest am Tisch täten wir gut daran, uns an eine einfache Sache zu erinnern, die ich unseren Feinden zu Beginn des Krieges gesagt habe: Unterschätzt uns nicht! Denn im entscheidenden Moment weiss diese Nation, wie man sich zusammenschliesst.» Diese Botschaft der Einheit versucht er seit Beginn des Wahlkampfes zu vermitteln, ist seine Koalition jedoch noch weit von den für eine Mehrheit erforderlichen 61 Sitzen entfernt. «Kennen Sie eine andere Nation, die an sieben Fronten kämpft und an allen Fronten gewinnt?», fragt er.
Netanyahu hat seit dem 7. Oktober 2023 regelmässig vom 7-Fronten-Krieg gesprochen, in dem Israel den „totalen Sieg“ erringen werde. Bisher ist dies allerdings nur ein Traum. Er betont zudem, dass alle israelischen Geiseln in diesem Jahr nach Hause zurückgekehrt sind, und erklärt, dass die israelische Innovationskraft und Stärke das Land zu einer Weltmacht gemacht haben. Seine altbekannte Hybris und Arroganz sind ihm offenbar noch nicht verloren gegangen.
In seiner Botschaft an Trump formulierte Netanyahu seine Lobhudeleien: «Die Beziehungen zwischen den USA und Israel sind stärker denn je. Im vergangenen Jahr haben die Vereinigten Staaten und Israel gemeinsam historische Fortschritte erzielt», schreibt er auf X. «Der Iran und seine Achse des Bösen sind schwächer denn je, während das Bündnis zwischen den USA und Israel stärker denn je ist.» Netanyahu gratuliert Trump zudem «zu seiner Blockade des bösen Regimes im Iran und zum wirtschaftlichen Druck, der auf die weltweit größte Quelle der Instabilität ausgeübt wird.»
Die UNO gibt bekannt, dass seit der Eskalation der Kämpfe zwischen den Houthi-Terroristen und den Regierungstruppen im Jemen allein in der letzten Woche mehr als 46.000 Menschen vertrieben wurden. Die Zahl der Binnenflüchtlinge würde von Stunde zu Stunde steigen.
Der Flughafen der von den Houthi-Terroristen eingenommenen Stadt Mocha wurde heute zweimal von Saudi-Arabien angegriffen. Das berichtete das ‘Houthi-TV’.
Die Houthi-Terroristen eroberten heute eine wichtige Insel im Roten Meer und beendeten damit ihre Bemühungen, die Meerenge von Bab el-Mandeb zu übernehmen. Bewaffnete Kämpfer der Houthis werden mit Booten auf die Insel gebracht, nachdem die Regierungstruppen bereits gestern die Insel Mayyun verlassen hatten. Die Insel teilt die Meerenge exakt in zwei Fahrrinnen.
Der saudische Kronprinz, Mohammed bin Salman, soll Trump angerufen und ihn gebeten haben, gegen die Houthi-Terroristen vorzugehen. Trump hat diese Bitte mit dem Hinweis abgelehnt, er plane derzeit keine direkte Militäraktion gegen die Houthis.
Spitzenpolitiker des Irans und Saudi-Arabiens haben miteinander telefoniert, um über die zunehmende Unsicherheit in der Region zu sprechen. Beide Seiten vermieden es, das derzeit brennende Thema Jemen und die Houthi-Terroristen zu erwähnen. Während der Iran die Houthi-Terroristen unterstützt, leistet Saudi-Arabien den Regierungstruppen Unterstützung.
VM Israel Katz gab bekannt, dass die IDF für weitere Angriffe auf Hisbollah-Ziele vorbereitet ist. In der vergangenen Nacht wurden umfangreiche und perfekt ausgestattete Tunnelsysteme unter dem Ali-Taher-Riff im Süden des Libanon durch die IDF zerstört.
Generalstabschef Zamir hat festgehalten, dass Israel sich nicht von der ‘Gelben Linie’ im Libanon zurückziehen wird. «Der Auftrag, den ich den Streitkräften erteilt habe, war klar: die Infrastruktur am Ali-al-Taher-Kamm noch vor Rosch Haschana zu zerstören und sich in diesem Gebiet neu zu positionieren. Die gelbe Linie bleibt weiterhin vollständig unter unserer Kontrolle und unverändert.»


Die IDF eliminierte gestern Moamen Jabr Al-Sayed Abu Labda, einen Kommandanten der Scharfschützentruppe der Rafah-Brigade. Die aktuelle Aufgabe von Labda bestand darin, Scharfschützen auszubilden, die für Angriffe auf die IDF trainiert wurden. Bei einem weiteren Angriff wurde der Kommandant der Brigade Khan Younis, Muhammad Abdul Salam al-Yazouri, eliminiert.
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