Krieg gegen Iran – Tag 218 seit dem Beginn der Kämpfe (Tag 24 bis zu den Wahlen)

24. Tishri 5787

Präsident Isaac Herzog betonte in seiner Rede zum 7. Oktober: «Israel muss entschlossen und mutig sowie unvoreingenommen untersuchen und verstehen: Wie konnte uns das passieren? Kein Zeitablauf entbindet uns von dieser Pflicht. Es gibt klare Lehren, die wir bereits kennen und verinnerlichen müssen: Wir dürfen Warnungen oder beunruhigende Anzeichen nicht ignorieren. Und wir müssen auch ungeschminkt hinschauen, was mit uns in unserem eigenen Haus, von innen heraus, geschieht.» Er sagt, dass wir inmitten des aktuellen Wahlkampfs «die grellen Warnsignale genau betrachten müssen, jene, die auf tiefe Spaltungen und gefährliche Auseinandersetzungen hindeuten. Natürlich haben wir das Recht, unterschiedlicher Meinung zu sein, und tatsächlich haben wir die Pflicht zu debattieren – über wichtige Angelegenheiten, über die grossen Fragen», sagt er. «Aber wir dürfen nicht vergessen: Diejenigen, die heute anderer Meinung sind als ihr, werden morgen hier an eurer Seite leben. Ihre Kinder werden im selben Land aufwachsen wie eure Kinder. Sie werden dazu aufgerufen sein, es gemeinsam zu schützen und seine Zukunft zu gestalten.»

Wenige Tage nach de Massaker: die ganze Regierugn sucht Schutz unter dem Tisch

Netanyahu, der bei der staatlichen Gedenkfeier für die Opfer des 7. Oktober 2023 sprach, erwähnte zunächst nur die Soldaten und Sicherheitskräfte, die in den vergangenen drei Jahren gefallen sind. Er kritisierte Politiker weltweit, die «uns Stunde um Stunde mit Verleumdungen überziehen und uns boykottieren. Sie sollen sich schämen. Israel führt einen Krieg der Wiedergeburt, der nicht notwendiger und gerechtfertigter sein könnte. Das ist die Wahrheit. Und ihr solltet euch für eure Lügen schämen. Die Wahrheit ist, dass wir auch euch beschützen», sagt er. «Und die Wahrheit ist, dass die Moral unserer Soldaten beispiellos ist.» Von den Soldaten der IDF, so Netanyahu, wird erwartet, «dass sie gute Kämpfer sind. Gute Menschen sind. Diese Erwartung steht über allem, sie kommt aus unserem Innersten.» 

Der grösste Lügner dieser Tage ist Netanyahu selbst! Wenn es, was wir in den letzten Wochen vermehrt sehen, gelingt, mit spezieller Software die Gesichter von Terroristen aus der Umgebung herauszufiltern, warum sterben dann Tag für Tag Unschuldige, die sich in dieser Umgebung aufhalten? Wo sind die Pinpoint-Aktionen, auf die die IDF in allen Operationen und Kriegen so stolz war? Wo sind die abgebrochenen Angriffe, wenn die Piloten im Zielgebiet Zivilisten entdeckten? Was, wenn die im Film NAZA gezeigten und von der IDF vehement zurückgewiesenen Aktionen tatsächlich in dieser Form stattfinden?  Wo sind sie dann, die Gutmenschen in der IDF? Wo ist die ehemals moralischste Armee der Welt geblieben?

Erst später, bei einer zweiten Zeremonie, dachte er an die zivilen Opfer, die beim Massaker oder später während der Geiselhaft getötet wurden. Auch diese Zeremonie, die in Demut und Trauer hätte stattfinden sollen, wurde erneut zur Netanyahu-Show. Er berichtete, Doron Journo, dessen Tochter Karin beim Nova-Musikfestival getötet wurde, habe zu ihm gesagt: «Herr Ministerpräsident, bringen Sie die Mission zu Ende. Bringen Sie die Mission im Gazastreifen zu Ende.» «Ich habe ihn umarmt und ihm versprochen», fährt Netanyahu fort. «Das ist meine Verpflichtung: Wir werden die Mission zu Ende bringen. Wir bringen sie jeden Tag zu Ende», sagt er. «Es gibt keine Vergebung für die Mörder, für die Folterer, für diejenigen, die Menschen verbrannt haben. Es gibt keine Vergebung für diejenigen, die zerstört, geplündert und entführt haben.» Und spätestens an dieser Stelle kommt der Grössenwahn Netanyahus wieder hervor: «Israel verteidigt nicht nur sich selbst, sondern auch die freie Welt», betont er.

Bei einer Gedenkfeier für die Opfer des 7. Oktober 2023 im Luftwaffenstützpunkt Zikim an der Grenze zu Gaza sprach Generalstabschef Eyal Zamir mahnende Worte: «Israels Erfolge im Bereich der Sicherheit können das Versagen vom 7. Oktober nicht ungeschehen machen und unsere Verantwortung dafür nicht mindern. Vor drei Jahren, am Simchat-Torah-Fest, ist die IDF bei ihrer Mission, die Bürger Israels zu schützen, gescheitert. Terroristen der Hamas drangen in Ortschaften und Stützpunkte ein, verübten Massaker, entführten Menschen und hinterliessen eine tiefgreifende Zerstörung», sagte Zamir. «Drei Jahre sind vergangen, und der Staat Israel sieht sich nun einer anderen Sicherheitsrealität gegenüber. Unsere Kommandeure und Kämpfer, sowohl in der Berufsarmee als auch in der Reserve, haben an allen Fronten gekämpft und bedeutende Erfolge erzielt», fuhr er fort. «Aber selbst diese Erfolge, die die Realität verändert haben, können das Versagen vom 7. Oktober nicht ungeschehen machen und mindern unsere Verantwortung dafür nicht.» Er fügte hinzu: «Aus diesem bitteren Scheitern und diesem schwerwiegenden Versagen heraus müssen wir den Weg zum Wiederaufbau und zur Stärkung der Nation weisen.»

