Krieg gegen Iran – Tag 173 seit dem Beginn der Kämpfe

7. Elul 5786

«D’r Trump im Schnäggeloch hed alles was är will.

Und was är will das hed är nid und was är hed das will är nid.

D’r Trump im Schnäggeloch hed alles was är will.

So könnte man die Wankelmütigkeit von Trump beschreiben. Am Dienstag hatte er noch behauptet, er sei an weiteren Gesprächen mit dem Iran nicht interessiert. Gestern, am Mittwoch, verkündete er jedoch, er sei jederzeit offen für weitere Gespräche. Er begleitete diese Ankündigung aber wieder mit Säbelrasseln, diesmal gegen die Wirtschaft. «Deshalb kündige ich heute die VERNICHTENDSTE WIRTSCHAFTLICHE MASSNAHME AN, DIE JE GEGEN EIN LAND ERGRIFFEN WURDE!», so Trump.

Der US-Präsident hat unzählige Drohungen mit verheerender Gewalt und Wirtschaftssanktionen gegen den Iran ausgesprochen, diese dann aber wieder zurückgenommen, während er gleichzeitig Fortschritte bei den Verhandlungen für ein diplomatisches Abkommen behauptete. Diesmal, so betont Trump, werde es «Wirtschaftskrieg und Isolation in beispiellosem Ausmass» geben. Ausserdem müsse jedes Land, das mit dem Iran Handel gleich welcher Art betreibt, mit «enormen wirtschaftlichen Konsequenzen rechnen.Dies wird ein WIRTSCHAFTLICHER D-DAY sein, und wir brauchen alle unsere Verbündeten an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika, um die iranische Bedrohung zu isolieren und zu besiegen.

Diese Wahnsinnigen stehen mit dem Rücken zur Wand, und diese HISTORISCHEN MASSNAHMEN werden sie und ihre Fähigkeit, weltweit Terror zu verbreiten, lahmlegen», schreibt er, ohne zu beschreiben, worin diese Massnahmen konkret bestehen. «DER IRAN WIRD NIEMALS EINE ATOMWAFFE BESITZEN.» Wann wird die Weltgemeinschaft endlich diesen Wahnsinnigen aus dem Verkehr ziehen? Müssen wir wirklich warten, bis es zur grossen Katastrophe kommt?

Heute ist der Tag im Jahr, an dem die meisten Israelis in die Ferien fliegen oder wieder heimkommen. Etwa 650 (!) Flüge, die 107.000 Passagiere transportieren sollen, werden erwartet. Der beste Tag also, für einen Streik! Gegen 14 Uhr kam plötzlich alles zum Stillstand. Während die Abflüge nach einem ‘angepassten Flugplan’ starten konnten, wurde der Check-in Bereich stillgelegt. Die Menschenmenge davor, die auf die Abfertigung wartete, war unüberschaubar. Die Flughafenbehörde entschuldigte sich für das Verhalten der Gewerkschaft. Miri Regev, die zuständige Ministerin forderte die Behörde auf, «unverzüglich beim Arbeitsgericht Klage gegen die Gewerkschaft einzureichen, um sie zu zwingen, den illegalen, schikanösen Streik zu beenden.» Die Gewerkschaft bedauert den Streik, kritisiert aber die Flughafenbehörde «aber man kann einen nationalen Flughafen nicht durch den endlosen Burnout seiner Beschäftigten am Laufen halten.» Irgendwann später meldet sich Netanyahu zu Wort: «Der Ben-Gurion-Flughafen wird weiterhin geöffnet bleiben und wie gewohnt betrieben werden. Wer sich dem in den Weg stellt – wird nach Hause fliegen!» «Eine Stunde später wird der Spuk vorbei sein, alle Abfertigungen werden nach und nach die Arbeit wieder aufnehmen, die Folgen, verspätete An-und Abflüge, werden noch den ganzen Tag andauern.

Der Angriff der IDF auf die den Luftwaffenstützpunkt Abu al-Duhur in Syrien zieht immer weitere Kreise. Das türkische Verteidigungsministerium hält fest, dass es vor dem Angriff keine wie immer gearteten Aktivitäten Ankaras auf dem Stützpunkt gegeben habe. Syrien gab jedenfalls zu, dass türkische Vertreter sich am Tag zuvor auf dem Stützpunkt aufgehalten hatten. «Für den Frieden und die Stabilität sowohl in Syrien als auch in der Region ist es unerlässlich, dass Israel diese rücksichtslosen Angriffe einstellt und die Anforderungen des Völkerrechts einhält», fügt der Sprecher des Ministeriums hinzu. Das Büro des PM warf Syrien vor, gegen einen «mit Israel in Sicherheitsfragen vereinbarten Status quo zu verstossen, indem es türkischen Truppen erlaube, auf dem Luftwaffenstützpunkt stationiert zu werden.» Israel warf sowohl Syrien als auch der Türkei seinerseits vor, dadurch die Sicherheit Israels zu gefährden und betonte nochmals, beide Staaten vor dem Angriff gewarnt zu haben.

