15. Aw 5786

Gianni Infantino verfolgt einen Plan, der nicht bei allen auf Wohlwollen stösst. Er möchte mit einem US$ 20 Milliarden Projekt die Fussball WM von privaten Investoren ausrichten lassen. Unter den Investoren befindet sich auch die Familie Kushner. Die UEFA klagte postwendend: «Es steht der FIFA nicht zu, die Weltmeisterschaft zu verkaufen», erklärte sie in einer Stellungnahme. «Keiner von uns ist Eigentümer des Fussballs.» Zuerst hatten die ‘Financial Times’ und die ‘Times of London’ über die Pläne berichtet. Die ‘FIFA Forward Enterprise’ soll Wettbewerbe wie die WM und Klub-Weltmeisterschaften austragen.

Zu den Investoren gehört auch ‘Thrive Eternal’, ein von Joshua Kushner, einem Bruder von Jared Kushner, der so die enge Verbindung zur Familie Trump herstellt, gegründetes Unternehmen. Der Vorschlag sieht vor, die Medienrechte, Sponsoringaktivitäten, das Ticketgeschäft, Hospitality-Angebote, Lizenzen und andere kommerzielle Aktivitäten der FIFA in einer neuen Tochtergesellschaft mit dem Namen FIFA Forward Enterprise zu bündeln.
Wie sich die Aussagen zum Treffen Trump – Netanyahu gleichen und doch unterscheiden:
07:32 pm, Karoline Leavitt: «Es war ein positives und produktives Treffen.»
08:08 pm, ein ungenannter Israeli: «Wir sind in einer schwierigen Phase.»
08:19 pm, aus dem Umfeld Netanyahus: «Es war ein sehr gutes und positives Treffen.»
09:21 pm, Netanyahu: «Das Treffen mit Trump war das Beste, was wir jemals hatten!»
10:15 pm: Trump: «Das Gespräch ist sehr gut gelaufen, Bibi versteht es jetzt.»
07:31 am, Netanyahu: «Es war einfach grossartig, das beste Treffen, dass wir jemals hatten. Unsere Beziehung ist so stabil wie eine Betonwand. Der Präsident ist so klar in seinen Gedanken.»
Gestern Abend hat sich Netanyahu zu einem Vier-Augen-Gespräch mit JD Vance im Blair House getroffen. Vance hatte sich in den letzten Monaten mehrfach kritisch gegenüber Israel geäussert und Netanyahu beschuldigt, die iranischen Gespräche mit dem Iran zu torpedieren. Heute wird er sich noch mit VM Pete Hegseth treffen.

Vorgestern Abend nahmen Netanyahu und Sara N. an einem Abendessen zum Gedenken von Senator Lindsey Graham teil. An ihrem Tisch sass der prominente libanesische Bankier Antoun Sehnaoui, der gemeinsam mit der am Tisch sitzenden ehemaligen US-Diplomatin Morgan Ortagus, als Gastgeber fungierte. Der fünfte Mann am Tisch wird nicht benannt. Mehr als ein Dutzend libanesische Rechtsanwälte reichten heute bei der Staatsanwaltschaft Beirut eine Beschwerde gegen Sehnaoui ein, der ihrer Ansicht nach gegen das Gesetz, sich mit keinem Israeli zu treffen, verstossen hat. Bei Zuwiderhandlung drohen Freiheitsstrafen.

