8. Tammus 5782
Geboren:
1887 wurde in Peskowatik, heute Weissrussland, Marc Chagall unter dem Namen Moische Chazkelewitsch Schagal geboren. Seine Familie gehörte zu den 50.000 überwiegend jüdisch-orthodoxen Einwohnern der Stadt Witebsk. Er war das älteste von neun Kindern.
Nach der jüdischen Grundschule besuchte er die städtische Schule. Nachdem diese keine jüdischen Schüler aufnahm, bedurfte es einer erfolgreichen Bestechung durch seine Mutter, um das zu ermöglichen. 1906 schloss er die Schule ab und wurde Schüler bei Jehuda Pen. Pen war einer der wichtigsten Maler des beginnenden 20. Jahrhunderts. Eines seiner beliebtesten Objekte war das jüdische Stetl.
Nach seiner Ausbildung übersiedelte er 1907 nach St. Petersburg, wo er bei der Aufnahmeprüfung in die Kunstakademie versagte. So begann er eine Ausbildung an der «Schule der Kaiserlichen Gesellschaft zur Förderung der Künste» und anschliessend an der «Privatschule Saidenberg».
1910 reiste er nach Paris, bezog dort sein erstes eigenes Atelier, konnte sich aber, trotz der Unterstützung der grossen russischen Künstlerszene zunächst nicht gut einleben. Ein Jahr später zog er in die neu gegründete Künstlersiedlung «La Ruche» (der Bienenkorb), wo er gemeinsam mit der internationalen Künstlerszene lebte.
1914 konnte er in Berlin die erste Einzelausstellung organisieren, die den internationalen Durchbruch bedeutete.
Der Erste Weltkrieg, der während seines Besuches in der alten Heimat ausbrach, verhinderte eine Rückkehr nach Frankreich. 1919 gründete er die Witbsker Kunstschule. Für den Lehrkörper gelang es ihm, zahlreiche Künstler der russischen Avantgarde zu gewinnen. Sein Kunststil passte bald nicht mehr zur offiziellen russischen Ideologie, sodass die Nachfrage nach seinen Werken nachliess.
Zu Kriegsbeginn zog er, um den Nazis zu entkommen, nach Frankreich und floh von dort in die USA. Der plötzliche Tod seiner Frau Bella stürzte ihn in eine tiefe Depression, die die kreative Phase stoppte. Erst nach 1945 konnte er wieder mit seiner Arbeit beginnen.
In den 60-er Jahren entstanden seine bedeutendsten Werke, Kirchenfenster für Metz und Zürich, sowie für das Hadassah Spital in Jerusalem. Bilder für die Met in New York, und das Lincoln Center folgten.
Am 28. März 1985 starb Chagall im Alter von 97 Jahren in Saint-Paul-de Vence, wo er auch beigesetzt ist.
Sport:
2022 erstmals gelang es einem israelischen Radrenn-Team eine Etappe bei der Tour de France zu gewinnen. Der Australier Simon Clarke, der für «Israel Premier Tech» fährt, gewann die 5. Etappe in einem Foto Finish nach 3 Stunden 13 Minuten und 35 Sekunden. Die Etappe führte 157 km teils über holpriges Kopfsteinpflaster von Lille nach Arenberg.
Glückwünsche kamen u.a. vom israelischen Tourismusminister Yoel Razvozov.
Das israelische Team ist Teil der «Israel Cycling Academy», die 2014 gegründet wurde.
Tourismus:
2022 einen ungewöhnlichen Besuch erhielten Gäste des 5* Hotels Bereshit am Ramon Krater in Mitzpe Ramon. Durch die offenstehende Terrassentür betrat eine der dort heimischen Ibex Antilopen das Hotelzimmer.
Während die eigentlichen Bewohner des Appartements den Rundgang des seltenen Gastes filmten, aber keinen Versuch unternahmen, das Tier zu vertreiben, schien sich der Antilopen Bock recht heimelig zu fühlen.
Ob er vor dem Besuch im Hotel noch ein Bad im kleinen zimmereigenen Pool genommen hatte, ist nicht bekannt. Dort kann man regelmässig die normalerweise scheuen Tiere beobachten, wenn sie zu den für sie beliebten Wasserbecken kommen.
Gleiches Recht für alle?
2014/2022 MK Netanyahu setzt alles daran, dass Verteidigungsminister Benny Gantz nicht den neuen IDF Chef ernennen darf. Die geschäftsführende Regierung unter PM Lapid sei dazu nicht berechtigt.
Allerdings vergisst er dabei, dass es im Jahr 2014 einen sehr ähnlichen Fall gegeben hatte. Damals war Netanyahu PM der geschäftsführenden Regierung, als er Gadi Eizenkot zum Stabschef der IDF ernannte. Das Verfahren wurde auf Antrag des damaligen Verteidigungsministers Moshe Ya’alon vom damaligen Generalstaatsanwalt Yehuda Weinstein und dem damaligen Militäranwalt Dan Efroni genehmigt. Sie kamen zu dem Schluss, dass es kein rechtliches Hindernis für Bestellung gab.
Auch nach der Auflösung der Knesset am 8. Dezember 2014 wurde das Ernennungsverfahren fortgeführt.
Es besteht keinerlei Unterschied zwischen dem damaligen Verfahren und dem heutigen. Ausser, dass das heutige nicht dem Willen von MK Netanyahu entspricht.
Diplomatie:
2022 Saudi-Arabien erwägt einen israelischen Diplomaten nach Riyad einzuladen. Dies solle im zeitlichen Umfeld des US-amerikanischen Präsidenten Biden in Israel in der kommenden Woche geschehen.
Biden selbst ist in Riyad nicht sehr beliebt. Ein direkter israelisch-saudischer Kontakt könnte von diesen Problemen, vor allem anlässlich eines geplanten Besuches Bidens in Saudi-Arabien ablenken.
Israel erwartet keinen grossartigen Durchbruch in den Beziehungen, hofft jedoch auf «kleine bis mittlere Normalisierungsmassnahmen». Vor allem könnte damit auch der Grundstein für direkte Kontakte mit anderen arabischen Ländern gelegt werden, die noch keine diplomatischen Beziehungen mit Israel haben.
Kategorien:Aus aller Welt, Israel, Timeline
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