6. Aw 5786

Vermittler haben dem Iran einen Vorschlag unterbreitet, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Der Vorschlag spricht von einer 10-tägigen Waffenruhe, in der beide Seiten Wege finden sollen, die Absichtserklärung neu zu beleben.
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian erklärte, der Iran befinde sich in einem vollumfänglichen Krieg mit den USA. «Tatsache ist, dass sich die Islamische Republik Iran derzeit in einem umfassenden Krieg befindet», sagt Pezeshkian und fügt hinzu: «Wir müssen realistisch sein und die natürlichen Folgen dieses Widerstands akzeptieren», heisst es in einer Erklärung des Präsidialamtes.
Der iranische Chef-Unterhändler, Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf, stellte fest, dass die Truppenbewegungen der USA zeigen, dass Washington nicht am Beenden der Eskalation mit Teheran interessiert ist. «Die Amerikaner bringen immer wieder neue militärische Ausrüstung in die Region und behaupten, sie wollten den Krieg beenden», sagt Ghalibaf auf X. «Sie haben darauf gesetzt, dass unsere Intelligenz genauso gering ist wie ihr eigener IQ. Wir haben es mittlerweile meisterhaft verstanden, diese amerikanischen Spielchen zu durchschauen, und auf dieser Grundlage haben wir uns vorbereitet», fährt er fort. «Taten müssen Behauptungen bestätigen, nicht ihnen widersprechen.»
Das Pentagon hält mit den echten Zahlen zurück, was die Opferzahlen, die Zahl der Verwundeten und Vermissten sowie der Materialschäden betrifft. Vor dem Angriff am vergangenen Freitag, bei dem zwei Soldaten getötet wurden und ein Soldat in Jordanien als vermisst gilt, flog der Iran drei weitere Angriffe auf US-amerikanische Stützpunkte in Jordanien. Dabei wurden Dutzende Soldaten verletzt und mehrere Hubschrauber beschädigt. Das vermeldeten mehrere US-Beamte, die anonym bleiben möchten. Das Pentagon hat seit dem 5. Mai keine Informationen zu den Angriffen abgegeben.
Ein Soldat wurde beim Angriff auf einen amerikanischen Stützpunkt getötet. An einem anderen Angriffsort durch iranische Raketen wurden noch nicht identifizierte menschliche sterbliche Überreste gefunden, wie CENTCOM heute mitteilte. Damit hat die Eskalation der Kämpfe eine neue Stufe erreicht. Seit der Wiederaufnahme der Kämpfe in der vergangenen Woche kamen mindestens drei, vielleicht auch vier US-Soldaten ums Leben. «Wir haben sie [den Iran] heute Nacht erneut sehr hart getroffen und wir haben das zu Ehren der … grossen Patrioten getan, die getötet wurden», sagte Trump Reportern nach seiner Landung auf der Joint Base Andrews im Anschluss an das WM-Finale am Sonntag. Die neue Angriffswelle richtete sich gegen «iranische Militärkommandozentralen, Luftabwehr- und Küstenüberwachungsanlagen, maritime Kapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussstellen sowie Kommunikationsnetzwerke, um die Fähigkeit des Iran, Handelsschiffe und zivile Seeleute auf der Durchfahrt durch die Strasse von Hormus anzugreifen, weiter zu schwächen», teilte CENTCOM in einer Erklärung in der Nacht mit. «Die USA planen einen umfassenderen Krieg», sagte ein mit den internen Diskussionen der Regierung vertrauter US-Beamter und fügte hinzu, dass das Pentagon die Zahl der Militärflugzeuge in der Region erhöhe. Der Beamte, der keine offizielle Befugnis hatte, mit den Medien zu sprechen, warnte aber, dass eine Ausweitung der Operationen durch schwindende Bestände an Luftabwehr- und Langstreckenmunition sowie der Entsendung weiterer Truppen und Flugzeuge durch Kampfschäden beschränkt sei. Er glaube, dass das Weisse Haus sich dieser Tatsache nicht bewusst sei. Trump hatte in der letzten Woche auch eine Bodeninvasion im Iran nicht ausgeschlossen. Auch darauf sind die USA derzeit nicht vorbereitet.

