Krieg gegen Iran – Tag 143 seit Beginn der Kämpfe

7. Aw 5786

Die Beisetzungsfeierlichkeiten für den verstorbenen Senator Lindsey Graham beginnen am kommenden Dienstag, den 28. Juli in Washington und werden anschliessend in South Carolina fortgesetzt. An der Staatszeremonie in der National Cathedral wird Präsident Trump teilnehmen. Nach einer kurzen Zeremonie in der Rotunde des Senats wird der Sarg nach South Carolina überführt, wo er am Mittwochvormittag beigesetzt wird. Ob Netanyahu, wie geplant, teilnehmen wird, hängt davon ab, ob ein Treffen mit Trump zu der Zeit möglich und von Trump erwünscht ist.

In Italien kursiert ein Formular, das jeden, der in Frage kommt, auffordert, «Juden, Israelis, Zionisten oder solche, die mit dem Zionismus zu tun haben, in Hotels, Restaurants und Geschäften zu melden». Ziel des Formulars ist es, eine Karte zu erstellen, die den ‘zionistischen Tourismus’ kartiert. Jüdischerseits wurde dies bereits als modernes ‘Gelbstern-System’ bezeichnet. Wie anders kann man das bezeichnen als eine moderne Weiterführung der Judenhetze der Nazis in den 30er und 40er Jahren!

Vor dem Militärgefängnis ‘Beit Lid’ fanden erneut Ausschreitungen der Haredim statt. Das Oberhaupt der chassidischen Gur-Dynastie, Rabbi Yaakov Aryeh Alter, 87, nahm gemeinsam mit dem Vorsitzenden von UTJ, Yitzhak Goldknopf, an der Demonstration teil, zu der sich etwa 25.000 versammelt hatten. Die Teilnehmer waren überwiegend Jugendliche der Gur-Gemeinde. Sie waren mit Bussen aus dem ganzen Land angereist. Nachdem der letzte Zaun vor dem Innenbereich gewaltsam gebrochen worden war, rief Goldknopf zu Mässigung und Ruhe auf.  Es kam jedoch zu teils gewaltsamen Zusammenstössen zwischen den Demonstranten und den Gefängniswärtern. Gleichzeitig war eine Gross-Demonstration vor dem Haus von GStA Gali Baharav-Miara vorgesehen, wurde aber aufgrund der eskalierenden Veranstaltung in ‘Beit Lid’ abgesagt.  Bei einer kleineren Demo vor ihrem Haus, kam es zu Rangeleien mit Passanten.

Der Erdwall ist im Bild von rechts oben nach links unten zu sehen.

Die IDF hat in den letzten Monaten damit begonnen, einen riesigen Erdwall in Gaza aufzuschütten. Dieser Wall trennt etwa 50 % der von Israel kontrollierten Gebiete vom Rest des Gazastreifens, der von der Hamas kontrolliert wird. Dadurch wird die Spaltung der beiden Gebiete noch mehr verfestigt.  Mehr als 23 km wurden in den vergangenen Monaten bereits errichtet, quer durch mehr oder weniger zerstörte Dörfer. Das gesamte Gebiet von Gaza umfasst etwa 40 km Länge und 11 km Breite. Hier leben etwa 2 Millionen Palästinenser. Die IDF bestätigte die ihr vorgelegten Bilder und bestätigte gegenüber AP, dass sie den Erdwall innerhalb der ‘Gelben Grenze’ errichtet hat. Diese 53 % entsprechen dem ‘Trump-20-Punkte-Plan’ in der ersten Phase. Mittlerweile umfasst das von der IDF kontrollierte Gebiet etwa 60 %, wobei Netanyahu eine Besatzung von 70 % anstrebt. Ob die Weigerung der Hamas, sich entsprechend dem Trump-Plan zu entmilitarisieren, der einzige Grund ist, den Erdwall zu errichten oder ob die IDF damit Fakten schaffen und eine dauerhafte Grenze errichten will, bleibt abzuwarten. Neben der IDF wollten sich weder CENTCOM, noch der ‘Friedensrat’ dazu äussern. Neben dem eigentlichen Wall wurde eine Sicherheitszone eingerichtet, die mit nachrichtentechnischen und anderen technologischen Mitteln ausgestattet ist. Hiermit soll das Eindringen von Personen verhindert werden, aber auch Soldaten und israelische Gemeinden in Grenznähe geschützt werden.

