29. Elul / 1. Tishrei 11./12. September 2026
Shabbateingang in Jerusalem: 18:11
Shabbatausgang in Jerusalem: 19:26
Zünden der Feiertagskerzen nach: 19:26
Shabbateingang in Zürich: 19:28
Shabbatausgang in Zürich: 20:30
Zünden der Feiertagskerzen nach: 20:30

Im Talmud, Rosh HaShana Traktat 16b lesen wir:
R. Keruspedaj sagte im Namen R. Joḥanans:
Drei Bücher werden am Neujahrsfest aufgeschlagen: eines für die völlig Gottlosen, eines für die völlig Frommen und eines für die Mittelmässigen. Die völlig Frommen werden sofort zum Leben aufgeschrieben und besiegelt, die völlig Gottlosen werden sofort zum Tode aufgeschrieben und besiegelt, und die Mittelmässigen bleiben vom Neujahrsfest bis zum Versöhnungstag in der Schwebe; haben sie sich verdient gemacht, so werden sie zum Leben verschrieben, haben sie sich nicht verdient gemacht, so werden sie zum Tode verschrieben.
Es sind die zehn Tage der Umkehr, die Jamim Noraim, die am Neujahrstag beginnen und an Yom Kippur enden. Es sind zehn erfurchterweckende Tage. Zehn Tage, in denen wir unser Verhalten im letzten Jahr kritisch analysieren sollen. Die meisten von uns werden sich zu den Mittelmässigen zählen, die ohne es wahrzunehmen die eine oder andere Verfehlung oder Lieblosigkeit begangen haben, ein leicht aufzuklärendes Missverständnis einfach vergassen oder sich keine Zeit für einen Menschen genommen haben, der uns brauchte. Es sind keine grossen Dinge, aber sie haben Spuren hinterlassen. In diesen zehn Tagen haben wir die Gelegenheit, das eine oder andere zu klären, uns zu entschuldigen, darauf zu hoffen, dass uns vergeben wird.
Es sind vor allem Tage des Neubeginns. Am ersten Tag von Rosh HaShana treffen wir Sarah, als sie erfährt, dass sie im hohen Alter schwanger werden wird. (Bereshit 21:1) Sarah reagiert so, wie viele Menschen es tun, wenn sie Unerwartetes erfahren, sie lachen, oder besser ‘giggeln’. Abraham und Sarah geben ihrem Sohn den Namen Isaac, Gott lächelte.
In Traktat 11a erfahren wir, dass zwei weitere Frauen, die glaubten, unfruchtbar zu sein, Rahel und Chana, Söhnen das Leben schenkten. Rahels Söhne waren Josef und Benjamin, die beide zu den Lieblingssöhnen von Ja’acov wurden. Rahel starb bei der Geburt von Benjamin.
Chana, die Mutter des Propheten Shmuel, gehört zu den sieben Prophetinnen, die im Tanach erwähnt sind. Chana war zunächst kinderlos, wandte sich in tiefer Frömmigkeit an Gott und er erhörte ihren Wunsch und schenkte ihr einen Sohn, Shmuel, „ich habe ihn von Gott geliehen“. Sie übergab ihr Kind nach wenigen Jahren dem Hohepriester Eli, damit er den Knaben betreuen und schulen solle. Im 1. Buch Shmuel Vers 2:2 lesen wir Chanas Lobgesang: Es ist niemand heilig wie der HERR, denn ausser dir ist keiner; und ist kein Fels, wie unser Gott ist.
Schöner kann man an Rosh HaShana Gott nicht preisen! Ich wünsche euch allen von Herzen ein gesundes, friedvolles und erfüllendes 5787!
Shabbat Shalom, Rosh Chodesh Tov ve Chag Rosh HaShana tova ve metuka
Kategorien:Religion
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