13. Tischri 5787

Netanyahu wird seine Rede vor der UNO heute Abend um 21 Uhr Israel-Zeit halten. Ich werde also erst morgen darüber berichten. Sein Büro hat keine Termine für Treffen mit einem US-amerikanischen Politiker bekannt gegeben. Israel scheint an der UNO weitgehend isoliert zu sein. Ich bin gespannt, wie viele Teilnehmer während der Rede im Saal bleiben.

Israel Hayom hingegen erklärte, er werde sich mit den argentinischen und slowenischen Präsidenten Milei und Janša treffen. Wenn alle Treffen, wie in der pro-Netanyahu-Gratis-Zeitung aufgeführt, realisiert werden, wird Netanyahu kaum noch heute, wie geplant, nach einem nur sechsstündigen Aufenthalt in Tel Aviv zurückfliegen können: Bolivien, Paraguay, Panama, Äthiopien, Kolumbien, Griechenland und Papua-Neuguinea drängen sich um ein Treffen. «Das Büro des Ministerpräsidenten teilte mit, dass zahlreiche Staats- und Regierungschefs aus aller Welt während des Besuchs um Treffen mit Netanyahu gebeten hätten; aufgrund seines engen Terminkalenders und der Notwendigkeit, noch vor Beginn des Sukkot-Festes nach Israel zurückzukehren, habe er jedoch nur einigen dieser Bitten nachkommen können», schreibt sein mediales Sprachrohr.

Israel hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Kampagnen finanziert, die im Umfeld des UN-Hauptquartiers auf bestimmte, Israel betreffende Themen aufmerksam machen. Waren es im vergangenen Jahr noch die in Gaza festgehaltenen Geiseln, so ist es heuer der Iran. 500 Plakatwände, die die iranischen Atom- und Terrorbedrohungen betonen und amerikanische sowie israelische Flaggen zeigen, tragen Botschaften wie «Freiheit verteidigt sich nicht von selbst», «Ein nuklearer Iran darf keine Realität werden» und «Auf wessen Seite stehen Sie?» Eine weitere Plakatwand richtet sich an die iranischen Delegierten, indem sie auf die katastrophale wirtschaftliche Lage der iranischen Zivilbevölkerung hinweist


Beim Terroranschlag von gestern, bei dem ein Reservist schwer verwundet wurde, handelt es sich, wie gestern Abend bekannt wurde, um den jüngeren Sohn des israelischen Botschafters in den USA, Yechiel Leiter. Leiter flog sofort aus den USA nach Israel, um seinen Sohn im Shaare-Zedek-Zentrum zu besuchen. «Ich bin voller Hoffnung, dass mein Sohn dies alles gut übersteht und bald völlig gesund heimkehren darf. Er ist stabil, schwebt aber nach wie vor in Lebensgefahr.» Leiter hat seinen älteren Sohn, Maj. (res.) Moshe Yedidya Leiter, s’’l, im November 2023 in Gaza verloren.
VM Isael Katz reagierte auf eine Aussage von Präsident Erdogan während seiner Rede vor der UNO, in der er Israel dafür verantwortlich machte, «das unmenschlichste und beschämendste KZ unserer Zeit zu sein.» Er bezeichnet Erdogan als ‘Papier-Sultan’, fürwahr, das klügste Wort, dass ich jemals von ihm gehört habe.

Mahmoud Abd al-Fattah Awad, hielt sieben israelische Geiseln, die während der Haft in Gaza ermordet wurden, in einem Tunnel in der Nähe seines Hauses gefangen. Es handelt sich um Daniella Gilboa, Karina Ariev, Doron Steinbrecher, Naama Levy, Ziv Berman, Omri Miran und Eitan Mor, s’’l. Er wurde am Wochenende durch einen gezielten Angriff eliminiert.
Das Zentralwahlkomitee hat den Antrag der „Demokraten “ „Otzma Yehudit“, unter Vorsitz von Ben-Gvir, von den Wahlen auszuschliessen, mit 19:10 Stimmen abgelehnt. «Ben-Gvir ist kein rechtsgerichteter Zionist; er ist ein rassistischer Kahanist», sagt der Abgeordnete der Demokraten, Gilad Kariv. Ben-Gvir wurde 2007 wegen Anstiftung zum Rassismus und der Unterstützung einer terroristischen Organisation verurteilt. Über den Ausschluss der ‘Demokraten’ wird später am Tag entschieden. In diesem Fall kam der Antrag von Otzma Yehudit. Mit 21:3 Stimmen wurde der Antrag des ‘Zulat Institute for Equality and Human Rights’, die Partei von Smotrich, Religious Zionism, auszuschliessen, abgelehnt.


Hier die neuesten Umfrageergebnisse, die zeigen, dass der Pro-Netanyahu-Block gegenüber dem Anti-Netanyahu-Block weiter zugenommen hat. Wenn die Anti-Netanyahu-Parteien sich nicht zu einer einheitlichen Strategie zusammenfinden, dann werden wir am 28. Oktober aufwachen und «es wird alles ganz anders, es bleibt alles, wie’s ist!»

Erneut haben jüdische Siedler-Terroristen mehrere Fahrzeuge im Dorf Atara, nahe Ramallah, in Brand gesetzt. Auf einige Wände sprühten sie die Worte ‘Rache’, ‘Nur Umsiedlung’ und ‘ Qusra – wartet bis Donnerstag’. Im Dorf Qusra werden seit mehr als einem Monat einige Häuser von jüdischen Siedler-Terroristen besetzt, und die Eigentümer werden quasi in Hausarrest oder in Geiselhaft genommen.
Hier jetzt, wie versprochen, die Rede von Trump vor der UNO auf Englisch und Deutsch.
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