Netanyahu verurteilt die ‘entsetzlichen Aussagen’ von Rabbi Dov Lando, dem geistlichen Oberhaupt von ‘Degel haTorah’, der gestern erklärte, «religiöse Soldaten morden, wenn sie in der Armee dienen.» Lando verurteilte diejenigen aus der religiös-zionistischen Gemeinschaft, die in der Armee dienen: «Ich spreche von denen mit den gestrickten Kippas, die zum Dienst verpflichtet sind. Wenn der Staat Menschen, Soldaten, zur Ehre des Staates entsendet und diese Menschen töten, ist das dann auch zulässig? Das ist ganz klar Mord. Sie stacheln also zum Mord an. Sie führen Kriege nicht nur um der Erlösung willen, sondern zur Ehre des Staates», sagte er. Netanyahu reagierte leider nicht so scharf, wie man es sich wünschen würde. «Soldaten der israelischen Streitkräfte, sowohl säkulare als auch Haredim, verlassen ihre Häuser, ihre Arbeit und ihre Familien und riskieren ihr Leben, um den Staat Israel, seine Bürger und das gesamte Volk Israels zu schützen. Sie verdienen tiefe Wertschätzung, Dankbarkeit und volle Unterstützung aus allen Teilen der Öffentlichkeit und ganz sicher auch aus der Welt der Torah», heisst es in seiner Erklärung. Was er hätte sagen müssen, ist, dass Menschen wie Rabbi Lando verantwortungsvoller mit ihrer Position umgehen müssten, um ihre Anhänger nicht vom modernen Leben fernzuhalten, sondern sie zu motivieren, sich dem weltlichen Leben anzuschliessen und dem Staat zu dienen, wie alle anderen es auch tun müssen. So könnten die jungen Männer die Worte der Torah besser erfüllen, als wenn sie immer nur das wiederkäuen, was andere, wie Lando, ihnen vorkauen. Der Mann ist senil, wenn nicht sogar dement.
Der Sprecher der Houthi Terror-Organisation Yahya Sare erklärte, dass sie eine maritime Sperre von Saudi-Arabien verhängen. «Wir haben dies in Abstimmung mit der Regel ‘eine Blockade für eine andere Blockade’ verhängt.» Jede Eskalation der Saudis werde mit einer entsprechenden Eskalation der Houthis beantwortet. Ein fragiler, vier Jahre andauernder Waffenstillstand zwischen den beiden Seiten brach letzte Woche zusammen. Ein weiterer Sprecher der Houthi-Terroristen, Abdul Salam Salah, erklärte, die von ihnen verhängte Blockade ziele darauf ab, Riyad zu zwingen, «die Belagerung der jemenitischen Flughäfen und Häfen vollständig aufzuheben, dem Jemen das uneingeschränkte Recht zu gewähren, von seinen souveränen Ressourcen zu profitieren und die inhaftierten Houthi-Terroristen freizulassen.»

Khalil al-Hayya, der ehemalige Chefunterhändler der Hamas-Terror-Organisation wurde zum neuen Chef der Hamas gewählt. Hayya wurde in Gaza geboren, verbrachte dort auch den grössten Teil seines bisherigen Lebens. Kurz vor dem Massaker vom 7. Oktober 2023 übersiedelte er nach Qatar, wo er seither lebt.

Nach einem Angriff der IDF auf ein Fahrzeug im Südwesten des Gazastreifens wurden drei Personen getötet und weitere verletzt. Der Angriff fand in der Region um Mawasi in der Nähe von Khan Younis statt.

US-amerikanische Angriffe erfolgten heute Vormittag erneut auf die einzige zivile Nuklear-Anlage in Bushehr im Süden des Landes. Der Gouverneur von Bushehr erklärte, dass an verschiedenen Orten der Stadt Explosionen zu hören waren.
Hinterlasse einen Kommentar