1 Antwort

  1. Judentum zwischen Religion und Politik

    Lieber Walter

    Dein Artikel hat mich wirklich begeistert. Natürlich haben wir im Gym vom sprichwörtliche ‚Gang nach Canossa‘ gehört, allerdings ohne ihn geschichtlich korrekt einzuordnen.

    Geschweige denn, dass man ihn uns als Beginn der Trennung zwischen Kirche und Staat präsentiert hätte. Schaue ich zurück, dann hat man dazu auch zwischen 1965 und 1974, den Jahren meines Besuchs vom Gym, eisern geschwiegen.

    Vom Westfälischen Frieden haben wir nur beim Besuch des entsprechenden Saales in Münster gehört, über den Hintergrund schwieg man sich aus. 

    Dass wir bei den Bestrebungen nach Gleichberechtigung nicht mit dabei waren, das wurde nie thematisiert, ich glaube mich zu erinnern, dass das Worte ‘Jude’ in unseren Lerneinheiten nie vorkam. Da half auch Mendelssohn nicht, der grosse Vater der Aufklärung.

    Ich muss es meinen durchaus auf das Christentum und dessen Lehren fixierten Lehrern natürlich zugutehalten, dass sie keine Ahnung vom Judentum, geschweigen denn den modernen Richtungen eine Ahnung hatten.

    Es ist Lehrern wie dir zu verdanken, dass wir heute den Diskurs leben dürfen

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