Oppositionsführer Lapid versuchte, Scherben zu kitten, und traf sich mit demokratischen Senatoren, die sich für eine Einschränkung der Waffenverkäufe an Israel ausgesprochen hatten. Sein Ziel war es, «sie davon zu überzeugen, dass sie Unrecht hatten und ihnen die Fakten vor Ort darzulegen.» Lapid forderte die Gruppe auf, «Israel nicht im Stich zu lassen und angesichts der Herausforderungen, vor denen es steht, Solidarität zu zeigen», und betonte die Bedeutung einer fortgesetzten, guten Zusammenarbeit. «Diejenigen zu boykottieren, die sich gegen einen aussprechen, ist nicht der richtige Weg. Angesichts der Opposition im Senat muss man hart und akribisch daran arbeiten, die Beziehungen zu beiden Parteien wiederherzustellen. Das macht nicht immer Spass, aber so bringt man die Dinge in Ordnung. Nicht mit Jammern und nicht mit Boykotten.» Das ist politisches Handwerk, eine mühsame Arbeit, die es absolut rechtfertigt, in die Staaten zu reisen.
Die IDF bestätigte, dass ein unbemanntes Baugerät während der Nachtstunden im Gebiet vom ‘Ali Taher Riff’ im Süden des Libanons von einer Sprengstoff-Drohne der Hisbollah getroffen wurde. Der Angriff auf einen gepanzerten Bulldozer war der erste seit dem Rahmenabkommen, das Ende Juni zwischen Israel und dem Libanon unterzeichnet wurde und stellt eine grobe Verletzung desselben dar. Israel weiss, dass sich unterhalb des Riffs ein grosser Untergrund-Komplex befindet in dem sich geschätzt mehrere Dutzend Terroristen eingegraben haben. Um das Rahmenabkommen nicht zu gefährden, hält sich die IDF von aktivem Vorgehen gegen den Komplex zurück, beobachtet aber jede Bewegung der Hisbollah in der Region.
Nach dem gestrigen Angriff des Irans auf US-amerikanische Stützpunkte in Jordanien werden die USA hart zurückschlagen. «Wir werden sie verdammt noch mal fertigmachen. Wir werden hart gegen sie vorgehen. Die werden ordentlich eins auf die Mütze bekommen», sagt Trump in einem Telefoninterview mit Fox News. (Im Original hiess es: «We’ll beat the f*cking sh*t out of Iran».) Trotz der erneuten Eskalation gestattet Trump seinen Unterhändlern, die Gespräche fortzusetzen.
Der stv. iranische Parlamentssprecher, Ali Nikzad erklärte gegenüber iranischen ‘Students News Agency’: «Wir betrachten die Meerenge als eine Errungenschaft des kürzlich aufgezwungenen Krieges und als ein göttliches Geschenk an die grosse iranische Nation», sagt Nikzad und fügt hinzu, dass Teheran nicht davon ablassen werde, seine Rechte über die Strasse von Hormus geltend zu machen.
Die Houthi-Terror Organisation überlegt, ob sie nach dem iranischen Modell für die Strasse von Hormus Gebühren für die Passage der Meerenge von Bab el-Mandeb am südlichen Ende des Roten Meeres erheben soll. Ende Juni hatten die Houthis eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt und damit dem Konflikt USA gegen den Iran eine neue Front hinzugefügt.
Beim gemeinsamen Angriff der USA mit Saudi-Arabien auf einen Stützpunkt der Hashed al Shaabi, einer bewaffneten pro-iranischen Allianz in Mosul im Irak, wurden fünf iranische Soldaten eliminiert. Der Irak beschwerte sich über diese Verletzung seiner Souveränität und warnte vor entsprechenden Rückschlägen. Zunächst war man von 20 Toten ausgegangen.


Mehrere Waffendepots wurden von der IDF in Gaza zerstört. Sie befanden sich in Gebäuden im nördlichen Gazastreifens, inklusive einer Moschee. Die Moschee sei, so Sprecher der IDF, ein weiterer Beweis dafür, dass die Hamas zivile Gebäude zu ihrem Nutzen beschlagnahmen.
Auch im Libanon wurden einige Waffenlager innerhalb der Pufferzone ausgehoben. Sie wurden ebenfalls ausschliesslich in zivilen Gebäuden gefunden.
Heute hat Jordanien wieder fünf Raketen abgewehrt, die aus dem Iran auf sie abgeschossen wurden. Damit ist die kurze Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran wohl schon wieder vorbei.
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