Wir erinnern uns an die skandalöse Wahl des obersten Rechnungsprüfers im Frühsommer. Zur Wahl stand einzig der langjährige Rechtsanwalt der Familie Netanyahu, Michael Rabello. Die Wahl wurde vom OGH als ungültig erklärt, nachdem der Likud von den Wählern verlangt hatte, in der Wahlkabine mit einem Selfie zu beweisen, dass sie brav der Wahlvorschrift des Chefs, d. h. Netanyahus, gefolgt waren. Durch dieses manipulative Vorgehen war die Wahl, wie verlangt, nicht mehr geheim. Die Rechtsberaterin der Knesset, Sagit Afik, forderte daraufhin den Knessetsprecher Amir Ohana, zweimal schriftlich auf, die Wahl sofort zu wiederholen. Netanyahu und Co., die offenbar befürchteten, keine Mehrheit mehr für ihren Kandidaten zu haben, lehnten eine Wiederholung öffentlich ab. Ohana ging noch einen Schritt weiter: Im August erklärte er öffentlich, er sei stolz darauf, sich dem Gericht widersetzt zu haben, indem er sich weigerte, einen Termin für die Wiederholungswahl festzulegen. Wie weit ist Israel gekommen, dass sich der zweite Mann im Staat (Ohana) öffentlich gegen den unabhängigen Obersten Gerichtshof auflehnt und der dritte Mann (Netanyahu) in völlig undemokratischem Vorgehen die Wahl seines Kandidaten durchsetzen will?

Regev im abstürzenden Flugzeugs mit der Aufschrift: Verkehrsministerium

Verkehrsministerin Miri Regev und der Botschafter der VAE in Israel, Mohammed Al Khaja, haben sich gestern zu einem intensiven Gespräch getroffen. Regev und ihr Verkehrsministerium stehen ebenso wie die VAE unter Kritik, weil sie die ankommenden Flugbesatzungen nicht ordnungsgemäss überprüft haben. «Im Rahmen der laufenden Konsultationen und der Koordinierung zwischen uns haben wir auch über eine Erhöhung der Flugfrequenz in naher Zukunft gesprochen», schreibt Khaja. «Darüber hinaus haben wir uns mit der Stärkung der Vorsorge und der vorausschauenden Planung befasst, um auf verschiedene Entwicklungen reagieren zu können, mit dem Ziel, einen reibungslosen und geordneten Personen- und Güterverkehr zu gewährleisten.»

Hamam al-Hammami, der Co-Pilot des Fluges FZ 1073, hatte ursprünglich geplant, bereits im Juli ein Flugzeug über dem Flughafen Ben-Gurion zum Absturz zu bringen. Sein Plan war, den Piloten so schnell und unauffällig zu ermorden, dass er den Terrorakt ungehindert ausführen konnte. Warum er sein tödliches Vorhaben im Juli stoppte, gab er nicht bekannt.  Al-Hammami wird ziemlich sicher mit der Todesstrafe rechnen müssen, die in den VAE für derartige Verbrechen vorgesehen ist.

Die IRGC befahl einem Tankschiff, welches dabei war, die Strasse von Hormus zu durchsegeln, umzukehren oder Gefahr zu laufen, beschossen zu werden. Der Tanker befolgte die Anweisung und kehrte unversehrt zu seinem Ausgangspunkt zurück. Der Vorfall fand 11 Meilen nördlich von Khasab im Oman statt. Der Vorfall wurde von der UMKTO (United Kingdom Maritime Trade Operations) gemeldet. Einzelheiten zum Frachtschiff waren nicht bekannt.                

Das reguläre jemenitische Militär gab bekannt, dass es in der Hauptstadt Sa’ana mit ‘strategischen Angriffen’ begonnen habe.  Die Hauptstadt des Jemen wird seit Langem, ebenso wie weite Teile des Landes im Norden, von Houthi-Terroristen gehalten. Die Houthis gehören zu den vom Iran unterstützten Terrororganisationen, während die Regierungstruppen von Saudi-Arabien unterstützt werden. Sie haben bereits wichtige Stellungen an der Meerenge von Bab el-Mandeb zurückerobert. Mit den Houthis affiliierten Medien bestreiten, dass die Regierungstruppen erfolgreich operieren. 

Die Houthi-Terroristen erklärten, der Luftraum über Saudi-Arabien werde so lange unsicher bleiben, wie die «Aggressionen Riyadh’s gegen uns nicht aufhören.» Heute Vormittag flogen etwa 100 Kampfjets der von Saudi-Arabien geführten Koalition eine Welle von Luftangriffen auf 324 wichtige Ziele, die allesamt zerstört wurden. Maj. Gen. Turki al-Malki versicherte, Schiffe, die die Meerenge Bab al-Mandeb passieren, aus der Luft zu schützen. 

Die IDF eliminierte am Wochenende Ibrahim Mustafa Suleiman Abu Awaimer, der Kommandant eines Bataillons der Nukhba-Einheit und aktiv am Massaker vom 7. Oktober 2023 beteiligt war. In den letzten Monaten führte er wiederholt Angriffe auf die IDF durch. Entsprechend den Aussagen der IDF sind mittlerweile 2/3 aller Terroristen, die am Massaker teilgenommen haben, eliminiert.



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