Krieg gegen Iran – Tag 188 seit dem Beginn der Kämpfe

22. Elul 5786

VM Israel Katz lobte die Einnahme des Ali-Taher-Riffs und erklärte sie zu einem massgeblichen Erfolg im Süden des Libanons. «Premierminister Netanyahu und ich verfolgen eine klare und kompromisslose Politik, die täglich von der IDF untermauert wird: Israel wird sich nicht aus der Sicherheitszone im Libanon zurückziehen, bis die Hisbollah im gesamten Libanon entwaffnet ist und die Bedrohungen für die Bewohner von Galiläa beseitigt sind», erklärt er in einer Stellungnahme. «Die Einnahme von Ali-Taher ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung dieses Ziels.»

Gadi Eisenkot hat geheimnisvoll angedeutet, dass es in den kommenden Tagen, bevor am Dienstag die Wahlplattformen und -listen der Parteien bekanntgegeben werden müssen, noch zu überraschenden Zusammenschlüssen mit seiner Partei ‘Yashar’ kommen wird. Obwohl die letzte Umfrage gestern nicht so gut für ihn war, gibt er sich siegessicher: «Ich bin überzeugt, dass wir ein siegreiches politisches System aufbauen werden. Unser Sieg wird deutlich ausfallen mit über 60 Sitzen.» Auf die Frage, mit welchen Parteien er spricht, antwortete er: «Ich spreche mit allen; wenn ich das jetzt öffentlich mache, wäre es nicht mehr ernst zu nehmen. Wir bereiten für die nächsten Tage Überraschungen vor. Ich bin überzeugt, dass es dazu kommen wird und zum Wohle des Staates Israel sein wird.» Viel Erfolg, be hatzlacha, Gadi!

Kauft keinen Wein aus Judäa! Es könnte sein, dass die Trauben aus Weingärten stammen, die palästinensischen Weinbauern gehören. Heute Vormittag wurde eine Familie jüdischer Siedler dabei beobachtet, wie sie die Weinstöcke eines Weingartens in Halul, nördlich von Hebron, plünderte. Mit dabei waren auch einige minderjährige Kinder des Siedlerpaares. Ein Aktivist der Gruppe ‘Reservisten gegen Terror’ filmte den Diebstahl. Er berichtet später, dass die IDF die Aktivisten und die palästinensischen Eigentümer aus dem Gebiet, das sie zum militärischen Sperrgebiet erklärten, vertrieben hat, während die Siedler ihre gestohlene ‘Ernte’ unbehindert zu Ende bringen konnten. Als die Aktivisten zu ihrem Fahrzeug zurückkehrten und fortfahren wollten, mussten sie feststellen, dass alle vier Reifen zerstochen waren….

Im vergangenen März wurde Suhaib Abualkebash, 29, von jüdischen Siedler-Terroristen angegriffen und auf das grausamste misshandelt. Die Gruppe von mehr als 20 Personen schlug ihn zunächst, zog ihn anschliessend nackt aus und fesselte ihn an Armen und Beinen, sodass er kaum noch gehen konnte. Dann zogen sie einen Kabelbinder so stark über seinem Penis zusammen, dass es zu einem unglaublich schmerzhaften Blutstau und einer Minderversorgung mit Sauerstoff kam. Um die Qual noch zu erhöhen, zogen sie ihn vor den Augen des ganzen Beduinenclans durch das Lager. Das Polizeiprotokoll gab an, den Vorfall u.a. als sexuelle Nötigung, Angriff auf eine hilflose Person und rassistisch motiviertes Verbrechen zu untersuchen. Auch andere Mitglieder des Clans wurden geschlagen und verletzt. Als die jüdischen Siedler-Terroristen abzogen, nahmen sie die 400 Schafe sowie Schmuck, Handys, Bargeld und Ausweise der Familien mit. Insgesamt mussten sich vier Personen zur Behandlung ins Spital begeben. Tal Yinon Dardik, der mutmassliche Hauptverdächtige des Angriffs, war nach seiner Verhaftung zunächst in Administrativhaft gehalten worden, dann aber in Hausarrest freigelassen worden. Gestern wurde er erneut festgenommen, weil er sich nicht an die Gerichtsvorschriften gehalten hat. Dardik geniesst einen gewissen ‘Prominenzfaktor’ unter den rechten Politikern. Sogar VM Israel Katz soll ihn im Gefängnis besucht haben. 

Frei übersetzt: „Viel Erfolg!!“

Da haben sich zwei gesucht und gefunden! Nachdem die Likud-Schreihälsin Tally Gotliv bei den Primaries auf Platz 20 der Wahlliste gesetzt wurde, erklärte sie: «Bibi hat mich in den Nacken gestochen!» Nun war der Likud scheinbar nicht böse, sie von dannen ziehen zu lassen und fand gestern einen Modus operandi, um sie unbeschadet ihrer parlamentarischen Immunität zu Otzma Yehudit wechseln zu lassen. Dort setzte  Ben-Gvir sie auf den sicheren zweiten Platz der Liste und lobte sie über den grünen Klee: «Gotliv ist eine der mutigsten und beharrlichsten Ideologinnen in der Knesset. Alle sind sich einig, dass Tally nicht nur ein Knesset-Mitglied ist, sondern auch eine echte Kraftverstärkerin.» Gotliv revanchierte sich, ebenfalls jubelnd. «Otzma Yehudit hat in der Knesset gesetzgeberische Höhen erreicht und Ben-Gvir ist ein furchtloser Minister.» Wir dürfen uns auf viele lautstarke Eruptionen von den Oppositionsbänken freuen, denn mehr, um es klar zu sagen, kann sie nicht – nur schreien!

Etwa 100 israelische Aktivisten wollten heute Pakete für die seit Wochen eingesperrten Palästinenser im Dorf Qusra liefern. Nach Angaben von ‘Peace Now’ wurde den Aktivisten die Annäherung an die Häuser untersagt, da das Gebiet zur gesperrten Militärzone erklärt worden war. Die Hilfsgüter wurden ihnen stattdessen von IDF-Soldaten entgegengenommen und an die Familien weitergeleitet.

Der IDF gelang es erneut, einen Hamas-Terroristen, der am 7. Oktober massgeblich am Massaker beteiligt war, zu eliminieren. Muhammad Mahmoud Marshad Al-Qadi war einer der Kommandanten der Nukhba-Einheit. Er hielt auch verschiedene Geiseln in seinem Haus in Rafah gefangen. In den letzten Monaten war er dafür verantwortlich, neu angeworbene Hamas-Mitglieder auszubilden. 



Kategorien:Israel, Politik

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