Die ehemalige Geisel Emily Damari begrüsste den Tod des Hamas-Führers Adham Ibrahim Shaaban Nasman, der sie und andere Geiseln nicht nur entführt, sondern auch gefangen gehalten hatte. Emily nannte ihn ein ‘Monster’ und fuhr fort: «So viele der brutalen Terroristen, denen wir begegnet sind, wollten so sein wie er. Sie waren alle grausam, manche in hohen Positionen, manche auf niedrigeren Ebenen. Jetzt reden sie nicht mehr am Telefon über uns. Sie verbrennen gemeinsam in den Feuern der Hölle … So Gott will, werden sich ihnen noch mehr anschliessen.» Jener Hamas Terrorist, der an der Entführung von Nurit und Amiram Cooper sowie Alexander Dancyg vom Kibbutz Nir Oz beteiligt war, Osama Kamal Shehadeh Abu Teim, wurde bereits zu Beginn der Woche eliminiert. Mit Taher Ahmad Salem Abd al-Wahed, der an der Entführung von Inbar Haiman vom Musik Festival massgeblich beteiligt war, wurde ein weiterer Terrorist des Palästinensisch-Islamischen-Djihad eliminiert.

Truppen der regulären libanesischen Armee haben heute Morgen damit begonnen, in die südlibanesische Stadt Zawtar al-Gharbiyeh einzurücken, nachdem die IDF sich aus dem Gebiet zurückgezogen hat. Dieser Vorgang erfolgt im Rahmen des Projekts ‘Pilotzonen’, das mit den USA ausgehandelt wurde und den Rückzug der IDF aus zunächst zwei definierten Zonen vorsieht. Die IDF bestätigte allerdings noch nicht, dass der Rückzug bereits stattgefunden hat. Die Bürger wurden aufgerufen, noch nicht in die Stadt zurückzukehren, bis die Sicherheitslage nicht völlig unter Kontrolle ist.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun wird sich heute mit Präsident Trump treffen. Sein vier tägiger Besuch in Washington, der heute endet, diente dazu, einen Weg zu finden, Ruhe in den kriegsgeschüttelten Libanon zu bringen. Es ist das erste Treffen zwischen dem libanesischen und dem US-amerikanischen Präsidenten. Auf diplomatischer Ebene verhandeln Israel und der Libanon schon seit einiger Zeit in Washington. Trump verspricht Aoun zu Beginn des Gesprächs, dass er dem Libanon helfen wird. In der Vergangenheit hat Trump Israel dafür kritisiert, bei seinen Angriffen gegen die Hisbollah zu hart vorgegangen zu sein, wodurch zu viele Zivilisten ums Leben gekommen sind. In seiner Eröffnungsrede lobte Aoun Trump als «grossartigen Präsidenten», woraufhin Trump grinste und scherzte: «Er weiss, wie er mich um den Finger wickeln kann.»

Syrien gab an, einen Versuch, Granaten in den Libanon zu schmuggeln, vereitelt zu haben. Die 226 Granaten waren aller Wahrscheinlichkeit nach für die Hisbollah gedacht. Sie waren in einem Fahrzeug versteckt, das in der Nähe von Damaskus in den Libanon einreisen wollte. Bereits in der letzten Woche war eine grosse Zahl von Waffen, die für die Hisbollah bestimmt waren, an der Grenze zum Irak abgefangen worden.

Jordanien gab an, fünf iranische Drohnen abgeschossen zu haben. Die Abschüsse seien problemlos verlaufen, ohne Schaden anzurichten. Am Mittag wurden drei Raketen aus dem Iran kommend abgefangen.

Die IRGC behauptet, eine Niederlassung des grossen Online-Handelshauses Amazon in Bahrain angegriffen zu haben. Bahrain ist ein Standort des Amazon Cloud Servers.  Sowohl Bahrain als auch Amazon kommentierten diesen Vorfall bisher nicht.  Im Laufe des Tages konnte Bahrain weitere iranische Angriffe erfolgreich abfangen.



Kategorien:Israel, Politik

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