17. Elul 5786


Ben-Gvir, der sadistische Minister und künftiger oberster Scharfrichter, dem auch die Gefängnismitarbeiter unterstellt sind, hat ein Video veröffentlicht. Darin beschimpft er Palästinenserinnen, die im Damon-Sicherheitsgefängnis im Norden des Landes inhaftiert sind. Ihre Klagen werden von einem Dolmetscher übersetzt. Eine Frau, die sich selbst als Mitglied des Islamisch-Palästinensischen Djihad bezeichnet, beklagt sich über die harten Haftbedingungen. Die Beamten würden regelmässig Razzien in den Zellen durchführen, in denen es kein fliessendes Wasser gebe. Eine medizinische Betreuung werde ihnen verweigert. Ben-Gvir antwortet darauf: «Die Zeiten der Sommercamps in israelischen Gefängnissen sind vorbei. Dafür bin ich verantwortlich. Wer meinen Brüdern Schaden zufügt, wird keine Hotelbedingungen vorfinden.» Er erinnert an die israelischen Geiseln, die «nur darum beten konnten, solche Bedingungen zu erhalten. Ich bin froh, dass wir die Bedingungen auf das absolute Minimum reduziert haben.» Grausamkeit mit Grausamkeit zu beantworten, ist weder ein Zeichen für eine funktionierende Justiz noch für Humanismus. Aber Menschenwürde ist für diesen Sadisten ein Fremdwort.


Der EU-Sonderbeauftragte für den Nahen Osten, Christophe Bigot, hat heute Vormittag dem Dorf Qusra einen Besuch abgestattet. Vor Ort wurde er über die jüngsten Gewaltexzesse jüdischer Siedler-Terroristen gegen Palästinenser informiert. Bigot konnte zwar keines der seit drei Wochen belagerten oder besetzten Häuser betreten, aber mit den dort festgehaltenen Eigentümern telefonisch sprechen. «Die EU nutzt diese Gelegenheit, um ihre konsequente Haltung zu unterstreichen, die Gewalt extremistischer Siedler zu verurteilen und die Rechenschaftspflicht der Täter einzufordern.» Eine Haltung, die leider keine Konsequenzen nach sich zieht und nichts als hohle Worte ist. Es ist unverständlich, warum es auch nach drei Wochen immer noch keine Festnahmen gab, obwohl eine grosse Zahl der jüdischen Siedler-Terroristen identifiziert wurde. Netanyahu verurteilte gestern den Vorfall, spielte jedoch die Welle der Gewalt gegen Palästinenser als Tat einer ‘Handvoll Randalierer’ herunter, die nicht die breite Siedleröffentlichkeit repräsentieren. Netanyahu spekuliert auf die Stimmen der rechten Siedler; das lässt ihn die Augen vor einer fortgesetzten Welle von Straftaten schliessen. Dies ist durch nichts zu entschuldigen.

Nach mehr als 250 Tagen im Einsatz im Mittleren Osten ist der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln auf dem Weg in die USA. Wie bekannt wurde, hat der überlange Einsatz nicht nur zu gesundheitlichen Problemen bei der Mannschaft geführt, sondern auch zu Lücken bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Hygieneprodukten. Die Lincoln wird in Thailand einige Tage vor Anker liegen, damit sich die Mannschaft etwas erholen kann.
Abd al-Fatah Abu al-Eish, Mitglied der Nukhba-Truppe, die massgeblich am Massaker vom 7. Oktober 2023 beteiligt war, wurde gestern von der IDF eliminiert. Im selben Angriff wurde auch Raed Adel Mohammed Alyan, ein weiterer ranghoher Hamas-Terrorist, eliminiert.
In einem Angriff der IDF, bei dem Hassam Osama Hussein Nasir, ein aktiver Hamas-Terrorist, der immer wieder Angriffe gegen die IDF ausführte, eliminiert wurde, kam leider auch ein drei Jahre alte Junge, Tayyem Hamdan, ums Leben. Die IDF betonte, auch in diesem Fall alle Vorsorge getroffen zu haben, um Zivilisten zu schützen.
Bereits gestern wurden zwei Mitglieder der Nukhba-Truppe, die wiederholt Angriffe gegen Zivilisten und Soldaten planten und ausführten, eliminiert. Yasser Abu al-Khair und Mohammed al-Din operierten in den letzten Monaten regelmässig in der Region Khan Younis.




In der schweizerischen Stadt Basel fand am gestrigen Shabbat-Nachmittag ab 14 :00 eine unbewilligte Anti-Zionismus-Demonstration unter dem Titel ‘Death to Zionism’ statt. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot, unterstützt von der Kantonspolizei Bern, vor Ort. Auf dem Theaterplatz hatten die Veranstalter Lautsprecher aufgebaut und waren auf einen Demonstrationszug vorbereitet. Schliesslich zeigte sich, dass die Polizei zahlenmässig den Demonstranten überlegen war. Diese wurden auf dem Theaterplatz eingekesselt, wer später kam und mitdemonstrieren wollte, wurde
von den Beamten durchgelassen. Als es zu kleinen Rangeleien kam, setzte die Polizei Pfefferspray ein, woraufhin sich eine Demonstrantin mit rinnenden Augen beschwerte: «Man hat mich vor dem Einsatz von Pfefferspray nicht gewarnt!» Bereitstehende Wasserwerfer kamen nicht zum Einsatz. Nach der Aufnahme der Personalien wurden 174 Personen weggewiesen. Eine Person, die zum Haftantritt ausgeschrieben war, wurde inhaftiert, vier Personen wurden wegen Behinderung von Amtshandlungen angezeigt, zwei Jugendliche wurden in polizeilicher Obhut gehalten, bis die Eltern sie abholten. Die Polizei stellte einige nicht bewilligte Gegenstände sicher.
Hinterlasse einen Kommentar