Das Büro des PM erklärt entgegen anderslautenden Informationen, dass der Einsatz der Stabilisierungstruppe im Gazastreifen im Rahmen des 20-Punkte-Plans von Trump noch nicht bewilligt ist. «Entgegen der Medienberichte hat die politische Führung den Einmarsch der internationalen Truppe in den Gazastreifen nicht genehmigt», betont eine Erklärung, in der es weiter heisst: «Israel hat deutlich gemacht, dass es im Gazastreifen keinen Wiederaufbau geben wird, bevor die Hamas vollständig entwaffnet ist.» Damit dürfte der vorbereitete Einsatz von Truppen aus Burundi und Uganda hinfällig sein, der durch eine gemeinsame Standortbesichtigung in der vergangenen Woche als sicher galt. Im vergangenen Monat wurde veröffentlicht, dass 200 Personen aus ‘befreundeten’ Ländern in Gaza stationiert werden können.

Der umtriebige Mike Huckabee, imHauptberuf baptistischer Pastor in Arkansas und derzeit US-amerikanischer Botschafter in Israel, besinnt sich auf sein theologisches Gedankengut. Er bezichtigt die jüdischen Siedler-Terroristen, die seit mehr als einer Woche einige Häuser im Dorf Qusra de facto belagern, einen «Verstoss gegen Gottes Gesetz» zu begehen. Unter Berufung auf die Zehn Gebote sagt Huckabee: «Du sollst nicht stehlen», und dass Menschen weder nehmen noch „begehren“ sollten, was anderen gehört. «Wenn jemand das Land und sein Haus besitzt und dann jemand kommt, es in Besitz nimmt und die Familie davon vertreibt, ist das ein Verstoss – nicht nur gegen menschliches Recht. Das ist ein Verstoss gegen Gottes Gesetz», sagt Huckabee, der eigentlich ein Befürworter der israelischen Siedlungen ist, die jüdischen Siedler-Terroristen aber zutiefst verurteilt.

In einem selten gewordenen Vorgehen haben israelische Sicherheitskräfte vier Verdächtigte festgenommen, die sich der Räumung ihres illegalen ‘Aussenpostens’ widersetzten. Die Siedler hatten den ‘Aussenposten’ in der Nähe des palästinensischen Dorfes Deir Istiya, südlich von Nablus in der Zone A errichtet, die Zufahrtsstrasse blockiert und die Sicherheitskräfte mit Steinen beworfen. Diese stellten einen Traktor und eine Schafherde sicher. Die Evakuierung des Aussenpostens erfolgte auf explizite Anweisung vom Maj. Gen. Avi Bluth.

Hillel Neuer von UN-Watch gibt bekannt, dass der am 7. Oktober 2023 getötete Teilnehmer am Massaker der Hamas gegen Israel, nicht nur Mitglied der Nukhba-Truppe war, sondern auch ein von der UNWRA bezahlter Lehrer war. Auf einem Gruppenbild der UN wird Ezz El-Din Kamal Ismail Al-Zamili, als stolzes Mitglied der ‘Rafah Preparatory School for Boys’ gezeigt. Das nebenstehende Video zeigt ihn als ‘Kämpfer’ der Hamas, der Allah preist und sich auf sein Märtyrertum  freut.

Shin Bet und IDF geben bekannt, dass die Hamas das Nasser Krankenhaus in Khan Younis als Tarngebäude für ‘Folter und Verhöre’ nutzt. In einer gemeinsamen Aussendung erklären die IDF und der Shin Bet, dass die Hamas die Aktivitäten ihrer Sicherheitsapparate verstärkt und versucht, ihre Herrschaft durch Einschüchterung, Verhöre und Folter der Einwohner durchzusetzen, nachdem die Unterstützung der Terrororganisation durch die Bewohner des Gazastreifens abgeschwächt sei. Die Unterlagen, die vom Geheimdienst vorgelegt wurden, belegen, dass «im Yassin-Gebäude, im zweiten Stock der Ambulanzen des Krankenhauses, Verhöre durch den internen Sicherheitsdienst und den Militärgeheimdienst der Hamas stattfinden. Darüber hinaus nutzt die Hamas das Krankenhaus als Verwaltungszentrum, das nichts mit seiner medizinischen Funktion zu tun hat, und zwar zum Zweck von Verhören, Folter und Geldbeschaffung», heisst es weiter in der Erklärung. «Weitere Verhöre werden derzeit in einem Gebäude durchgeführt, das früher als Büroräume des Krankenhauses diente, dann als Cafeteria genutzt, später in eine Gebetsstätte umgewandelt wurde und heute als Verhörzentrum der Hamas dient.» Patienten und Mitarbeiter des Spitals berichten, dass immer wieder maskierte Hamas-Terroristen in allen Bereichen des Spitals zu sehen sind. Dieser Zustand versetzte, und das dürfte die Absicht sein, alle, die sich im Spital befinden, in Angst. Aufgrund der Anwesenheit von bewaffneten Terroristen, beschränkt sich ‘Ärzte ohne Grenzen’, die seit 2023 im Spital arbeiten, nur mehr auf dringende, lebensnotwendige Hilfestellung. «Diese Handlungen der Terrororganisation Hamas stellen einen Verstoss gegen das Völkerrecht dar, das die militärische Nutzung von Krankenhäusern verbietet», heisst es in der Erklärung der IDF und des Shin Bet. Die IDF warnt die Bewohner des Gazastreifens, dass die Hamas «Angst hat, die Kontrolle über den Gazastreifen zu verlieren, und daher Krankenhäuser, Schulen und andere zivile Einrichtungen für ihre Zwecke nutzt.»

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Kategorien:Israel, Politik

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