Krieg gegen Iran – Tag 213 seit dem Beginn der Kämpfe (Tag 28 bis zu den Wahlen)

19. Tischri 5787

Der Co-Pilot eines ‘flydubai’-Fluges von den VAE nach Israel versuchte, das Flugzeug zu kapern und zum Absturz zu bringen. Das Flugzeug war mit 166 Israelis voll besetzt. 

Noch über saudischem Gebiet machte die Maschine einen U-Turn und flog zurück in Richtung der Küste des Roten Meeres. Wie aus bisher veröffentlichten Berichten von Passagieren hervorgeht, setzte der Co-Pilot zum Sturzflug an, um es am Boden zerschellen zu lassen. Als der Pilot versuchte, das Flugzeug wieder unter Kontrolle zu bringen, wurde er von seinem Co-Piloten niedergestochen. Er kam schwer verletzt ausserhalb des Cockpits zum Liegen, wo sich Passagiere um ihn kümmerten. Ein zweites, offenbar bewusstloses Besatzungsmitglied wurde neben ihm gefesselt aufgefunden. Später wird er von einem Passagier als der Co-Pilot identifiziert, der den Terrorakt ausführen wollte. 

Der Sturzflug fand in zwei Sequenzen statt. Zunächst sank es innerhalb von weniger als einer Minute von 34.000 Fuss auf 21.725, ging dann in einen kurzen Gleitflug über, bevor es weiter auf 15.000 Fuss sank.

An Bord befand sich, wie die Fluggesellschaft ‘Emirates’ bestätigte, ein zweites Pilotenteam, das in Zivilkleidung reiste. Diesen Piloten gelang es, gemeinsam mit heldenhaften Passagieren den Terroristen zu überwältigen und die Maschine sicher mit einer Notlandung in Saudi-Arabien zu landen. Ersten Berichten zufolge ist der Terrorist ein Omani. Der Vorfall erinnert an die Entführung einer EL-AL im Jahr 1976 und an den 9/11.

Das Flugzeug nach der Landung in Saudi-Arabien

Der Flug wurde umgeleitet und landete sicher in Saudi-Arabien. Die Passagiere wurden nach eigenen Angaben von den Saudis umfassend versorgt und betreut. Am späten Nachmittag hob die Maschine ab, mit der die Passagiere des Gott sei Dank misslungenen Terroranschlags nach Hause geflogen sind. 

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Ben-Gvir, der immer auf Krawall gebürstete Minister für Nationale Sicherheit mit Ambitionen auf das Amt des Verteidigungsministers, ist sicher, dass nur verstärkte Militäroperationen in der Region die Sicherheitslage in Israel verbessern können. «Gott sei Dank und dank der heldenhaften Passagiere, aber Israels Sicherheitsdoktrin muss auf die nächste Stufe gehoben werden», sagt Ben-Gvir und fügt hinzu: «Wir dürfen nicht aufhören und müssen so lange weitermachen, bis wir den totalen Sieg im Iran, im Libanon, im Gazastreifen sowie in Judäa und Samaria errungen haben», wobei er sich auf die biblische Bezeichnung für das Westjordanland bezieht. Ben-Gvir hat keinerlei Erfahrung in militärischen Vorgängen und nationaler Sicherheit.

Oppositionsführer Lapid betonte, dass bei den gestrigen Besprechungen über mögliche Anschläge auf Israel kein Hinweis auf einen provozierten Flugzeugabsturz genannt wurde. «Nichts, was auch nur im Entferntesten dem Flugzeugvorfall von heute Morgen ähnelte, kam bei der Sicherheitsbesprechung mit dem PM gestern Abend zur Sprache. Nichts Ähnliches, nichts, was daran erinnerte, nicht einmal ein Hinweis.» Nach seinem Treffen mit Netanyahu gestern Abend warf Lapid dem PM vor, die Öffentlichkeit unnötig in Alarmbereitschaft zu versetzen und Sicherheitsfragen für den Wahlkampf zu instrumentalisieren. «Die ganze Propaganda, die die Sprachrohre jetzt verbreiten, beweist nur, was bereits gestern klar war – dass die Regierung wieder einmal versuchen, auf Kosten der Sicherheit Israels billige Politik zu betreiben. Eine verantwortungslose Bande», so Lapid.

Eine ‘ungenannte diplomatische Quelle’ hatte gegenüber Kanal 12 betont: «Entgegen Lapids Behauptungen hat das Militärsekretariat ihn gestern über einen erheblichen Anstieg terroristischer Aktivitäten im Ausland informiert, in einem Ausmass, wie es seit Jahren nicht mehr zu beobachten war.» Was im Klartext heisst, dass Lapid nie vollumfänglich informiert wurde und der PM somit seiner Informationspflicht nicht nachkam. Lapid reagierte prompt: «Die unverantwortliche ‚diplomatische Quelle‘ – man fragt sich, wer das wohl sein könnte – lügt wieder», schreibt Lapid auf X und deutet damit stark an, dass es sich bei der Quelle um Netanyahu handelt. «Das ist die Vorgehensweise dieser Quelle und seines Büros – eine Lüge nach der anderen, bis alle verwirrt sind», fährt Lapid fort und wirft ‘ihm’ vor, «einen erbärmlichen Versuch zu unternehmen, auf dem Heldentum der Israelis mitzureiten, die eine Katastrophe verhindert haben, auf die er – wieder einmal – nicht vorbereitet war.»

Netanyahu Back-Up

Bei seinem unangekündigten Besuch in den VAE legte Netanyahu dem Präsidenten, Scheich Mohammed bin Zayed, neue israelische Geheimdienstinformationen vor. Daraus geht hervor, dass der Iran sein Atomprogramm weiter vorantreibt. Dazu gehören Informationen über neue Bauarbeiten am ‘Pickaxe Mountain’, der sich etwa 140 Meilen südlich von Teheran befindet und als Zentrum des nuklearen Wiederaufbaus gilt. Bei den Gesprächen seien die jüngsten regionalen Entwicklungen diskutiert worden, darunter die Houthi-Terrororganisation im Jemen, die strategisch wichtige Seestrasse Bab al-Mandeb an der Mündung des Roten Meeres sowie die Strasse von Hormus. Die Quelle fügte hinzu, dass Netanyahu beim Treffen erklärte, Israel gehe davon aus, dass der Iran in den kommenden Wochen einen Angriff in der Region starten könnte. «Ich habe den ägyptischen Geheimdienstchef vor dem 7. Oktober weder getroffen noch mit ihm gesprochen; mir wurde keine Warnung übermittelt», schrieb der Ministerpräsident am Montag auf X. «Ausländische und feindliche Staaten und Akteure, darunter arabische Staaten, stecken hinter diesen falschen blood-libles.» Nach ersten Berichten über eine Warnung von Scheich Mohammed erklärte das Aussenministerium der VAE Anfang dieses Monats, es «äussere sich nicht zu Medienberichten oder Spekulationen über Gespräche zwischen Regierungschefs», dementierte den Anruf jedoch nicht. «Bei Bedarf wurden und werden weiterhin alle relevanten Geheimdienstinformationen zwischen den zuständigen Stellen ausgetauscht», hiess es in der Erklärung.



Kategorien:Israel, Politik

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